Der Umgang mit Lebensmittel: Welche Handschuhe mit welchen Normen werden benötigt?

Der Umgang mit Lebensmittel: Welche Handschuhe mit welchen Normen werden benötigt?

Die hygienischen Aspekte sind bei der Arbeit mit Lebensmittel unbedingt zu beachten, somit ist die Anwendung von Einweghandschuhen unerlässlich, denn dies gewährt Sicherheit und Gesundheit. Der Träger dieser Handschuhe muss in der Lebensmittelindustrie aber darauf achten, um welche Handschuhe es sich eignet. Je nach Lebensmittel sind gewisse Materialien nur bedingt oder gar nicht geeignet.

Welche Handschuhe dürfen beim Umgang mit Lebensmittel verwendet werden?

Handschuhe stammen aus den unterschiedlichsten Materialien, diese können auf die Lebensmittel übertragen werden und damit den Genuss beeinträchtigen oder aber auch gesundheitsschädliche Stoffe übertragen. Für die Industrie gibt es somit Handschuhe, welche als „Lebensmittelecht“ gekennzeichnet sind. Um welche Materialien es sich handelt, wie die Anwendung erfolgt und was zu beachten ist, erfahren Sie im nachfolgenden Text.

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Die Vinylhandschuhe werden in der Regel häufig gekauft, aufgrund von Hautreaktionen bei Silikonen oder ähnlichem. Allerdings sind Vinylhandschuhe bei Wurst, Fleisch, Ölen und Fetten ungeeignet – bei Backwaren, rohes Gemüse und flüssige Lebensmittel können sie aber wendet werden.

Ähnlich verhält es sich bei Handschuhen aus Latex, diese können für flüssige Lebensmittel, Backwaren und Fisch verwendet werden, bedingt wiederum aber nur bei rohem Gemüse, Wurst, Fleisch, Fette und Alkoholika. Die beste Wahl sind Nitril-Handschuhe, denn das sind „Lebensmittelhandschuhe“ (auch: Kochhandschuhe genannt) und können bei jeder Art von Lebensmittel verwendet werden.

Im Detail: Die Basisverordnung für den Umgang mit Lebensmitteln

Bei Lebensmitteln muss die Verordnung 1935/2004/EG beachtet werden, hierunter sind allgemeine Anforderungen am Material oder an den Gegenständen festgelegt, welche mit Lebensmitteln in Kontakt treten dürfen. Grundsätzlich gilt es unter normalen Einsatzbedingungen zu prüfen, dass keine Bestandteile in Mengen abgegeben werden können, welche etwa die Gesundheit oder die Nahrungsmittelbeschaffenheit ändern würde (etwa durch Geschmack, Geruch oder Farbe).

Um diese Verordnung zu befolgen, gibt es bei Handschuhen das „Glas-Gabel-Symbol“. Dieses Symbol kennzeichnet Lebensmittelhandschuhe, welche mit Lebensmitteln in Berührung können, dürfen. Bei dem Symbol, aber auch bei weiteren Piktogrammen und Angaben sind wiederum die Prüfnummern der Europäischen Union zu beachten. Ebenso gilt es, die Quelle der Handschuhe zu prüfen, damit „Fake-Ware“ ausgeschlossen werden kann. Bei persönlicher Schutzausrüstung, worunter auch Handschuhe zählen, gibt es öfters Fake-Produkte.

Welche Richtlinien müssen befolgt werden?

Für Bedarfsgegenstände aus Kunststoff tritt die EU-Verordnung 10/2011 in Kraft, hierunter fallen all jene Handschuhe (zum Beispiel Nitril- und Vinylhandschuhe), welche mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Um feststellen zu können, wie viel Kunststoff aus den Handschuhen in die Lebensmittel übergehen, dies wird kontrolliert im Rahmen sogenannter Migrationstests. Ein Handschuh, welcher der EU-Verordnung entsprechen muss, darf nicht mehr als 10 mg/dm2 aus seiner Oberfläche an das Lebensmittel „weitergeben“.

Diese Tests sind sehr umfangreich und insgesamt muss jedes Produkt fünf dieser Tests durchlaufen, erst dann gelten diese als Lebensmittel tauglich. Sofern nur ein Test bestanden wird, gilt der Handschuh aber bereits als „bedingt lebensmitteltauglich“ – der Umgang mit Lebensmitteln wäre hingegen unbedenklich.

Fazit

Einmalhandschuhe für Köche oder im verarbeitenden Gewerbe müssen getestet sein, damit die Lebensmittel nicht verunreinigt werden. Nitrilhandschuhe sind insgesamt ein Standard. Für die Gastronomie oder für das verarbeitende Gewerbe ist dies auch nur von eigenem Interesse, denn so wird sichergestellt, dass das Essen auch schmeckt.


Bildquelle: unsplash – @maskmedicare


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