Winter auf den Dächern: So erfinden Hotels ihre Rooftops heute neu

Winter auf den Dächern: So erfinden Hotels ihre Rooftops heute neu

Hotellerie

Stylische Rooftops gehören längst nicht mehr nur zum Sommer. Immer mehr Hotels halten ihre Dachflächen auch bei niedrigen Temperaturen geöffnet. Dies verleiht Städten eine zusätzliche Ebene an Atmosphäre und verschafft den Betrieben gleichzeitig mehr Raum, der früher in der kalten Jahreszeit ungenutzt geblieben ist. 

Die Gäste genießen den Abstand zum Straßenlärm, während unter ihnen der Alltag weiterläuft. Diese Entwicklung ist ein Ausdruck eines breiteren Wandels innerhalb der urbanen Hospitality.

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Warum Rooftops auch im Winter beliebt sind

In den Metropolregionen wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt haben zahlreiche Hotels ihre Außenbereiche in den letzten Jahren technisch aufgerüstet. Sie setzen dabei auf wetterbeständige Materialien, einen umfassenden Windschutz in der Grundausstattung ihrer Dächer. 

Die Betreiber verfolgen damit das Ziel, ihre Flächen wirtschaftlich gleichmäßiger über das Jahr einsetzen zu können. Auch wächst unter den Gästen das Interesse an Orten, die besondere Perspektiven bieten, dabei aber nicht den formellen Charakter klassischer Eventräume aufweisen. 

Mit dieser neuen Offenheit entstehen Nutzungskonzepte, die zuvor weniger im Fokus standen. Businessgäste suchen nach ruhigen Orten für kurze Pausen oder Gespräche. Städtereisende schätzen die einzigartige Mischung aus Panorama und urbaner Nähe. Auch Cocktails bei einer Messeparty passen perfekt in diese Kulisse, sodass die Rooftops ebenfalls immer häufiger als Ort für informelle Zusammenkünfte während großer Branchenevents dienen.

Gestaltungsideen zwischen Outdoor und urbanem Komfort

Der Winterbetrieb verlangt jedoch eine gute Planung. So werden die Dächer mit transparenten Überdachungen oder modularen Aufbauten ausgestattet, um Regen und Wind abzuhalten. 

Viele Hotels setzen zudem auf eine warme Lichtstimmung und arbeiten gerne mit natürlichen Materialien wie Holz oder Textilstrukturen. Diese schaffen trotz niedriger Temperaturen ein angenehmes Umfeld. Die Kombination aus Outdoor-Charakter und geschützter Umgebung ist einer der Gründe dafür, dass die Gäste die Rooftops auch im Winter gerne aufsuchen. 

Küche und Bar passen sich an dieses Umfeld ebenfalls an. Beliebte Klassiker wie heiße saisonale Getränke oder aromatische, regionale Gerichte funktionieren auf den Rooftops besonders gut, weil sie das Gesamterlebnis perfekt abrunden. Und: Zeigt sich die Atmosphäre stimmig, halten sich die Gäste auch gerne länger auf, egal, ob bei einem spontanen Besuch mit Freunden oder einem wichtigen Business-Meeting.  

Herausforderungen hinter den Kulissen

Die Erweiterung des Daches für die Wintersaison bringt jedoch sowohl technische und organisatorische Anforderungen mit sich. 

Die Heizsysteme müssen effizient abgestimmt werden. Auch Feuerschutz und Energieeinsatz dürfen nicht vernachlässigt werden. In dicht bebauten Gebieten spielt außerdem die Akustik eine wichtige Rolle: Viele Häuser arbeiten deshalb mit Absorbern und baulichen Ergänzungen, die den Schall nach außen mindern, ohne dass die offene Wirkung darunter leidet. 

Ebenfalls ändern sich die Serviceabläufe. Die Wege zwischen Küche und Dachbereich müssen so organisiert werden, dass Speisen und Getränke zügig und in gewohnter Qualität ankommen. Darüber hinaus sind auch die Sicherheitskonzepte an Witterung und Besucheraufkommen anzupassen. 

All diese Faktoren zeigen, dass sich winterliche Rooftop-Bars nur dann erfolgreich betreiben lassen, wenn das Team eng zusammenarbeitet und alle Abläufe gut durchdacht sind.

Kreative Lösungen bringen die Branche nach vorne

Die winterliche Nutzung von Hoteldächern ist ein tolles Beispiel dafür, dass die Branche immer wieder nach kreativen Lösungen sucht und dafür auch ihre Räume neu denkt. 

Die Gäste profitieren von atemberaubenden Ausblicken und einer besonderen Atmosphäre. Auf der anderen Seite bekommen die Hotels die Chance, ihre Flächen effizienter über das gesamte Jahr einzusetzen. 

Dieser Trend dürfte in den kommenden Jahren anhalten und dabei zeigen, wie lebendig und vielschichtig urbane Gastlichkeit auch im Winter sein kann.


Bildquelle: vecstock.


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