PREGAS Presseportal, Donnerstag, 16. Mai, 2019

Im Gastgewerbe kann ein neues Konzept über die Zukunft entscheiden

Die Praxis zeigt, dass es im Gastgewerbe ganz verschiedenen Formen von Restrukturierungen geben kann. Oftmals hängen konzeptionelle, strategische und betriebswirtschaftliche Fragestellungen aber eng zusammen. Dann kommt es auf eine Beratung an, die hochkarätige fachliche Expertise mit einer umfassenden Marktkenntnis vereint.

Viele Hoteliers, Gastronomen und MICE-Unternehmer stehen irgendwann an einem Punkt, an dem sie sich gegen die Vergangenheit und für die Zukunft entscheiden müssen. Dann ist das angestammte Konzept nicht mehr tragfähig, die Gäste bleiben aus, die Umsätze gehen zurück. Das ist eine strategisch und betriebswirtschaftlich eine schwierige Situation, denn Unternehmer müssen dann zügig an verschiedenen Punkten angreifen, um die Zukunft zu sichern.

Sicherlich, von einer Insolvenz wird bei den meisten gastgewerblichen Betrieben keine Rede sein, aber von zurückgehenden Gewinnen und dem Verbrauch von Rücklagen allemal. Das darf sich natürlich nicht einpendeln, weil das Unternehmerdasein sonst wenig Spaß macht. Die Lösung: Eine Restrukturierung muss her, aber eben nicht im Sinne von großangelegten rechtlichen und strukturellen Veränderungen, die oftmals mit Entlassungen, Betriebsaufspaltungen oder Teilverkäufen von Unternehmen einhergehen. Sondern vielmehr steht im Fokus, dass gastgewerbliche Unternehmer einen neuen Ansatz für ihren Betrieb finden und dadurch am Markt wieder neu durchstarten können.

Die Praxis zeigt, dass es ganz verschiedenen Formen von Restrukturierungen geben kann. Während bei dem einen Gastronomen schon ausreicht, den Innenraum zu modernisieren und die Karte etwas aufzufrischen, muss der nächste schon das gesamte Marketing umstellen, um die richtigen Zielgruppen zu erreichen. Und der Hotelier im Landhotel muss vielleicht das Konzept generell auf den Prüfstand stellen, weil seine Stammgäste überaltern und neue Gästegruppen mit einem eher gestrigen Konzept nicht mehr anzusprechen sind, während der MICE-Unternehmer schnellstens eine umfassende technische Modernisierung der Tagungsräume vornehmen muss, weil das WLAN zu langsam ist, Whiteboards ein Fremdwort sind und die Leinwände zur Übertragung die Größe von Fernsehern haben.

Das sind völlig verschiedene Anforderungen, aber jede einzelne muss zwingend angepackt werden – denn wenn ein Unternehmer diese Flanke nicht schließt, kann dies die Zukunft kosten. Wichtig ist, dass der konzeptionell-strategische Restrukturierungsbedarf individuell analysiert und dann entsprechend angegangen wird. Nicht möglich ist ein vorgefertigtes Konzept zur Restrukturierung – denn diese wird niemals den tatsächlichen Bedarf berühren und dementsprechend ins Leere laufen. Diese Restrukturierung folgt einem mehrstufigen Prozess: Zunächst muss das Problem schonungslos analysiert werden, woraufhin dann eine Marktanalyse erfolgt, um das Unternehmen im jetzigen Stand einzuordnen und erste Ideen für die Zukunft zu erhalten. Daraus wird dann, in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmer, die strategische Neuausrichtung erarbeitet, die die bisherigen Probleme löst und den Knoten für die kommenden Jahre zerschlägt.

Dies geht natürlich auch mit einer betriebswirtschaftlichen Neustrukturierung einher. Schließlich müssen Prozesse und Planungen angepasst werden, in der Regel benötigt eine Restrukturierung auch Investitionen, die vorbereitet und möglicherweise finanziert werden müssen. Die Bank braucht dann passende Zahlen und Prognosen für die Zukunft – und der Unternehmer braucht eine Struktur für eine adäquate Führung des Betriebs unter dem neuen Konzept.

Das ist für Unternehmer in der Regel alleine nicht möglich, sondern nur mit fachlich einwandfreier Beratung. Das bedeutet, dass der Berater konzeptionelle und betriebswirtschaftliche Stärke genauso mitbringen muss wie praktische Erfahrung in der Neuausrichtung von Hotels, Restaurant und MICE-Unternehmen und eine umfangreiche Marktkenntnis. Nur dann kann er abschätzen, was tatsächlich von den Gästen gefordert ist und welches Konzept sich wie in den Zielgruppen positionieren lässt.


Über den Autor

Autoren (5)
Andreas Graf ist Geschäftsführer der HMS GmbH – Hospitality Management Solutions, einer Beratungsgesellschaft mit Sitz in Mönchengladbach, die sich auf die Beratung von Planungsbüros, Investoren, Hotelinhaber, Hotelketten, Tourismusunternehmen, Städte und Gemeinden hinsichtlich der Konzeption und Umsetzung von gastgewerblichen und touristischen Projekten spezialisiert hat. Weitere Informationen unter www.h-m-s.gmbh




Bildquelle: Canva


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