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PREGAS Aufruf: Die Corona-Geschichte von MYMY catering

PREGAS Aufruf: Die Corona-Geschichte von MYMY catering

Geschäftsführer Daniel Calvert erzählt der PREGAS Redaktion die Corona-Geschichte des wohl führenden, landesweiten Online-Catering-Service MYMY catering von der MeinWunschcatering GmbH.

Dem kürzlichen Aufruf von PREGAS an die Hotellerie & Gastronomie ist der Geschäftsführer Daniel Calvert des Catering Unternehmens MYMY catering gefolgt um der Branche von den Herausforderungen zu berichten, welche die Corona Pandemie mit sich gebracht hat. Hierbei berichtet Daniel Calvert wie MYMY catering als Cateringunternehmen die letzten 14 Monate bisher überstanden hat.

Zu Beginn des Interviews möchte sich Daniel Calvert den Lesern von PREGAS kurz vorstellen:

Ich heiße Daniel Calvert. Ich wurde in Schottland geboren, habe in den Niederlanden studiert und war europaweit bei adidas Group, Google, Uber Eats und N26 im Technologiebereich tätig. Im Dezember 2019 wurde ich zum CEO und Managing Director von MYMY catering ernannt, dem führenden landesweiten Online-Catering-Service. Das Mandat war klar, das Potenzial des Teams und des Geschäfts voll auszuschöpfen – ohne zu wissen, dass eine Pandemie beginnen würde, die die Existenz unseres Geschäfts auf eine Art bedrohen würde, mit der niemand gerechnet hat.

Wie erfolgreich lief Ihr Betrieb vor Beginn der Pandemie und wie stellte sich dieser Erfolg dar?

Vor der Pandemie gedeihte unser Geschäft. Wir waren ein junges FoodTech-Unternehmen, das mehrere Mitarbeiter beschäftigte, neues Risikokapital aufnahm und kurz vor der internationalen Expansion stand. Umsatz in 8 stelliger Höhe und schier endlose Motivation im Team wuchsen stetig mit einer gemeinsamen Vision für die Zukunft des Caterings.

Wann wurde Ihnen das erste mal bewusst, dass die Pandemie zu einer echten Existenz-Krise für die Hotellerie & Gastronomie werden wird?

Wir haben die ersten Auswirkungen bereits in der ersten Märzwoche gesehen. Die Buchungen haben sich vermindert und die Stornierungen begonnen. In der zweiten Woche wurde uns schnell klar, dass wir Schwierigkeiten bekommen werden. Wir haben viele informierte Meinungen gesammelt und sehr schnell verstanden, dass dies uns in den nächsten 18 bis 24 Monaten nicht nur begleiten, sondern in irgendeiner Weise beeinflussen würde – wenn nicht sogar dauerhaft. Heute sind wir uns sicher, dass Letzteres am wahrscheinlichsten ist.

Welche Hilfsmaßnahmen konnten Sie bisher in Anspruch nehmen und wie einfach wahr der Zugang zu den Hilfen?

Kurzarbeit haben wir sofort im März 2020 beantragt und hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir bis heute am Leben geblieben sind. Darüber hinaus wurden wir von unseren Investoren und Gesellschafter, die Ende 2020 in uns investiert haben, sehr unterstützt. Nicht nur finanziell aber auch emotional, indem sie ihr Vertrauen in das Potenzial des Teams und des Geschäftsmodells bekräftigen. Wir haben viele Formen der Hilfe gesucht, uns aber für viele nicht qualifiziert. Die Kriterien waren bei jedem Programm unterschiedlich, und wir rutschen häufig durch die Maschen. Wir gehören zu der Gastronomie, sind jedoch ein junges Startup. Obwohl viel über Unterstützung gesprochen wurde und weiterhin wird, haben wir uns oft nicht qualifiziert und waren auf uns selbst angewiesen.

MYMY catering

Konnten Sie Ihren Betrieb während der Lockdowns aufrecht erhalten und wenn ja, in welchem Umfang? Welche Veränderungen waren hierfür erforderlich?

