Geschrieben von Holger Mayr, Montag, 19. Februar, 2018

Neue Kassen: Betrieb für die Zukunft aufstellen

Auf die neuen Anforderungen des Kassengesetzes hat bislang nicht einmal die Hälfte aller gastgewerblichen Unternehmen reagiert. Dabei bietet ein modernes, rechtssicheres Kassensystem auch strategische Vorteile.

(PREGAS/Mayr) Das gesamte Gastgewerbe ist in großer Aufruhr. Der Gesetzgeber lässt gefühlt keine Möglichkeit aus, neue Regelungen zu implementieren und damit den Verwaltungsaufwand und auch die Risiken für Hoteliers und andere Unternehmer mit Bargeschäft bisweilen substanziell zu erhöhen.

Im Mittelpunkt steht dabei natürlich das Kassengesetz. Die Forderungen sind deutlich: Kassen müssen digitale Daten manipulationssicher jederzeit auslesbar aufzeichnen. Ist das nicht der Fall, können die Fiskalbehörden teils drakonische Strafen verhängen. Verschärfend kommt hinzu, dass Betriebsprüfer seit Neuestem die Möglichkeit haben, bei Auffälligkeiten in der Kassenprüfung eine unangekündigte Kassennachschau durchführen zu können. Daraus kann auch eine außerordentliche Betriebsprüfung hervorgehen. Und das innerhalb der Geschäftszeiten und ohne Rücksicht auf mögliche Befindlichkeiten der Gäste.

Durch hochwertige Technik und eine seriöse, aufmerksame Kassenführung können gastgewerbliche und MICE-Unternehmer dies natürlich verhindern. Und die Industrie stellt genügend Lösungen zur Verfügung, den neuen Anforderungen professionell zu begegnen und sich Rechtssicherheit aufzustellen. Das Problem: Obwohl die digitalen Aufzeichnungspflichten schon seit Anfang 2017 gelten, hat sich erst rund ein Drittel der Unternehmen im Gastgewerbe auf diese neue Welt eingestellt. Will heißen: Weit mehr als 60 Prozent der Unternehmen operieren noch mit Kassensystemen, die eben nicht die geforderten Bedingungen erfüllen und daher in der Praxis angreifbar sind.

Es ist im Grunde unverständlich, weshalb sich Inhaber und Geschäftsführer solchen Risiken aussetzen. Denn es ist kein Hexenwerk, die Kassenführung so umzustellen, dass sie den neuen Anforderungen genügt. Entweder ein bestehendes Kassensystem kann umgerüstet werden. Oder aber es muss ein neues angeschafft werden. Das kostet zwar Geld, versetzt ein Unternehmen aber zugleich in die Lage, die technische Infrastruktur einmal anzupassen und für die Zukunft aufzustellen. Denn dies ist der zweite wesentliche Punkt: Eine moderne Kasse vereinfacht betriebliche Abläufe ganz erheblich. Sie kann mit der Buchungs-Software vernetzt werden, Gästedaten speichern, für Aktionen kurzfristig programmiert werden und, und, und. Ebenso ist es möglich, ein zentrales System mit Handgeräten wie Tablets auszustatten, um die Mobilität zu erhöhen, Kopfrechenfehler zu vermeiden und dem Gast auch zu zeigen, dass der Betrieb sich digital weiterentwickelt.

Es gibt genügend Beispiele aus Betrieben, die ihre Effizienz durch den Einsatz eines neues Kassensystems maßgeblich erhöht haben. Insbesondere in einer Zeit, in der immer weniger fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung stehen, ist dies ein herausragendes Merkmal.

Entscheidend ist, sich beraten zu lassen. Wer mit einem Profi zusammenarbeitet, kann unter Begleitung das richtige System mit den richtigen Features finden, das individuell wirklich passt. Nicht jede Kasse passt zu jedem Betrieb – es ist die Aufgabe des Beraters, die optimale Struktur zu entwerfen.


Image (adapted) by Pixabay


Über den Gastautor:

Holger Mayr - Edited

Holger Mayr ist Geschäftsführer von Neubacher Kassen + Waagen GmbH & Co.KG, einem Anbieter von Kassensystemen für Gastgewerbe, Handel und Dienstleistung mit Sitz in Alsdorf. Er ist im ganzen Bundesgebiet tätig und stellt seinen Kunden individuelle Lösungen zur Verfügung, um die gestellten rechtlichen, steuerlichen und strategischen Anforderungen bestmöglich zu erfüllen. Neubacher Kassen + Waagen arbeitet mit verschiedenen renommierten Herstellern zusammen. Weitere Informationen unter www.neubacher.info

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