Geschrieben von PREGAS Presseportal, Mittwoch, 14. Februar, 2018

Destillateur und Winzer vom See schreibt Erfolgsgeschichte

(PREGAS) Er ist ein Hagnauer Urgestein, der Heiner Renn. Mit seiner bestimmten, mitunter auch etwas eigensinnig anmutenden Art, dem Mut, neue Wege zu gehen, fortschrittlichen Ideen und unternehmerischem Gespür hat er den Burgunderhof in Hagnau zu dem gemacht, was er heute ist. Über die Grenzen hinweg genießen seine feinen Weine und edlen Brände höchste Anerkennung.

Nicht nur als Destillateur und Winzer hat sich Renn einen Namen gemacht. Sein kleines, exklusives Bio-Hotel in schönster Lage über dem Bodensee mit Blick auf die Alpen ist ein beliebtes Reiseziel für Erwachsene, die pure Erholung suchen. Stets an seiner Seite und gute Seele des Burgunderhofs ist seine Frau Andrea Renn. Gemeinsam haben sie den Burgunderhof mit viel Herzblut stetig weiterentwickelt.

Die Erfolgsgeschichte von Heiner Renn begann 1977, als er mit nur 25 Jahren den landwirtschaftlichen Betrieb von seinem Vater übernahm und zusammen mit seiner Frau Andrea eine neue Ära einläutete. Er begann den Hof, der auf Viehzucht und Ackerbau ausgerichtet war, auf Wein- und Obstbau umzustellen. Den Standort aus dem beengten Dorf verlagerte er hinaus in eine der schönsten Hanglagen Hagnau‘s, um dort einen modernen Betrieb nach seinen Vorstellungen aufzubauen. Angegliedert wurde auch ein kleiner Gästebetrieb für Ferien auf dem Lande, um den sich Andrea Renn von Beginn an mit Leidenschaft kümmerte.

Als weiteres Standbein neben dem Traubenverkauf an den Winzerverein und den Einkünften des Gästebetriebs führte Heiner Renn die Brenntradition seiner Vorfahren mit so großem Erfolg fort, dass er heute zu einem der besten Destillateure am Bodensee zählt. 1990 gipfelten seine Brennkünste in der hohen Auszeichnung ‚König der Destillateure‘, die er vom Feinschmecker Magazin verliehen bekam. Mit seinem edlen Tresterbrand behauptete er sich im internationalen Vergleich erfolgreich gegen zahlreiche Grappas aus Italien und Marcs aus Frankreich und wurde als bester Trester gekrönt. War der Tresterbrand in den 1990er Jahren noch vielerorts verpönt, gehört er heute dank Renn zum festen Angebot in der Gastronomie. Der Erfolg seiner Destillate beruht auf vielen kleinen Faktoren. Wichtig sei die Qualität der Früchte, so Renn, auch die Gärung oder die Hefe. Mit seinen edlen Bränden beliefert er heute renommierte Häuser, wie die Sansibar auf Sylt oder der Stanglwirt bei Kitzbühel.

Nicht nur mit Obstbränden erzielt Heiner Renn große Erfolge, sondern auch seine Bio-Weine wurden mehrfach prämiert. Vor 25 Jahren noch war der Burgunderhof das erste ökologisch arbeitende Weingut am Bodensee. Renn stieß damals mit seiner Idee des biologischen Weinbaus vielerorts auf Kopfschütteln. Dennoch ging er unbeirrt seinen Weg. Mit 40 Jahren begann der ehrgeizige Hagnauer mit der Herstellung eigenen Weins. Über Learning by Doing, wie er heute sagt, entwickelte er sich innerhalb von 5 Jahren zu einem erfolgreichen Bio-Winzer, dessen Weine allesamt mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden.

Ähnlich positiv wie die Destillerie und das Weingut entwickelte sich der Fremdenverkehr auf dem Burgunderhof. Gestartet als Gästebetrieb für Ferien auf dem Lande überzeugt das heutige Hotel Garni mit einem gehobenen Ausstattungsstandard. Aber nicht nur das: Am Frühstücksbuffet sind ausschließlich biologische Lebensmittel zu finden. In allen Bereichen wird größter Wert auf die Verwendung regionaler Erzeugnisse gelegt. Eine Solarthermie sorgt für die angenehme Temperierung des Swimmingpools, denn Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben auf dem biozertifizierten Burgunderhof einen sehr hohen Stellenwert. Mehrfach wurde das Haus ausgezeichnet. Seit 2012 zählt das Hotel offiziell zur Riege der Bio-Hotels.

Doch das Glück der Familie wurde 1998 durch einen schweren Schicksalsschlag getrübt. Sohn Daniel Renn, der an der Fachhochschule in Geisenheim Weinbau und Önologie studierte, verunglückte 21-jährig tödlich bei einem Verkehrsunfall. In Gedenken an ihn riefen die Eltern die ‚Daniel Renn Stiftung‘ ins Leben, die junge Fachkräfte aus dem Weinbausektor darin unterstützt, sich in den USA weiterzubilden. Daniel Renn hatte vor seinem Unfall selbst ein Praktikum bei einem bekannten Winzer im Nappa Valley absolviert. Trotz des schmerzvollen Erlebnisses haben es Andrea und Heiner Renn gemeinsam mit ihrer Tochter Julica geschafft, nach vorne zu blicken und ihren Weg konsequent weiterzuverfolgen.

Vor mittlerweile drei Jahren ist Tochter Julica in das Unternehmen eingestiegen und arbeitet in allen Bereichen verantwortlich mit. Die ehemalige Badische Weinprinzessin widmet sich nach ihrem erfolgreichen Studium an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen mit Leib und Seele ihren Aufgaben auf dem Burgunderhof. Mit einer eigenen Gin-Kreation, dem MILE HIGH Gin, hat Julica Renn ihr eigenes Start-up Unternehmen gegründet und tritt damit erfolgreich in die Fußstapfen ihres Vaters. Die ungewöhnliche junge Frau hat vielen Facetten. Ausgestattet mit einer guten Portion Unternehmergeist und einem hervorragenden Gespür für Marketing, beweist sie sich zusätzlich als begabte Destillateurin und leidenschaftliche Helikopterpilotin.

Mit Mut, hoher Investitionsbereitschaft und Kreativität haben Andrea und Heiner Renn ihren Hof immer wieder neu erfunden und ihre Ziele verwirklicht. Das Ehepaar kann mit viel Stolz auf ihr Lebenswerk blicken. Die nächste Generation ist mit Tochter Julica bereits in das Unternehmen eingestiegen und sichert mit Zielstrebigkeit und eigenen, zukunftsfähigen Ideen den Fortbestand des Burgunderhofs als Familienbetrieb.


Image (adapted) by Burgunderhof Hagnau


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