Geschrieben von Manuel Wiegmann, Donnerstag, 1. März, 2018

Die Gesundheit der Mitarbeiter unterstützen

Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) bezeichnet eine besondere Form der arbeitgeberfinanzierten Absicherung für den Krankheitsfall. In der Praxis zeigen sich viele Vorteile.

(PREGAS/Wiegmann) So gut wie alle Branchen sind von Fachkräftemangel und Nachwuchssorgen betroffen. Aber besonders hart ist es für Hotel- und MICE-Unternehmen: Sie leiden – zu Unrecht – unter einem schlechten Ruf, besonders was Arbeitszeiten, Bezahlung und die Führungskultur angeht. Unternehmen sehen sich also einem besonderen scharfen Wettbewerb ausgesetzt und konkurrierenden in einem größer werdenden, mehr und mehr internationalen Markt um immer weniger interessierten Nachwuchs – und um die massiv schwindende Anzahl von echten Talenten, die später zu Führungskräften heranwachsen können.

Daher kommt der Incentivierung der Mitarbeiter eine maßgebliche Rolle zu. Unternehmen können durch spezielle Instrumente dafür sorgen, dass ihre Attraktivität im Markt steigt und sie von Bewerbern stärker wahrgenommen werden – im Wettbewerb kann dieser Wahrnehmungsvorsprung das entscheidende Kriterium dafür sein, dass ein Mitarbeiter einen Vertrag unterzeichnet.

Ein Beispiel: Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) bezeichnet eine besondere Form der arbeitgeberfinanzierten Absicherung für den Krankheitsfall. Während die gesetzliche Krankenversicherung immer mehr Leistungen einschränkt (und die private Vollversicherung aufgrund der Zugangsvoraussetzungen für viele Arbeitnehmer unerreichbar bleibt), eröffnet die betriebliche Krankenversicherung die Möglichkeit, für Mitarbeiter Module aus der privaten Krankenversicherung zur Verfügung zu stellen – und zwar als Bonus aufs Gehalt. Die Leistungen können von den Betrieben frei gewählt werden.

Typische Beispiele dafür sind Zahnzusatzversicherungen, zusätzliche Tarife für den stationären und ambulanten Bereich, Erweiterung der Krankentagegeldversicherung, Kostenübernahme für Vorsorgeuntersuchungen, Leistungen beim Heilpraktiker, Sehhilfen, eine Auslandsreisekrankenversicherung oder auch die Pflegevorsorge und sogar kurzfristige psychologische Beratung für Belegschaft und Angehörige.

Bei der bKV schließt der Arbeitgeber für seine gesamte Belegschaft oder einen Teil seiner Mitarbeiter bei einem privaten Krankenversicherer eine (modulare) Zusatzversicherung ab und übernimmt die Zahlung der Beiträge. Dabei handelt es sich um eine Versicherung für fremde Rechnung nach §§ 43ff. des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Die Ausgaben können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, zudem profitieren Unternehmen in der Regel von günstigeren Gruppentarifen.

In der Praxis hat sich die bKV als sinnvolles Instrument im Recruitment herausgestellt. Das gesundheitliche Zusatzangebot zeigt das Verständnis eines Unternehmens hinsichtlich seiner sozialen Verantwortung und zahlt in das Employer Branding ein. Das zieht motiviere Mitarbeiter an.

Und es stellt sich regelmäßig ein weiterer Vorteil heraus: Mitarbeiter nutzen die Angebote, um etwas
für die Gesundheit zu tun. In der Folge sinken die Krankenstände, und gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähige Mitarbeiter. Das alles ist mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich.


Image (adapted) by Pixabay


 

Über den Gastautor:

Manuel Wiegmann Manuel Wiegmann ist Finanzexperte und Berater für die finanzprofi AG mit Büros und Vertriebsmitarbeitern in ganz Deutschland. Sein Fokus ist die umfassende persönliche Absicherung seiner Mandanten. Für diesen Schutz sorgen er und sein Team mit individuellen und innovativen Konzepten rund um das Thema Finanzen. Im Rahmen des Widerrufs arbeitet Manuel Wiegmann mit einer international renommierten Gesellschaft zusammen.

Mehr Infos unter www.manuel-wiegmann.de; www.ihr-klv-check.de; https://finanzkun.de/berater/manuel-wiegmann/

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