PREGAS Presseportal, Samstag, 21. März, 2020

Hilfsprogramme für die Hotellerie in der Corona-Krise

Hotellerie in Not durch die Corona-Krise! Welche Hilfsprogramme gibt es? Was ist das richtige Hilfsprogramm für mich?

Die Hotellerie hat die Corona-Krise sehr frühzeitig und sehr hart getroffen. Es begann mit weniger Tourismus und Geschäftsreisen, über die Absage von großen Messen wie die ITB in Berlin bis hin zu Ausgangssperren und weiteren Verboten. Die Bundesregierung hat sehr schnell versucht die Hotellerie und andere Gewerbe zu beruhigen und versprach „Kredite ohne Grenzen“ sowie weitere Maßnahmen wie zum Beispiel das Kurzarbeitergeld.

Auf welche aktuellen Hilfsprogramme kann die Hotellerie nun zugreifen? Derzeit gibt es laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie u.a. die folgenden Optionen:

  • Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind.
  • Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck wird die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet.
  • Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite.

Wie ergeht es Ihnen als Betreiber oder Mitarbeiter eines Hotels, in der aktuellen Corona-Krise? Welche Erfahrungen haben Sie mit den bisherigen Maßnahmen, den Hilfsprogrammen für die Hotellerie und andere Branchen gemacht?

Schreiben Sie in die Kommentare unterhalb von diesem Artikel und diskutieren Sie mit! Jeder Tipp, jede Information über Hilfsprogramme kann anderen Hoteliers weiterhelfen!

Hier gibt es die wichtigsten Informationen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über die Hilfsprogramme für die Hotellerie und andere Branchen.


Bildquelle: https://pixabay.com

Informationsquelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html#id1694894




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Kommentare (5)

Guten Morgen Leider wird es so wie immer sein die große Industrie wird begütert und wir zahlen die Zeche. Meine Idee für einen fairen Umgang mit der Hotellerie und Gastronomie, rückblickend im Durchschnitt auf die letzten drei Geschäftsjahre Umsatz minus Mehrwertsteuer minus Wareneinkauf gleich Rohertrag, rückwirkend vom 01.03.2020 bis mindestens 30.06.2020 auf das Geschäftskonto einzahlen. Im ende zahlen wir weiterhin alle Löhne und Gehälter und tragen nach wie vor die Kosten wie bisher. Das ganze wäre einfach über die jeweiligen Steuerberater und Finanzämter abzuwickeln. Vielleicht kann man einen allgemeinen Abzug von 15 % auf die zu Zahlenden Leistung abziehen aus Solidaritätsgründen. Mit freundlichen Grüßen aus dem Schwarzwald Dietmar Will Dietmar Will
Als Restaurant mit 8 bis 10 Mitarbeitern in Berlin passt keine der bisherigen Maßnahmen für Finanzhilfen auf uns. Wir haben Kurzarbeitergeld angezeigt. Im Moment würde die komplette Liquidität aber gerade ausreichen, um das Kurzarbeitergeld vorzustrecken, weil die Einnahmen komplett weggefallen sind. Und ob die Miete und alles andere gestundet wird, ist noch zu verhandeln. Die Soforthilfen gibt es nur für Kleinstunternehmen bis 5 Mitarbeiter. Die KfW-Kredite kommen nicht in Frage aufgrund der Bonität und weil wir erst im September eröffnet haben. Wir müssen jetzt auf Privatdarlehen bauen, die aber natürlich auch später zurück gezahlt werden müssen. Wir fürchten um die Existenz! Grit
Mich würde wirklich sehr die Erfahrung der anderen Hoteliers interessieren. Wir führen einen kleinen Hotelbetrieb und sind absolut verzweifelt. Die bisherigen Hilfsprogramme können unsererseits derzeit nicht abgerufen werden, da unsere Hausbank mit den Anträgen nicht hinterher kommt. Okay - was erwartet man eigentlich? Immerhin haben die Banken jetzt eine Menge Anträge abzuarbeiten und es ist schon klar, dass solche Hilfsprogramme nicht von einen Tag auf den nächsten anlaufen, ABER wir sind bald zahlungsunfähig wenn das so weiter geht! :-( Franziska R.
Ich leite ein 4 Sterne Hotel in Bayern und musste leider feststellen, dass es keineswegs die "schnelle und unkomplizierten Hilfsprogramme" gibt bzw. gab. Klar, das Kurzarbeitergeld konnten wir beantragen, aber das ersetzt uns dennoch nicht die enormen Fixkosten die wir mit so einem Betrieb haben. Ich hoffe nun auf die kommenden Woche in der es wohl neue Informationen geben soll. Good luck everybody! Thomas
Ich kann aus der Sicht eines Dienstleisters im MICE (Meetings Incentives Conventions Events) Segment berichten, dass die Hilfsmaßnahmen für die Hotellerie und Unternehmen aus der Branche derzeit absolut noch nicht ausreichend sind. Je nach Bundesland gibt es bereits "Soforthilfen" oder auch nicht. Die bisherigen Hilfsprogramme basieren überwiegend auf den Regularien für klassische KfW Darlehen. Unternehmen bzw. Hotels mit einer nicht so guten Bonität fallen hier absolut durch das Raster und scheitern bereits bei der Beantragung über die Hausbanken. Dabei handelt es sich häufig um Unternehmen die mit dem normalen Tagesgeschäft sehr gut zurecht kommen und gut wirtschaften. Aber durch die Corona-Krise brauchen diese Betriebe dann große Darlehenssummen, die sie normalerweise nicht benötigen würden. Aber für diese große Summen reicht dann häufig die Bonität nicht aus. Ergo, ein Großteil der Hotellerie fällt durch das Raster, obwohl sie überhaupt nichts dafür können und es Ihnen vor der Corona-Krise auch ganz gut ging. Sven

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