Redaktion, Sonntag, 19. April, 2015

EU-Kommissar Günther H. Oettinger als erster „Weingenießer des Jahres“ geehrt

(PREGAS) Günther H. Oettinger, der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, ist am Samstag (18. April) als erster „Weingenießer des Jahres“ in Deutschland ausgezeichnet worden. Der in Brüssel tätige frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg habe „Sinn für Geist und Genuss“ und wisse den Augenblick, den Genuss und den Wein zu würdigen und zu schätzen, begründete Ulrich Maile, der Vorstandsvorsitzende der Lauffener Weingärtner eG, die Ehrung für den 61 Jahre alten, in Ditzingen aufgewachsenen  gebürtigen Stuttgarter.

Die Lauffener Weingärtner eG, Deutschlands wichtigster Schwarzriesling-Erzeuger, die größte Einzel-Genossenschaft mit der größten Fläche an terrassierten Steillagen und seit elf Jahren ununterbrochen laut DLG bester Weinerzeuger im Anbaugebiet Württemberg, wird die Auszeichnung künftig jährlich an eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens verleihen, die sich um den Wein verdient gemacht hat. Dotiert ist die Ehrung mit edlen Tropfen aus der Geburtsstadt von Friedrich Hölderlin, dessen Elegie „Brod und Wasser“ von Ulrich Maile, Lauffens Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und Baden-Württembergs Tourismus-Chef Andreas Braun als Laudator mehrfach zitiert wurde.

Deshalb erhielt Günther Oettinger von Ulrich Maile nicht nur eine Urkunde, sondern wurde als „Weingenießer des Jahres“ auch in Wein aufgewogen. 75 Kilogramm brachte der EU-Kommissar auf die Waage, was an Gewicht insgesamt 60 Flaschen Schwarzriesling, Trollinger, Riesling, Burgunder und Cuvée Cabernet ausmachte. Er werde mit den Lauffener Weinen in Brüssel und in seinem Kabinett weiterhin für den Württemberger Wein werben. 

In seiner Ansprache dankte Oettinger („wenn man geehrt wird, weiß man, dass man älter wird“)  für die Auszeichnung, die er gerne („sie heißt ja Weingenießer und nicht Weintrinker“) angenommen habe. Seinen Respekt vor den typischen Württemberger Weinsorten Trollinger, Lemberger und Riesling habe er einst bei „Nachsitzungen“ im Anschluss an abendliche Sitzungen politischer Gremien erworben. Obwohl der EU-Kommissar auch die edlen Sorten aus dem Piemont und aus Bordeaux schätzt, ist seine Liebe zum Trollinger („gleich nach dem Frühstück beginnt die Trollinger-Zeit“) ungebrochen.

In seinem politischen Ausblick auf die Zukunft des Weinbaus sagte der EU-Kommissar, die Digitalisierung des Weinsektors werde kommen. Außerdem empfahl er den Weingärtnern in Württemberg wie den Winzern in Baden, ein „digitales Namensrecht“ zur Sicherung der Namensrechte und dem Schutz ihrer Internet-Domain. Zur Flächenbegrenzung urteilte Oettinger, sie zu halten, heiße den Markt zu sichern. Er beglückwünschte außerdem die Lauffener Weingärtner zur Wahlkreis und Landkreis überschreitenden Fusion mit der WG Mundelsheim: „Wenn zwei Lebensfähige zusammen gehen ist dies besser, als wenn es zwei Todkranke tun.“

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Lauffens Ehrenbürger Heinz-Dieter Schunk, Weinbaupräsident Hermann Hohl und Eberhard Gienger (MdB), würdigte Andreas Braun die Verdienste von Günther Oettinger. Er habe als Ministerpräsident Enormes fürs Genießerland Baden-Württemberg, für die Wertschätzung regionaler Spezialitäten und für die Genusskultur im Südwesten getan. Ihm komme das Verdienst zu, dass Baden-Württemberg nicht nur als Auto- und Maschinenbau-Land wahrgenommen werde, sondern auch als Genießerland. Zu loben sei auch, dass Oettinger auf Auslandsreisen und jetzt in Brüssel, immer wieder Weine aus dem Südwesten mitgenommen und kredenzt habe. „Es kann auch nicht den geringsten Zweifel geben, dass gerade Sie es verdienen, von den Lauffener Weingärtnern in der Geburtsstadt von Friedrich Hölderlin als erster Weingenießer des Jahres ausgezeichnet werden“, betonte der Laudator.

Lauffener Weingärtner eG

Die Lauffener Weingärtner eG ist nach der Fusion mit der WG Mundelsheim mit einer Rebfläche von 870 ha und 1170 Mitgliedern sowie einem Umsatz von 19,01 Millionen Euro die größte Einzelgenossenschaft im Weinanbaugebiet Württemberg. Bei 106 ha verfügt Lauffen über die größte terrassierte Steillagenfläche in Württemberg. In den Großlagen Kirchenweinberg und Schalkstein sowie den Einzellagen Katzenbeißer, Käsberg, Mühlbächer und Rozenberg wachsen vor allem Schwarzriesling, Trollinger, Samtrot, Lemberger und Riesling. Der „Katzenbeißer“ ist bei den Verbrauchern in ganz Deutschland der bekannteste Württemberger Wein. Die Lauffener Weingärtner sind im DLG-Ranking seit elf Jahren ununterbrochen bester Weinerzeuger in Württemberg. Die Qualität der Lauffener und Mundelsheimer Weine wird von zahlreichen Auszeichnungen belegt. Neben dem Sieg im europäischen VINUM-Genossenschaftscup gab es den ersten und dritten Platz beim Deutschen Rotweinpreis, den zweiten Platz im Focus-Weintest, den Sieg beim Deutschen Lemberger-Preis „Vaihinger Löwe“, die Ehrung als „beste Jungwinzer-Vereinigung“ in Deutschland, den Jungwinzerpreis des Weinbauverbandes Württemberg sowie verschiedene Spitzenplatzierungen bei der ARTVINUM und der Berliner Weintrophy, bei Mundus Vini und Selection etc. Außerdem wurde Lauffener Wein und Sekt wiederholt beim Filmfestival Berlinale kredenzt.  

Weitere Infos:
Lauffener Weingärtner                                                      
Geschäftsführer Marian Kopp                                              
Im Brühl 48                                                                          
74348 Lauffen am Neckar                                                   
Tel.: 071 33 – 18 50                                                                     
E-Mail: service@wg-lauffen.de     

Pressekontakt:                                                   
Wolf M. Günthner                                                                                     
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Im Guckvor 15                                                                                               
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