PREGAS Presseportal, Mittwoch, 16. Januar, 2019

Mischfonds: Ordentliche Erträge fürs Alter erwirtschaften

Hoteliers und MICE-Unternehmer müssen sich vollständig selbst um ihr Ruhestandsvermögen kümmern. Ein Instrument dafür können Mischfonds sein, die Wachstumschancen aus Aktien etc. mit Erträgen aus risikoärmeren Anlagen kombinieren.

Die Debatte über die private Altersvorsorge hat in den vergangenen Jahren stark an Fahrt aufgenommen. In wenigen Jahrzehnten wird das durchschnittliche Rentenniveau bei unter 40 Prozent des letzten Einkommens liegen – und überhaupt ist das staatliche Ruhestandseinkommen gedeckelt, aktuell sind dies etwa 2700 Euro. Und Unternehmer und Selbstständige (wie Hoteliers und MICE-Unternehmer) erwerben in der Regel überhaupt keine Ansprüche auf eine gesetzliche Rente: Sie müssen sich vollständig selbst um ihr Ruhestandsvermögen kümmern.

Was das in Zahlen heißt? Die internationale Finanzgesellschaft Fidelity International beispielsweise hat kürzlich errechnet, dass künftige Ruheständler in Deutschland bis zum Alter von 67 Jahren rund das Zehnfache ihres Bruttojahreseinkommens angespart haben müssten, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Dafür wäre es nötig, rund 21 Prozent des Bruttoeinkommens des gesamten Erwerbslebens zurückzulegen.

Jetzt kann jeder Hotelier und MICE-Unternehmer selbst errechnen, was diese Musterberechnung für sie bedeutet – allein ein durchschnittliches Jahresgehalt von 100.000 Euro als Unternehmer führt zu einem Kapitalbedarf von eine Million Euro. Um dies zu erreichen, ist eine strukturierte Vermögensverwaltung notwendig, die Rendite möglich macht, Risiken begrenzt und nicht durch hohe Honorare und Gebühren durch ständige Kapitalmarkttransaktionen mühsam aufgebaute Gewinne aufzehrt.

Zugleich möchten Profis aus dem Gastgewerbe die Geldanlage so einfach wie möglich halten, das belegt die Praxis immer wieder. Und so landen Investoren regelmäßig bei Fonds. Insbesondere Mischfonds stehen dabei im Fokus. Das ist ein Investmentfonds, der in mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Geldmarkttitel, Rohstoffe, Edelmetalle und Immobilien gleichzeitig anlegen kann. Ein Mischfond kombiniert damit Wachstumschancen von riskanteren Anlagen wie Aktien mit Erträgen aus risikoärmeren Anlagen wie Anleihen. Dabei wird die Aktienquote in der Regel zwischen 0 und 100 Prozent gesteuert, je nach Marktlage und den Erwartungen des Fondsmanagements. Dies gibt dem Fondsmanager einen größeren Anlagespielraum und gewährleistet, dass über die Jahre hinweg durchschnittlich ordentliche Erträge erwirtschaftet werden.



Viele Mischfonds stellen sich auch bei ihrer Zusammensetzung nach Branchen und Ländern sehr breit auf. So investiert beispielsweise der „Strategie Welt Select“ (ISIN / WKN: DE000A0DPZG4 / A0DPZG) in Werte aus rund einem Dutzend Ländern auf der ganzen Welt und einer Vielzahl von Industrien und Dienstleistungen – und hat es so geschafft, im Vergleich zum deutschen Aktienindex Dax und dem Euro Stoxx im vergangenen Jahr weit weniger schlecht abzuschließen. Denn auch das ist ein Ansatz von Mischfonds: Sie sind nicht immer ganz vorne mit dabei, wenn die Kurse steigen – begrenzen aber auch spürbar den Schaden, den fallende Börsen den Anlegern zufügen können. Im Durchschnitt sind Rendite zwischen drei und fünf Prozent jährlich bei einem professionell strukturierten Mischfonds möglich.

Entscheidend ist, dass Unternehmer aus Hotellerie und MICE sich genau mit den Anlagekonzept eines Fonds auseinandersetzen. Passen die Ausrichtung und die Strategie mit den Vorstellungen des Anlegers zusammen? Welcher Anlagezeitraum ist gewünscht, und wie können bestimmte Schwankungsbreiten verkraftet werden? Und was kostet der Fonds eigentlich – sind die Gebühren so niedrig, dass sie auch in wirtschaftlich schwächeren Zeiten keine allzu große Belastung herstellen und in Kombination mit der Inflation nicht jede Rendite auffressen? Wenn diese Fragen mit Blick auf einen entsprechenden Fonds beantwortet sind, ist der erste Schritt getan – und der Anlageerfolg für den Ruhestand kann kommen.


Über den Autor

Marco Bätzel

Marco Bätzel


Marco Bätzel ist Direktor und Portfoliomanager der unabhängigen Düsseldorfer Vermögensverwaltung WBS Hünicke Vermögensverwaltung. Mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Verwaltung größerer Privatvermögen, eine besondere Kapitalmarktexpertise und die völlige Unabhängigkeit von Banken, anderen Finanzdienstleistern und Vertriebsprovisionen zeichnen die Vermögensverwaltung aus, die mit dem „Strategie Welt Select“ und dem „Strategie Welt Secur“ auch zwei vermögensverwaltende Fonds managt. Mehr Infos unter www.wbsh-vv.de


Image (adapted) Pixabay


Abstimmung

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen? Stimmen Sie jetzt ab:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.





Beiträge von Gastautoren


Hotellerie: Steuerliche Fehler im Unternehmen bergen große Gefahren

Artikel lesen

Für Hoteliers und Co.: Digitale Vermögensverwaltung setzt auf aktives Management

Artikel lesen

Digitalisierung in der Hotellerie

Artikel lesen