Unser Fokus liegt auf Event Catering, das während der Pandemie fast vollständig eingestellt wurde. Wir haben uns entschlossen, kreativ und innovativ zu werden. Wir versuchten es mit Essensboxen und der Lieferung von Lebensmitteln und führten Gespräche mit anderen Unternehmen, um nach gemeinsamen Möglichkeiten zu suchen. Am Ende haben wir eine Übereinstimmung mit dem Konzept des virtuellen Caterings gefunden. Mit Zoom, Google Meet oder anderer Software versammeln sich die Teilnehmer weiterhin zu Besprechungen, Veranstaltungen und Anlässen. Wir haben die Fähigkeit entwickelt, Catering für die einzelnen Häuser der Teilnehmer bereitzustellen. So können wir dazu beitragen das Gefühl oder die Zweisamkeit zu verbessern und die soziale Erfahrung einer gemeinsamen Mahlzeit beizubehalten.

Unser Team hat sich verändert, keine Frage. Ursprünglich hatten wir geplant im letzten Jahr zu wachsen. Stattdessen sind wir kleiner geworden. Einige haben sich aus Stabilitätsgründen entschlossen uns zu verlassen, während andere von derzeit attraktiven Vorschlägen in Versuchung geführt wurden. Mit dem verbleibenden Team sind wir uns einig, die Vision weiter voranzutreiben und uns unerbittlich für alles einzusetzen, was auf uns gemeinsam zukommt.

Hat Ihr Betrieb die Corona-Krise bisher überlebt und welche Perspektiven, Ideen haben Sie für die Zukunft?

MYMY catering bleibt bestehen. Unser Team hat sich verändert und auch unsere Prioritäten etwas. Wir behalten jedoch unsere Hoffnung für die Zukunft und sind begeistert von dem, was wir im letzten Jahr erreicht haben. Wir betreten neue Catering-Segmente wie das „Lunch Catering“ mit einer neuen ‘MYMY Canteen’ Lösung. Wir haben neue kulinarische und technische Produkte entwickelt, die das Erlebnis für Caterer und Kunden vereinfachen. Vor allem haben wir neue und bestehende Beziehungen auf- und ausgebaut – zu Mitarbeitern, Caterern, Lieferanten und Kunden, von denen wir glauben, dass sie für den zukünftigen Erfolg von MYMY catering entscheidend sind.

Was würden Sie den Verantwortlichen in der Politik gern mitteilen?

Ich bin dankbar für die Bemühungen der Regierung, denn ohne Kurzarbeit oder Co-Investment der Investitionsbank Berlin (IBB) wären wir nicht dort, wo wir heute sind. Unsere Augen sind jedoch auf die Zukunft gerichtet, und dort sollten auch die Verantwortlichen in der Politik sein. Nicht über Misserfolge oder Schuldzuweisungen aus der Vergangenheit debattieren, sondern entschlossene, integrative und schützende Maßnahmen und Entscheidungen für die Zukunft treffen. Dazu gehört auch manchmal mutig oder drastisch zu sein. Uns wäre wichtig, dass sichergestellt wird, dass sowohl die Gastronomie als auch das Startup-Ökosystem, zu dem wir beide gehören, nicht noch mehr leiden oder vergessen werden und nicht als Folge einer weltweiten Pandemie und von Entscheidungen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, letztlich bestraft werden.

Das PREGAS News- und Presseportal wünscht Daniel Calvert und seinem Team weiterhin viel Kraft bei der Bewältigung der aktuellen Krise und eine gesunde und erfolgreiche Zukunft.

Sind Sie Inhaber oder Mitarbeiter eines Betriebes der Hotellerie, Gastronomie oder MICE-Industrie? Dann sind wir sehr an Ihrer Corona Geschichte interessiert. Erzählen Sie der Branche Ihre Geschichte. PREGAS belohnt jede veröffentlichte Geschichte mit einem 350€ Media-Budget für einen erfolgreichen Restart nach dem Lockdown! Mehr Informationen


Bildquelle: MeinWunschcatering GmbH


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