Vermögensschutz für Hoteliers: Breite Streuung entscheidend

Vermögensschutz für Hoteliers: Breite Streuung entscheidend

Unternehmer aus Hotellerie, Gastronomie, Tourismus und MICE sollten daher dem Vermögensschutz mit Blick auf die private finanzielle Zukunft wesentlich mehr Aufmerksamkeit und Zeit gönnen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nullzins, steigende Inflation und Negativzinsen bei Banken gefährden den Vermögensaufbau.

Als ob die Corona-Krise in Wirtschaft und Gesellschaft nicht bereits genügend Unheil angerichtet hätte, werden die Auswirkungen noch lange zu spüren sein. Zwar wird sich die Konjunktur schnell erholen, sobald die Beschränkungen dauerhaft und wirksam zurückgenommen sind. Aber gerade für Sparer mit Blick auf den Ruhestand tun sich weiterhin große Probleme auf. Im Kern bedeutet das, dass sich die Zinssituation zumindest kurz- bis mittelfristig kaum von der unterscheiden wird, unter der viele Sparer schon seit gut einem Jahrzehnt leiden. Dazu kommt ein weiteres Problem: Immer mehr Geldinstitute verlangen von Unternehmen und Privatkunden immer öfter Negativzinsen bei sinkenden Freibeträgen. Längst sind nicht mehr nur Vermögende betroffen, sondern eben auch herkömmliche, fleißige Sparer. „Der Anteil der Banken in Deutschland, die ihre Kundeneinlagen im Durchschnitt negativ verzinsen, nahm 2020 weiter zu“, heißt es bei der Deutschen Bundesbank. Der Hintergrund: Geschäftsbanken müssen aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der EZB parken.

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Die Konsequenzen kann man leicht ausrechnen: Wer bei einem Institut mit einem Freibetrag von 50.000 Euro und einem Verwahrentgelt von 0,5 Prozent pro Jahr 250.000 Euro aus einem vermeintlichen Sicherheitsgedanken heraus parkt, zahlt ohne jede Gegenleistung 1000 Euro im Jahr an die Bank zuzüglich Kontoführungsgebühren. Das Sparen fürs Alter, wie man es in der Vergangenheit praktiziert hat, ist damit so gut wie aussichtslos geworden. Denn die Inflation, die künftig bei zwei Prozent jährlich oder darüber liegen soll, verzehrt weitere Vermögenswerte. Der Ausgleich durch Guthabenzinsen: nicht vorhanden.

Unternehmer aus Hotellerie, Gastronomie, Tourismus und MICE sollten daher dem Vermögensschutz mit Blick auf die private finanzielle Zukunft wesentlich mehr Aufmerksamkeit und Zeit gönnen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. im Fokus aller Vermögensschutzkonzepte steht die breite Streuung der Geldanlage (Asset Allocation). Dadurch werden Chancen und Risiken über verschiedene Länder, Branchen und Instrumente hinweg bestmöglich austariert. Diese professionelle und individuell passende Diversifikation ist sehr wichtig. Denn falls in einem Vermögensbereich einmal etwas nicht ganz nach Plan läuft, sind die anderen Assets besser vor negativen Ausstrahlungen geschützt.

Aktien sind weiterhin das Gebot der Stunde. Ohne Aktien ist es kaum möglich, auf Dauer eine spürbare positive Performance in der Geldanlage zu erzielen. Übrigens: Niemand muss sich selbst in Krisenzeiten vor der Aktienanlage fürchten, wie eine Auswertung des Deutschen Aktieninstituts DAI ergibt: Ein breit gestreutes Aktienportfolio im deutschen Leitindex DAX bei einer Einmalanlage und einem 20-jährigen Anlagehorizont erbrachte beispielsweise historisch im Mittel 8,9 Prozent Rendite pro Jahr. Dabei lag im ungünstigsten Fall die Wertentwicklung aus Kursgewinnen und Dividenden bei jährlich 3,8 Prozent und im besten bei 15,2 Prozent. Eine andere Zahl: Wer zum Beispiel Ende 1995 Aktien kaufte und bis Ende 2010 hielt, erzielte in diesem Zeitraum eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,8 Prozent – trotz Dotcom-Krise, 11. September und Finanzkrise. Und Mitte April hatte der DAX alle Rekorde gebrochen. An den historisch einmaligen Absturz im Frühjahr 2020 im Zuge des Pandemieausbruchs erinnert sich daher kaum noch jemand. Der deutsche Leitindex liegt damit seit dem Einbruch fast 80 Prozent im Plus!

Besonders interessant wird die breite Streuung, wenn das Vermögensmanagement im Ausland angesiedelt ist. Das stellt eine oftmals vernachlässigte Ergänzung des bekannten Diversifikationsgebotes dar und schützt das angelegte Vermögen vor externen Zugriffen auch rechtlich noch besser. Dies folgt einem Bonmot des Anlagegurus André Kostolany. Dieser sagte zur optimalen Vermögensaufteilung, dass man ein Drittel des Geldes in Aktien, ein Drittel in Immobilien, ein Drittel in Anleihen und ein Drittel im Ausland investieren solle. Eine sehr interessante Destination für dieses Anliegen ist Liechtenstein. Das kleine Fürstentum hat als eines von fünf Ländern weltweit ein AAA-Rating, weil es keine Staatsverschuldung gibt. Außerdem ist Liechtenstein kein EU-Mitglied und hat somit keine Bankenhaftungsrisiken nach dem Europäischen Stabilitätsmechanismus, aber dafür die Vorteile des europäischen Wirtschaftsraumes EWR. Für Anleger bedeutet dies höchste Sicherheit in unsicheren Zeiten.

Anleger sollten darauf achten, dass sie bei der Zusammenstellung ihres Anlageportfolios auf ein großes Angebot an Produkten zugreifen können. So existieren Lösungen, bei denen aus mehreren 1000 Fonds, ETFs und Zertifikaten beziehungsweise individuellen Vermögensverwaltungsstrategien ein individuelles passendes Paket zusammengestellt jederzeit geändert beziehungsweise ausgetauscht werden kann.

Über den Autor

Hannes Fahrnberger ist CEO der Vienna-Life Lebensversicherung AG in Liechtenstein, das zur internationalen Versicherungsgruppe Vienna Insurance Group in Wien gehört. Die Vienna-Life gehört zu den anerkannten und etablierten Spezialanbietern für flexible fonds- und anteilsgebundene Lebens- und Rentenversicherungslösungen, die nach liechtensteinischem Versicherungsgesetz aufgelegt sind. Dafür setzt die Gesellschaft seit vielen Jahren die „Vermögensbildungs-Police“ und die „Private Wealth Police“ ein. Weitere Informationen unter www.vienna-life.li 


Bildquelle: Canva


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