PREGAS Presseportal, Donnerstag, 7. März, 2019

Hoteliers können mit Zusatzangeboten bei den Mitarbeitern punkten

Bei der betrieblichen Krankenversicherung schließt der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter eine private Zusatzversicherung ab. Das erhöht die Bindung der Mitarbeiter und führt zu mehr Motivation – denn gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger.

In Hotellerie, Gastronomie und MICE-Unternehmen schlägt der Fachkräftemangel seit vielen Jahren durch. Und nicht nur das: Es fehlen nicht nur Führungskräfte, sondern Mitarbeiter auf allen Ebenen, vor allem im Service und der Gästebetreuung. Und die demografische Situation spricht gegen das Gastgewerbe: Es stehen schlicht immer weniger Mitarbeiter zur Verfügung, sodass es mittlerweile nicht mehr nur einen Wettbewerb um die Gäste und Tagungskunden gibt, sondern auch um Mitarbeiter.

Daher müssen Unternehmen sich als gute Arbeitgeber positionieren. Das gelingt beispielsweise durch besondere Angebote für die Mitarbeiter, vor allem im Bereich der Gesundheit. Mit Gesundheit und Wohlbefinden lassen sich potenzielle Mitarbeiter reizen, sich ein neues Unternehmen genauer anzuschauen – und dabei bleiben sie erst recht gerne, wenn sie durch besondere Angebote in ihrer Gesundheit gefördert werden.

Dabei hat sich die betriebliche Krankenversicherung (bKV) als gutes Instrument herausgestellt. Die bKV bezeichnet eine besondere Form der arbeitgeberfinanzierten Absicherung für den Krankheitsfall. Während die gesetzliche Krankenversicherung immer mehr Leistungen einschränkt (und die private Vollversicherung aufgrund der Zugangsvoraussetzungen für viele Arbeitnehmer unerreichbar bleibt), eröffnet die betriebliche Krankenversicherung die Möglichkeit, für Mitarbeiter Module aus der privaten Krankenversicherung zur Verfügung zu stellen – und zwar als Bonus aufs Gehalt.

Bei der betrieblichen Krankenversicherung schließt der Arbeitgeber für seine gesamte Belegschaft oder einen Teil seiner Mitarbeiter bei einem privaten Krankenversicherer eine (modulare) Zusatzversicherung ab und übernimmt die Zahlung der Beiträge. Dies ist erheblich günstiger (und effizienter) als ein Bonus aufs Gehalt, mit dem der Arbeitnehmer für sich selbst eine Zusatzversicherung abschließen soll. Dabei handelt es sich um eine Versicherung für fremde Rechnung nach §§ 43ff. des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Die Ausgaben können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, zudem profitieren Unternehmen in der Regel von günstigeren Gruppentarifen.

Die Leistungen können von den Betrieben frei gewählt werden. Typische Leistungsmerkmale sind Zahnzusatzversicherungen, zusätzliche Tarife für den stationären und ambulanten Bereich, die Erweiterung der Krankentagegeldversicherung, die Kostenübernahme für Vorsorgeuntersuchungen, Leistungen beim Heilpraktiker, Sehhilfen, Auslandsreisekrankenversicherung (inklusive Notfall-Assistance für schwerwiegende Situationen auf Reisen) und die Pflegevorsorge. Manche Versicherer bieten auch eine kurzfristige psychologische Beratung für Belegschaft und Angehörige (etwa bei Unfällen, Krisensituationen, Suizid etc.), das Angebot eines Interimsmanagements im Falle eines Ausfalls von Führungskräften sowie Wiedereingliederungsmaßnahmen und die berufliche Risikoprävention.

Dadurch lassen sich Mitarbeiter anziehen und binden und zugleich nutzen diese die Möglichkeit, etwas für ihre Gesundheit zu tun. In der Folge sinken die Krankenstände in Hotellerie, Gastronomie und MICE, und gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähige Mitarbeiter.

Entscheidend ist, die richtigen Policen zu finden. Daher sollten Unternehmer gemeinsam mit einem Berater ermitteln, welche Leistungen sie anbieten möchten und was vielleicht weniger Sinn ergibt. Auf diese Weise entsteht ein individuelles Vorsorgekonzept.


Über den Autor

Sven Cyganek
Sven Cyganek ist Spezialist für Gewerbeversicherung im Expertennetzwerk der compexx Finanz AG, einem Beratungsunternehmen für Finanzdienstleistungen. Die compexx Finanz AG verfolgt seit der Gründung vor 13 Jahren ein Allfinanzkonzept und betreut mittlerweile mehr als 60.000 Kunden in ganz Deutschland bei allen Fragen rund um Vermögen, Versicherung und Vorsorge. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Versicherungsgruppe die Bayerische.


Image (adapted) Pixabay


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