Redaktion, Montag, 9. März, 2015

Kultmarke erlebt Renaissance: Treiber Bier kommt in die Kurpfalz zurück

(PREGAS) „Auch wenn ich eigentlich eher Weintrinkerin bin, so verbinde ich mit dem Treiber Bier doch jede Menge einprägender Erlebnisse in der Jugendzeit“, die Oggersheimer Ortsvorsteherin Barbara Baur lässt keinen Zweifel, dass Treiber Bier in der Kurpfalz bis vor wenigen Jahren eine bedeutende Rolle beim Feiern aller erdenklicher Festivitäten zugekommen ist. Zuletzt war es um die Marke mit dem einprägsamen roten T allerdings ruhiger geworden. Die Macher der Pfungstädter Brauerei aus Südhessen haben sich zum Ziel gesetzt, diesen Dornröschenschlaf der Kultmarke mit einem erfolgreichen Comeback zu beenden. Zu diesem Zweck haben die Bierbrauer aus der Nähe von Darmstadt das legendäre Treiber Pils nach altem Rezept wiederbelebt. Das Exportähnliche „1880“ – benannt nach dem Gründungsjahr der Brauerei Treiber – wird ab sofort ebenfalls wieder in den Läden zu kaufen sein. Ein Treiber Radler steht seit Anfang März zusätzlich im Angebot.

Der Braumeister und Geschäftsführer der Pfungstädter Brauerei, Markus Lopsien, machte deutlich, dass es bei der Rückkehr der Treiber-Biere ein großes Anliegen gewesen sei, möglichst authentisch die alten Rezepturen nachzuempfinden. „Bis ins letzte Detail ist das aber nicht immer möglich, denn auch die Ursprungsstoffe wie Gerste oder Hopfen wurden durch Neuzüchtungen über die Jahre modifiziert und schmecken heute ein wenig anders als vor zwanzig oder dreißig Jahren“, so Lopsien. Man habe aber den Treiber Ursprungsgeschmack beim Pils und dem „1880“ erhalten. Dem konnten die rund einhundert Gäste, die zur Bierpräsentation in die „Alte Turnhalle“ in Oggersheim gekommen waren, nur zustimmen. Von „Schmeckt genau wie damals“ bis „Das beste Bier, das ich in den letzten zehn Jahren getrunken habe“, war an den Tischen sehr viel Positives zur Rückkehr des Treiber-Geschmacks zu hören. Spontan meldete sich an dem Abend auch Hans Ulrich Neuber zu Wort, der Sohn des letzten Braumeisters bei Treiber, der drei Jahrzehnte lang den guten Ruf der Marke wesentlich mitbestimmt hatte. „Mein Vater wäre stolz, froh und glücklich, wenn er heute an diesem Treiber-Abend mit anwesend sein könnte“, so der Sohn.

Die Überlegungen der Pfungstädter Brauerei aus Vertriebssicht erläuterte Geschäftsführer Stefan Seibold. Die Marke sei absolut erhaltenswert, so der Vertriebsprofi, denn der Name Treiber habe in der der Kurpfalz immer noch einen sehr guten Klang. Die lange Tradition und der einprägsame Auftritt der vollmundigen Bierspezialitäten aus Oggersheim  zeige sich auch an dem regen Interesse, das die Marke Treiber außerhalb Deutschlands auslöse. Seibold berichtete von Interessenten an Treiber Bieren in den USA, China und etlichen Ländern Europas. Im russischen Sibirien steht Treiber schon seit einigen Monaten in vielen Verkaufsregalen. Über eine Handelsverbindung nach Osteuropa können heute schon Treiber Biere in über 1.000 Supermärkten im Osten Russlands gekauft werden. „Die russischen Bierliebhaber schätzen die naturnahen Zutaten, die hohe Brauqualität und den charaktervollen Geschmack beim Pils und dem 1880“, so Seibold.

Wann Treiber auch wieder im Brauereiausschank und frisch vom Fass zu haben sein wird, das hängt gegenwärtig auch ein wenig vom Publikumszuspruch in den nächsten Monaten ab. „Wenn Interesse besteht, auf Festen und in Gaststätten frisches Treiber zu genießen“, so Braumeister Lopsien, „so werden wir diesem Bedarf liebend gerne nachkommen und Treiber auch in Fässern liefern.“ Auch Saisonbiere wie etwa ein Bock  oder Ähnliches seien sehr gut vorstellbar. „Insgesamt sind wir sehr gespannt, wie die Rückkehr der Treiber Biere in Oggersheim und der Kurpfalz vom Verbraucher angenommen wird.“ Glaubt man den Reaktionen an diesem Abend in der „Alten Turnhalle“, so scheint einer Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der Treiber Biere nichts im Wege zu stehen.

Quelle: Pfungstädter Brauerei

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