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Individuelles Risiko- und Vorsorgemanagement in Gastgewerbe und Tourismus

Individuelles Risiko- und Vorsorgemanagement in Gastgewerbe und Tourismus

Attraktive Personalinstrumente für höhere Mitarbeiterbindung

Wie kann Unternehmern in Gastgewerbe und Tourismus die langfristige Bindung ihrer Mitarbeiter gelingen? Die Beratungspraxis zeigt, dass Personalinstrumente wie die betriebliche Gesundheits- und Altersvorsorge gute Möglichkeiten darstellen, um Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen und Extras über die reine Bezahlung hinaus zu bieten.

Auch wenn die Delta-Variante nochmals für Ärger sorgt, scheint es auf ein Ende der Corona-Pandemie zuzugehen. Die Rückkehr zur Normalität ist angestoßen, sodass auch in Gastgewerbe und Tourismus wieder zu ihren alten Geschäften zurückfinden sollten. Das Problem: Irgendwer muss die Arbeit machen. Die Branche hat im Katastrophenjahr 2020 fast 300.000 Arbeitsplätze verloren, Hoteliers berichten zusätzlich bereits von Abwerbungen aus dem Ausland. Laut DEHOGA beträgt der Zugang von Arbeitslosen aus abhängiger Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt im Gastgewerbe zwischen April 2020 und Januar 2021 sage und schreibe 18 Prozent. In der Gesamtwirtschaft sind es 3,9 Prozent. Bis Februar 2021 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Betrieben um 129.500 gesunken – damit ist nach DEHOGA-Angaben knapp jeder achte Arbeitsplatz verloren gegangen. 

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Also: Wie kann Unternehmern in Gastgewerbe und Tourismus die langfristige Bindung ihrer Mitarbeiter gelingen? In der Praxis haben sich bestimmte finanzielle Instrumente als zielführend herausgestellt – weit über das reine Gehalt hinaus. Dabei stehen vor allem arbeitgeberfinanzierte Vergütungsbestandteile im Fokus, die viele persönliche Bereiche des Mitarbeiters positiv berühren und damit Personalstrategie mit wenig Aufwand substanziell optimieren. Es ist das Konzept eines umfassendes betriebliches und privates Risiko- und Vorsorgemanagement, mit dem Mitarbeiter motiviert werden sollen.

Ein wesentlicher Baustein ist beispielsweise die betriebliche Gesundheitsvorsorge. Dadurch können Unternehmen dazu beitragen, dass ihre Mitarbeiter leistungsfähig und gesund bleiben. Sie stellen damit Mitarbeitern ein Gesundheitspaket zur Verfügung zu stellen, mit dem sich alle genau die Gesundheitsleistungen frei aussuchen können, die sie gerade benötigen. Das reicht von der Chefarztbehandlung im Krankenhaus bis zu Zuschüssen beim Zahnersatz. 

Auch durch die betriebliche Invaliditätsvorsorge zeigt, wie Unternehmen direkt Mehrwerte in der Absicherung ihrer Mitarbeiter schaffen können. Damit werden Leistungen bei Unfalltod, Sofortleistungen bei Schwerverletzungen, Knochenbruchgeld, Rehabilitationsbeihilfe, Kurkostenbeihilfe, Kosten für kosmetische Operation nach Unfällen und viele andere Bereiche mehr abgedeckt. Der Hintergrund: Die gesetzliche Unfallabsicherung greift nur dann, wenn der Unfall auf dem direkten Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle passiert oder mit der Arbeit im Zusammenhang steht.

Die betriebliche Altersvorsorge wiederum fällt unter die Zukunftsvorsorge für die Mitarbeiter. Die gesetzlichen Sicherungssysteme reichen heute in Sachen Einkommens- und Hinterbliebenenschutz nicht aus. Deshalb ist eine zusätzliche Zukunftssicherungsleistung für Mitarbeiter existenziell wichtig. Die Absicherung kann individuell auf Basis der Qualifikation oder des Aufgabengebiets, der Betriebszugehörigkeit, der Stellung im Unternehmen oder anderen individuellen Parametern festgelegt werden. 

Entscheidend dafür, attraktive Personalinstrumente richtig zu etablieren und vermarkten, sind eine umfassende Analyse, Bewertung und Umsetzung. Unternehmen können diese Personalinstrumente zu 100 Prozent als Betriebsausgabe geltend machen und erhalten in der Regel auch erheblich bessere Konditionen bei den Absicherungslösungen als bei privaten oder Einzelabschlüssen. Die Beratungspraxis zeigt, dass diese Personalinstrumente gute Möglichkeiten darstellen, um Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen und Extras über die reine Bezahlung hinaus zu bieten. Das führt zu einer wesentlich höheren Bindung der Mitarbeiter und schafft zugleich einen Vorsprung im immer komplizierter werdenden Recruitment. Unternehmen aus Gastgewerbe und Tourismus sollten daher gemeinsam mit einem versierten Berater für Risiko- und Vorsorgemanagement ein individuelles Konzept entwickeln.

Über den Autor

Markus Röttges ist Inhaber der gleichnamigen R+V-Generalagentur in Düsseldorf, Mönchengladbach und Radevormwald. Die R+V gehört zu den größten Versicherungsgesellschaften Deutschlands. Markus Röttges ist Experte für betriebliche Risikomanagement aus Versicherungssicht und Berater von Gastronomen und Hoteliers und gestaltet regelmäßig über die R+V-Versicherung attraktive Personalinstrumente für Unternehmen des Gastgewerbes. Mehr Informationen unter www.markus-roettges.ruv.de


Bildquelle: Canva


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