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Altersvorsorge für Unternehmer: Systematische Analyse der Ist- und Soll-Situation entscheidend

Altersvorsorge für Unternehmer

Es kommt für Hoteliers, Gastronomen und Tagungsunternehmer mehr denn je darauf an, sich frühzeitig mit der Frage der Ruhestandsfinanzierung auseinander zu setzen und eine professionelle Strategie dafür aufzubauen. Wichtig dabei ist: Nur mit Hilfe einer seriösen Individualberatung können durch qualifizierte Fragen und Antworten die für Unternehmer entscheidenden Kriterien der Altersvorsorge identifiziert werden.

Die private Altersvorsorge gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Das ist auch nicht verwunderlich. Für Arbeitnehmer bietet die gesetzliche Rente immer weniger ausreichende Möglichkeiten, den Ruhestand finanziell abgesichert zu verleben. Schließlich soll die gesetzliche Rente – bei gleichzeitig steigenden Beiträgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber – in den kommenden Jahren auf unter 40 Prozent des letzten verfügbaren Einkommens sinken und ist auch für angestellte Topverdiener in der Höhe gedeckelt. Und Unternehmer in Hotellerie, Gastronomie und MICE, die ohnehin kein oder nur sehr eingeschränktes Anrecht (aus einer vormaligen abhängigen Beschäftigung) auf gesetzliche Versorgung haben, sind umso mehr auf eine gute private Absicherung angewiesen. Sie sollten sich nicht darauf verlassen, ihr Unternehmen verkaufen oder in der Familie gegen laufende Versorgungszahlungen weitergeben zu können. Die Praxis zeigt, dass immer mehr Betriebe nicht erhalten werden können, sodass auch keine finanzielle Kompensation nach dem Ausstieg zur Verfügung steht.

Es kommt also für Hoteliers, Gastronomen und Tagungsunternehmer mehr denn je darauf an, sich frühzeitig mit der Frage der Ruhestandsfinanzierung auseinander zu setzen und eine professionelle Strategie dafür aufzubauen. Zur privaten Altersvorsorge zählen unter anderem Immobilien, Spareinlagen, Wertpapiere und Sparpläne, staatlich geförderte Möglichkeiten wie Riester- oder Rürup-Rente sowie private Lebens- und Rentenversicherungen. Wichtig ist: Nur mit Hilfe einer seriösen Individualberatung können durch qualifizierte Fragen und Antworten die für Unternehmer entscheidenden Kriterien der Altersvorsorge identifiziert werden. Dazu gehören vor allem die Bereiche Risiko, Sicherheit, Liquidität, Flexibilität und Steuervorteile, die erst im Zusammenspiel ein optimales Konzept ermöglichen.

Das bedeutet: Die private Altersvorsorge basiert auf einer strategischen Planung. Der Abschluss einer Versicherungspolice oder der Kauf von Fondsanteilen allein bringt keinen echten Mehrwert. Das Produkt muss zu den persönlichen Vorstellungen und der finanziellen Situation passen und nicht im Moment der Vertragsunterschrift, sondern in einigen Jahrzehnten einen spürbaren Sinn ergeben. Der persönliche Finanzbedarf im Ruhestand muss deshalb Grundlage der Beratung sein. Daher hängt die Ruhestandsplanung eng mit der Finanzplanung zusammen, dem sogenannten Financial Planning. 

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Finanzplanung ist Lebensplanung und fasst daher sämtliche Fragen rund um Vermögen und Vorsorge zusammen. Es wird eben nicht, wie in der klassischen Vermögensverwaltung, beispielsweise nur der Bereich der liquiden Geldanlage betrachtet oder nur die Entwicklung des Immobilienportfolios. Sondern das Financial Planning nimmt alle Bereiche in den Blick, die mit dem Wohlstand eines Menschen zu tun haben und reicht damit von der Analyse der gesamten Vermögensverhältnisse über die Nachsteuerrendite der Geldanlage und der Suche nach sogenannten „Renditekillern“ im Portfolio bis hin zur Gestaltung des Ruhestandseinkommens und der Strukturierung der Vermögensübertragung an die nächste Generation.

Der gute Berater wird gemeinsam mit dem Unternehmer in Hotellerie, Gastronomie und MICE die Zusammenhänge herausarbeiten, die für eine richtige Finanzplanung von Bedeutung sind und individuelle Lösungen aus der ganzen Bandbreite der Vermögens- und Vorsorgeprodukte bieten. Gerade in der Altersvorsorge wird allzu oft der Blick rein auf die monatliche Sparrate gerichtet – also das Geld, das in ein Vermögensverwaltungsdepot oder ein Versicherungsprodukt eingezahlt, damit dieses beim Renteneintritt zur Verfügung steht. Doch dabei macht sich kaum jemand Gedanken über die korrekte Höhe dieser Sparraten. Wieviel Geld benötige ich im Alter und wieviel Geld kann ich jetzt sinnvoll investieren? Die Antworten auf diese Frage führen zur korrekten Höhe der Vorsorgezahlungen.

Im Mittelpunt stehen in dem Beratungsprozess die systematische Analyse der Ist- und Soll-Situation mit dem Fokus auf die Ziele und Wünsche und die Erarbeitung eines persönlichen Risikoprofils – es hilft nichts, einen sehr offensiven Aktienfonds zu zeichnen, der hohe Renditemöglichkeiten bringt, aber zugleich den Sparer mit seinen Schwankungen um den Schlaf bringt. Ebenso wichtig sind regelmäßige Strategiegespräche und Dokumentationen sowie die Umsetzung der Produktempfehlungen.

Das mag sich banal anhören, ist aber ein entscheidender Prozessschritt. Denn viele Vermittler lassen den Anleger nach Vertragsschluss mit dem Produkt alleine und kümmern sich nicht mehr um die Vermögensanlage. Das Produkt ist aber nur so gut wie der Umgang damit. Strategische Anpassungen an sich wandelnde Lebens- und Kapitalmarktsituationen, Ein- und Auszahlungen, die Unterbrechung der Sparrate, die Umschichtung von Depots: Das alles muss möglich sein und vom Finanz- und Ruhestandsberater begleitet werden. 

Effektive Finanzplanung bedeutet, alle finanziellen Entscheidungen optimal aufeinander abzustimmen und die gesamte Lebenssituation zu betrachten. Das gilt umso mehr in der Ruhestandsversorgung, damit das Alter finanziell abgesichert ist und wirklich genossen werden kann.

Über den Autor

Frank Austrup ist Financial Planner (HfB) und Certified Foundation and Estate Planner (CFEP) und Geschäftsführer der HWA Finanzplan GmbH & Co. KG, die zum Finanz- und Versicherungsunternehmen Helmig & Partner in Olfen im Münsterland gehört. Die Experten bieten in der Finanzplanung auf Basis professioneller Analysen individuelle Lösungen aus der ganzen Bandbreite der Vermögens- und Vorsorgeprodukte an, um die tatsächlichen Ziele der Mandanten in finanzieller und strategischer Hinsicht zu erreichen. Weitere Informationen unter www.helmig-partner.com 


Bildquelle: Canva


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