Peru setzt auf Kulinarik als Reisemotiv: „Die Gastronomie dienet heute als Tor zum ganzen Land.“

Peru setzt auf Kulinarik als Reisemotiv: „Die Gastronomie dienet heute als Tor zum ganzen Land.“

Gastronomie

Lima erlebt derzeit einen kulinarischen Höhenflug. Nachdem das britische Magazin Time Out die peruanische Hauptstadt kürzlich zur besten Food-Destination der Welt gekürt hat, steht die Metropole mehr denn je im Fokus internationaler Genießer. Gemeinsam mit den Erfolgen peruanischer Spitzenrestaurants unterstreicht die Auszeichnung den wachsenden Stellenwert der Gastronomie als Reisemotiv. Für Erick García, Wirtschafts- und Handelsrat von PROMPERÚ in Deutschland, ist dies das Ergebnis einer konsequenten Entwicklung.

„Unsere Gastronomie verbindet Geschichte, Kultur und regionale Identität“, erklärt García. „Von klassischen Gerichten wie Ceviche, Lomo Saltado oder Causa Limeña bis hin zur Nikkei- und Chifa-Küche bietet Lima eine kulinarische Vielfalt, die ihresgleichen sucht.“ Die peruanische Hauptstadt wurde 2025 bei den World Culinary Awards bereits als beste Genussdestination Lateinamerikas ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde Peru bei den World Travel Awards 2025 zum 13. Mal als „World’s Leading Culinary Destination“ gekürt.

Anzeige
Estrel

Internationale Auszeichnungen wie der Spitzenplatz des Restaurants Maido bei den World’s 50 Best Restaurants oder die Erfolge der Restaurants Central, Kjolle, Mayta und Mérito stärken nach Ansicht von García die internationale Wahrnehmung des Landes erheblich. „Viele Gäste reisen zunächst wegen der ausgezeichneten Restaurants nach Peru und entdecken anschließend weitere Regionen, ihre Kultur und ihre regionalen Küchen. Die Gastronomie ist heute für viele Reisende selbst zum Reiseanlass geworden.“

Dass dieser Trend auch den deutschen Markt erreicht hat, zeigen aktuelle Zahlen von PROMPERÚ: 99 Prozent der deutschen Peru-Reisenden nehmen während ihres Aufenthalts mindestens ein gastronomisches Erlebnis wahr. Besonders gefragt sind Besuche regionaler Restaurants und Märkte, Street-Food-Touren sowie Erlebnisse rund um Pisco, Wein und lokale Landwirtschaft.

Für PROMPERÚ spielt die Kulinarik deshalb eine zentrale Rolle in der internationalen Tourismusstrategie. Ziel sei es, authentische, nachhaltige und innovative Genussreisen in allen Regionen des Landes zu fördern. Neben der Präsenz auf renommierten kulinarischen Veranstaltungen auf aller Welt versteht die Tourismusorganisation die Gastronomie vor allem als Mittel, um Reisenden die kulturelle und landschaftliche Vielfalt Perus näherzubringen.

Längst profitieren auch Regionen außerhalb Limas von diesem internationalen Interesse. In Arequipa und Cusco verbinden kulinarische Touren traditionelle Märkte, regionale Spezialitäten und historische Sehenswürdigkeiten. Im Norden, etwa in der Region Lambayeque, stehen Kochkurse und regionale Gerichte wie Chinguirito oder Arroz con Pato im Mittelpunkt. In der Amazonasregion Loreto lernen Besucher die außergewöhnliche Biodiversität anhand typischer Gerichte wie Juane oder Patarashca kennen, während in Cusco der „Parque de la Papa“ einen Einblick in die enorme Vielfalt der peruanischen Kartoffel bietet. Im Süden lädt die Wein- und Pisco-Region Ica zu Verkostungen und Besichtigungen traditioneller Bodegas ein.

Ein Höhepunkt für Genussreisende ist auch in diesem Jahr wieder die Gastronomiemesse „Perú Mucho Gusto“, die vom 30. Oktober bis 1. November in Lima stattfindet. Mehr als 100 Aussteller stellen dort Spezialitäten aus der Küste, den Anden und dem Amazonasgebiet vor. Neben Spitzenrestaurants gehören Produzenten, Handwerksbetriebe, Bäckereien, Kaffeeröster, Brauereien und Pisco-Produzenten zum Programm. Für García ist die Veranstaltung die ideale Gelegenheit, die kulinarische Vielfalt Perus an einem Ort kennenzulernen – und gleichzeitig Lust auf eine Reise durch die unterschiedlichen Regionen des Landes zu machen.

Wer Peru erstmals kulinarisch entdecken möchte, dem empfiehlt García drei besondere Erlebnisse: frische Ceviche an der Pazifikküste, beispielsweise im Küstenort Huanchaco, den Besuch einer traditionellen Picantería in Arequipa mit regionalen Klassikern wie Rocoto Relleno oder Chupe de Camarones sowie eine kulinarische Entdeckungstour durch Lima, von den traditionellen Märkten über kleine, bei Einheimischen beliebte Huariques bis hin zu einigen der besten Restaurants der Welt.

PREGAS
Die PREGAS Redaktion veröffentlicht aktuelle Branchennews, Unternehmensmeldungen und Informationen aus Hotellerie, Gastronomie, MICE und Hospitality.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert