Novemberhilfen – so geht es der Hotellerie und Gastronomie wirklich.

Novemberhilfen - so geht es der Hotellerie und Gastronomie wirklich.

Corona Überbrückungshilfen, Novemberhilfen, Dezemberhilfen – was kommt in der Hotellerie und Gastronomie wirklich an? Das hat die Branche der Politik zu sagen.

Novemberhilfen, Dezemberhilfen, Überbrückungshilfen und Co. sind aufgrund der Restriktionen zur Eindämmung der Corona Pandemie, überlebenswichtige Instrumente für die Hotellerie und Gastronomie. Glaubt man den Medienberichten und unzähligen Kommentaren in den Sozialen Netzwerken, kommen diese – dringend benötigten – Hilfen aber bisher gar nicht oder fast nicht an.

Die PREGAS Redaktion möchte diese vielfach bemängelten Missstände aufgreifen und mit diesem Artikel eine Basis für Erfahrungsberichte der Akteure unserer Branche schaffen. Die gesammelten Erfahrungsberichte möchten wir neben den vielen Usern von unserem Presseportal u.a. auch dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Minister Peter Altmaier zur Verfügung stellen.

Sind Sie Hotelier oder Gastronom und haben Coronahilfen beantragt? Erzählen Sie uns, den anderen Akteuren unserer Branche und der Politik von Ihren Erfahrungen.

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DEHOGA kritisiert schleppende Auszahlung der Novemberhilfen

Laut der Süddeutschen Zeitung kritisiert der sächsische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga die schleppende Auszahlung der Novemberhilfen. Gut ein Viertel der Betriebe (26,4 Prozent) in Sachsen habe demnach wohl noch keine Novemberhilfe erhalten, teilte der Verband am Mittwoch mit. Bei vielen anderen Betrieben seien bisher lediglich Abschlagszahlungen angekommen. Die Dezemberhilfen stünden ebenfalls noch aus, eine Perspektive für eine mögliche Öffnung fehle somit.

Aber nicht nur aus Sachsen gibt es derartige Stimmen. Die Sozialen Netzwerke sind voll von Kommentaren der betroffenen Unternehmer.

Fernseh-Koch Tim Mälzer zum Thema Coronahilfen

Bereits Anfang Janaur 2021 äußerte sich Tim Melzer beim Online-Neujahrsempfang des Hamburger Abendblatts:

„Die Konten sind inzwischen geräumt. Die Rücklagen sind verbraucht. […] So langsam wird die Luft wirklich, wirklich eng“.

dpa

Was muss sich aus Ihrer Sicht ändern damit die Hotellerie und Gastronomie zumindest in Teilen noch eine Chance hat um diese schwierige Zeit zu überstehen?


Informationsquelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gastgewerbe-dresden-dehoga-kritisiert-schleppende-auszahlung-der-novemberhilfen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210113-99-13650
Bildquelle: Canva


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3 comments

  1. Wir sind Holger und Simone Bogen aus Berlin und sind seit ca. 30 Jahren freischaffende Musiker.

    Mein Mann hat am 25.11. die Novemberhilfe beantragt und am 27.11. war die Hilfe auf dem Konto.
    Ich habe die Novemberhilfe am 26.11. beantragt und bis heute keine Fallnummer sondern nur eine
    Eingangsbestätigung bekommen.

