PREGAS Presseportal, Donnerstag, 14. März, 2019

Hotellerie: Pauschaldotierte Unternehmenskasse als Alternative

Nahezu jedes zweite Unternehmen plant, seine betriebliche Altersversorgung (bAV) auszubauen oder anzupassen. Dabei kann es Sinn ergeben, auch einmal über einen alternativen Durchführungsweg wie die pauschaldotierte Unternehmenskasse nachzudenken.

Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll die betriebliche Altersvorsorge (bAV) in Deutschland gesetzlich gefördert werden. Jeder Arbeitnehmer hat demnach Anspruch darauf, mit staatlicher Förderung in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen und so sein Ruhestandseinkommen weiter auf- und auszubauen. Die Bundesregierung zielt mit dem BRSG darauf ab, die Betriebsrente insbesondere auch in kleinen und mittleren Unternehmen weiter zu verbreiten. Auch für Beschäftigte mit geringem Einkommen soll durch das Gesetz ein Anreiz zur zusätzlichen Altersvorsorge geschaffen werden.

Hotellerie und Gastronomie, aber auch Tagungsunternehmen sind davon gleichermaßen betroffen. Und für die Mitarbeiter ist die bAV ein wichtiger Bonus, um zusätzliches Vermögen für den Ruhestand aufzubauen. Denn aus eigenen Mitteln aus versteuertem Einkommen ist die oftmals nicht möglich.

Dass das Ansinnen der Bundesregierung wirkt, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Beratungsgesellschaft Willis Towers Watson. Nahezu jedes zweite Unternehmen plant demnach, seine betriebliche Altersversorgung (bAV) auszubauen oder anzupassen. Zum Vergleich: Im März 2017 wollten noch zwei Drittel der Unternehmen ihre bAV lassen, wie sie war.

Doch bAV ist nicht gleich bAV – und die Umsetzung des BRSG kann ein guter Anlass sein, über den richtigen Durchführungsweg nachzudenken und zu analysieren, auf welche Art und Weise man den größten Mehrwert für die Beschäftigten und das Unternehmen schaffen kann. Nicht immer sind die traditionellen Wege wie Direktversicherung oder Pensionskasse die optimalen Lösungen, und selbst die Direkt- beziehungsweise Pensionszusage hat bei allen Vorteilen auch eklatante Nachteile für Unternehmen. Es fehlen beispielsweise die rückwirkenden Bilanzierungsmöglichkeiten, und die flexible Nutzung der Beiträge ist ebenso nicht gegeben.



Gerade vor dem Hintergrund, die betriebliche Altersversorgung anpassen oder vielleicht sogar restrukturieren zu wollen, gewinnt die pauschaldotierte Unternehmenskasse immer mehr an Bedeutung. Schließlich eröffneten sich dadurch Chancen für ein Unternehmen, eine optimierte Versorgung der Mitarbeiter im Alter zu gewährleisten und zugleich die eigenen betriebswirtschaftlichen Ergebnisse zu verbessern: Die pauschaldotierte Unternehmenskasse ist sehr flexibel, lässt sich hoch dotieren, wird durch den Pensions-Sicherungs-Verein abgesichert und ist völlig unabhängig von Produktlösungen. Unternehmen, die über diese rechtlich und steuerlich eigenständige Einrichtung verfügen, können die als Betriebsausgaben begünstigten Dotierungen im Unternehmen direkt als Working Capital halten und dementsprechend für die eigenen Zwecke benutzen. Auf diese Weise wird die Liquidität steuerlich begünstigt erheblich erhöht.

Das Geld kann beispielsweise direkt in unternehmerische Aktivitäten reinvestiert oder auch über eine Vermögensverwaltung am Kapitalmarkt angelegt werden. Dadurch generieren Unternehmen die Liquidität, die sie benötigen, um späterhin ihren Verpflichtungen aus der pauschaldotierten Unternehmenskasse nachzukommen. Vor allem durch unternehmerische Investitionen – ob in einen neuen Wellness-Bereich, eine Modernisierung der Zimmer oder neue Technik für den Tagungsbereich – können ordentliche Zusatzgewinne erzielt werden. Die Dotierungen der pauschaldotierten Unternehmenskasse werden mit drei Prozent jährlich verzinst. Die Überrendite ist also direkter Betriebsgewinn oder aber kann zur Rückstellung dienen, um die pauschaldotierte Unternehmenskasse auch in schwierigen Zeiten abzusichern.

Wichtig ist, ein individuelles Konzept zu finden und sich professionell beraten zu lassen. Die Implementierung der pauschaldotierten Unternehmenskasse ist eine reine Beratungsleistung.


Über den Autor

Frank Strehlau

Frank Strehlau


Frank Strehlau ist Vorstandsvorsitzender der bacon pension trust AG. Die Unternehmensberatung aus Berlin begleitet Unternehmen bei der Errichtung und beim laufenden Management pauschal dotierter Unternehmenskassen im Mittelstand. Dafür haben die Experten das rechtlich geschützte System des corporate cash fund® als betriebswirtschaftlich erfolgreichsten Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge entwickelt. Weitere Informationen unter www.bacon-pension-trust.ag




Image (adapted) Pixabay


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