Ruhestand: Echtes Liquiditätsmanagement das Gebot der Stunde

Ruhestand: Echtes Liquiditätsmanagement das Gebot der Stunde

Für einen sorgenfreien Ruhestand sollten Hoteliers, Gastronomen und Tagungsunternehmer zehn Bruttojahresgehälter angespart haben, zeigen Berechnungen. Das klingt viel – und noch wichtiger ist es, dass das Vermögen wirklich auch Ausschüttungen erbringt und nicht in illiquiden und renditeschwachen Anlagen gebunden ist.

Die dereinst von der Politik versprochene „sichere Rente“ ist für künftige Generationen in Deutschland nur noch eine Illusion. Die Rentenquote in Deutschland sinkt und sinkt und wird in einigen Jahren nur noch rund 40 Prozent des letzten verfügbaren Einkommens betragen. Und die rechnerische Höchstrente liegt bei aktuell 3139 Euro im Monat. Übrigens: Wer überhaupt Anspruch auf diese gesetzliche Höchstrente haben will, muss 45 Jahre lang jedes Jahr über die Beitragsbemessungsgrenze von 82.800 Euro (Stand 2020) hinaus verdienen und damit den Höchstsatz in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Das ist – wenn überhaupt – nur bei einem Bruchteil der Arbeitnehmer in Deutschland der Fall.

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Daher kommt es heute mehr denn je auf eine gelungene Kombination verschiedener Vorsorgeformen für den Ruhestand an, zumal Unternehmer in der Regel keinen oder nur einen sehr geringen Anspruch auf gesetzliche Leistungen haben. Und auch Führungskräfte in Hotellerie, Gastronomie und MICE werden zwar überdurchschnittlich gut bezahlt, aber ihre Rentenerwartungen sind oftmals mager.

Diese private Vorsorge ist aber oftmals keine vergnügungssteuerpflichtige Angelegenheit. Die internationale Finanzgesellschaft Fidelity International beispielsweise hat kürzlich errechnet, dass künftige Ruheständler in Deutschland bis zum Alter von 67 Jahren rund das Zehnfache ihres Bruttojahreseinkommens angespart haben müssten, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Dafür wäre es nötig, rund 21 Prozent des Bruttoeinkommens des gesamten Erwerbslebens zurückzulegen.

Wie soll das gehen, werden sich viele Unternehmer und Freiberufler jetzt fragen? Zwar ist es im Rahmen des Vermögensaufbaus nicht unmöglich, durch geschicktes Investieren, der Nutzung von Fremdkapital und Wertsteigerungen das Zehnfache des durchschnittlichen Bruttojahreseinkommens anzusparen. Aber um dieses Kapital für den Ruhestand nutzbar zu machen, hilft es nichts, das Vermögen in Unternehmensbeteiligungen oder schlecht verzinsten Anlagen (beispielsweise renditeschwache Immobilien) zu sichern. Will heißen: Viele Unternehmer und Freiberufler verfügen zwar grundsätzlich oft über das notwendige Vermögen, gewinnen daraus aber häufig nicht ausreichend Liquidität für Ihre Ruhestandsfinanzierung.

Daher ist es unerlässlich, durch eine gute Planung im Liquiditätsmanagement die passende Strategie aufzubauen. Denn erst diese analytische Berechnung ist der tatsächliche Indikator dafür, welche Anlagestrategie mit dem geringsten finanziellen Aufwand zum gewünschten Liquiditätsergebnis führt. Mit der richtigen Strategie sichern kontinuierliche Erträge aus dem Vermögen den Ruhestand ab.

Dazu bedarf es geeigneter Software-Lösungen, welche sämtliche Szenarien sozusagen „auf Knopfdruck“ abbilden können. Immer wieder wird bei diesen Analyseberechnungen der Beweis erbracht, dass Mandanten durch ein geschicktes Liquiditätsmanagement mit 30 bis 50 Prozent (!) weniger Aufwand ihr Ziel erreichen können. Aus der Diagnostik beziehungsweise Analyse entsteht ein Maßnahmenpaket, das eben gerade nicht auf Zufall, Glück oder Intuition basiert, sondern auf einem gut begründeten Konzept. Das vermeidet teure Fehlentscheidungen in der Geldanlage. Das folgt dem Motto: Wer weiß, was er wirklich braucht, wird auch die richtigen Entscheidungen treffen und guten Gewissens eine langfristige Strategie definieren und dieser folgen.

Das bedeutet: Mit weniger eigenem Aufwand werden ein höheres Vermögen und stabilere Liquidität im Alter möglich. Im Beratungsgespräch sind dazu anhand der wesentlichen Faktoren „Inflation“, „Rendite“, „Steuern“, „Verträgen“ und „Humanvermögen“ die wesentlichen Zusammenhänge in der Finanz- und Ruhestandsplanung zu erläutern. Nur auf Basis dieser detaillierten Analysen entsteht die Chance, die gesamte Klaviatur in der Ruhestandsplanung zu spielen und ausgehend von den Ergebnissen eine belastbare Strategie in der Kapitalanlage zu entwickeln. Denn die eingesetzten Produkte (ob Photovoltaik, Renditeimmobilie, passives Aktienportfolio oder, oder, oder) sind am Ende des Tages immer nur das Ergebnis einer sinnvollen Beratung mit fundierter Analyse.

Über den Autor

Haimo Wassmer (Wassmer Wealth Management – „WWM“) ist Finanz-Analytiker in Bochum und bietet umfassende Expertise im Vermögensmanagement und in der Ruhestandsplanung. Er verwendet eine eigens entwickelte Software („LiquiMan“), um seinen Mandanten in der Beratung schnell und einfach verschiedene Szenarien in der Liquiditätsentwicklung simulieren zu können. Weitere Informationen unter https://wwm.finance.


Bildquelle: Canva


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