    Die Dezemberhilfe haben wir am 22.12. beantragt. Mein Mann hat bisher nur eine Fallnummer bekommen und ich ein Ablehnung, mit der Begründung, ich wäre über der Fördersumme von 5.000 Euro drüber und müsste mir einen Steuerberater nehmen. Ich bin definitiv nicht über der Fördersumme.
    Nach mehrmaligen Telefonaten mit der Hotline, konnte mir keiner Auskünfte geben oder weiterhelfen.
    Das Gleiche über sämtliche E-Mail Kontakte ( Bundeswirtschaftsministerium, IBB, Bundeskasse Trier)
    Ich habe dann selber, über einen zuständigen IT-Programmierer, herausgefunden, dass das System nicht vorsieht, dass ein Ehepaar eine gemeinsame Steuernummer hat und ein gemeinsames Bezugskonto.
    Für den Dezember kümmert sich nun unser Steuerberater darum.
    November ist alles offen, da er nicht doppelt beantragen kann und ich bisher weder eine Zusage noch eine Absage erhalten habe.
    Außerdem gibt es bei dem Formular für Direktanträge keine Möglichkeit irgendwas zu erklären oder anzufügen.
    Das ist sehr ärgerlich, da wir bis Oktober keinerlei Hilfen in Anspruch nehmen konnten, da wir keine Betriebskosten haben.
    Zurzeit leben wir nur von unseren Rücklagen. 

  2. Wir betreiben 4 Ferienwohnungen im Bayerischen Wald. Was sollen wir sagen: Wir bekommen seit der 2ten Schließung im November gar kein Geld vom Staat. Wir leben von den Einnahmen, werden aber nicht bedacht, da wir diese privat betreiben. Wir zahlen genauso Steuern und Tourismusumlage. Wir haben genauso laufende Kosten.
    Wir waren in den bayerischen Herbstferien und über Weihnachten bis in den Januar ausgebucht. Alles mußte storniert werden und vielen Gäste haben wir die Anzahlung zurückzahlen müssen. Bei diesem phantastischen Schnee fällt jetzt noch das gesamte Wintergeschäft weg. Und das nach einem sehr schlechten Winter 2019/2020.
    Wir stehen mit dem Rücken zur Wand!

  3. Ich habe im August 2019 die Eventagentur „Unruhestand Events“ gegründet, Ausrichtung auf die aktive Zielgruppe 65+.
    Wie das bei einer Gründung ist, fängt man bei Null an und investiert erstmal kräftig statt Umsätze zu generieren.
    Im Dez 2019 gab es den ersten Umsatz, außerdem Folgeaufträge für den Frühling und Sommer 2020. Diese wurden allesamt wieder storniert.
    Ich habe im April 5800€ Corona Soforthilfe bekommen.
    Keine Überbrückungshilfe I, keine Überbrückungshilfe II, als Veranstalterin mit Veranstaltungsverbot keine Novemberhilfe, keine Dezemberhilfen. Selbst die Überbrückungshilfe III schließt mich nun schon in der Berechtigung zum Antrag aus, weil sich wieder und wieder und wieder auf Umsätze auf Referenzmonate in 2019 bezogen wird. Zu fehlenden Umsätzen in 2021 wohlgemerkt! Gründer ohne vollständiges Wirtschaftsjahr etablierten Unternehmen vollkommen gleichgestellt sind!
    Überlebt habe ich die Pandemie bisher nur, weil ich seit Ostern ca. 50 Balkonkonzerte für Pflege- oder sonstige Wohneinrichtungen und Kliniken durchgeführt habe. Nicht kostendeckend, mein Gründerkredit der KfW geht also mit dafür drauf.
    Ob und wie ich den Kredit ab Herbst 2021 tilgen kann steht in den Sternen. Den Glauben an Hilfe aus der Politik habe ich verloren. Die Stern Soli Aktion von Udo Lindenberg und Co. hat mir im Januar 2021 1000€ gespendet. Herr Altmaier und Kollegen lassen mich im Regen stehen, weil ich das Pech habe 2019 ein Dienstleistungsunternehmen zu gründen, das nicht Umsätze generiert, sobald man die Tür aufschließen, sondern erst, wenn man sich im Schnitt 6-9 Monate Vertrauen erarbeitet hat. 2 Banken haben den Business Plan abgesegnet und für realistisch befunden, das Konzept als tragfähig beurteilt. Aber diese Zahlen darf ich nicht als Referenz heranziehen, nicht mal meine reine (Fix)Kostenaufstellung reicht aus!

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