Berlin hebt ab – und dreht sich dabei ganz leise: In 207 Metern Höhe, hoch über den Dächern der Hauptstadt, verbindet das Sphere Tim Raue kulinarische Handschrift, ikonische Architektur und feinste Ingenieurskunst zu einem Erlebnis, das es in dieser Form kein zweites Mal in der Europäischen Union gibt. Auf dem Berliner Fernsehturm gelegen, ist das Restaurant offiziell das höchste Drehrestaurant der EU – und ein Ort, an dem sich Berlin nicht nur anschauen, sondern rundherum erleben lässt.
Wer im Sphere Tim Raue auf dem Berliner Fernsehturm Platz nimmt, sitzt nicht einfach an einem Tisch – sondern auf einer rotierenden Plattform in luftiger Höhe. Während Vorspeise, Hauptgang und Dessert serviert werden, dreht das Restaurant seine Runden um die eigene Achse. Draußen vor den spektakulären Panoramafenstern zieht Berlin vorbei: der Prenzlauer Berg, die Siegessäule, das Tempelhofer Feld, der Teufelsberg und ganz hinten und rundherum: Brandenburg. Die Dimensionen sind dabei ebenso beeindruckend wie präzise: Bei voller Auslastung bewegt der Drehmechanismus rund 20 Tonnen Masse – Gäste, Mobiliar und Technik inklusive. Und doch läuft alles ruhig, gleichmäßig und nahezu lautlos.
Ingenieurskunst aus dem Maschinenraum der Geschichte
Das Drehrestaurant ist ein technisches Meisterwerk aus der Bauzeit des Turms in den sechziger Jahren – und bis heute in seiner Originalkonstruktion erhalten. Der sogenannte Drehring liegt auf gummierten Rollen mit etwa 20 Zentimetern Durchmesser. Diese Rollen führen den Ring exakt entlang der äußeren Glasscheiben und sorgen dafür, dass die Bewegung absolut rund und stabil bleibt. Angetrieben wird das gesamte System von vier Elektromotoren mit jeweils 1,5 Kilowatt Leistung. Die Motoren selbst bleiben statisch – die Plattform gleitet gewissermaßen über sie hinweg. Das Ergebnis: eine gleichmäßige Rotation ohne Ruckeln, ohne Vibrationen, ohne spürbare Technik. Von null auf volle Geschwindigkeit beschleunigt das Restaurant in nur drei bis vier Sekunden. Die Rotation ist in zwei Stufen möglich: eine oder zwei vollständige Umdrehungen pro Stunde. Damit erleben Gäste während eines klassischen Restaurantbesuchs das komplette Berlin-Panorama – oft sogar mehr als einmal. Zweimal im Jahr steht der Turm für einen Wartungstag still. Dann werden Rollen geschmiert, geprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Diese Vorgänge und die gesamte Technik des Drehmechanismus bleiben für die Gäste unsichtbar. So hat die 360-Grad-Drehung in 207 Metern Höhe stets etwas Magisches.
Der höchste Genuss seiner Art in der EU
Das Prädikat „Höchstes Drehrestaurant der Europäischen Union“ ist kein Marketingversprechen, sondern ein faktisch belegbarer Superlativ. Er grenzt sich klar ab von Bergrestaurants, statischen Wolkenkratzer-Locations und rein geografischen Höhenangaben. Entscheidend ist die bauliche Höhe über dem Boden – und die aktive Rotation.
Was das Sphere Tim Raue von anderen spektakulären Aussichtslocations unterscheidet, ist die Kombination aus Höhe, Bewegung und Küche. Weltweit gibt es zwar noch höhere Restaurants – doch sie drehen sich nicht. Und innerhalb der Europäischen Union erreicht kein anderes Drehrestaurant diese Höhe. Dass ausgerechnet Tim Raue diesem Ort seine kulinarische Handschrift verleiht, ist kein Zufall: Es ist ein bewusstes Statement. Berliner Küche, neu gedacht. Bodenständig, präzise, überraschend. So wird aus dem technischen Wunderwerk hoch über der Stadt ein kulinarisches Ziel – und aus dem Blick nach draußen ein Erlebnis für alle Sinne.
Bildquelle: Berliner Fernsehturm (c) Magnicity


