Geschrieben von PREGAS Presseportal, Montag, 4. März, 2013

Mindestlohn in der Gastronomie / Mindestlohn Hotellerie! Ist der Mindestlohn in der Gastronomie und Hotellerie ein Fluch oder Segen?

(PREGAS) Auf allen politischen Ebenen wird derzeit über einen flächendeckenden Mindestlohn diskutiert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine klare Tendenz erkennbar, welche uns die Einführung einer Mindestlohngrenze von 8,50 € in naher Zukunft verspricht.

Für die Einen ein Segen, für die Anderen ein Fluch?! Für eine sehr breite Masse in der Bevölkerung ist die Einführung der Mindestlohngrenze eine längst überfällige Entscheidung der Regierung. Zu Zeiten von Lohndumping und sittenwidrigen Löhnen steigen bei vielen Angestellten in der Gastronomie und Hotellerie die Hoffnungen auf eine gerechtere Entlohnung. Für viele Mitarbeiter ist die Einführung der Mindestlohngrenze von 8,50 € also in jedem Fall als Segen anzusehen.

Aber was ist mit den Unternehmen? Unsere Erfahrungen zeigen, dass gerade die Lohnstruktur der Gastronomie und Hotellerie in den neuen Bundesländern und in ländlichen Regionen sehr niedrig angesiedelt ist. Die Gründe dafür liegen aber meist nicht in der Gier nach mehr Profit, sondern vielmehr im Überlebenskampf der Unternehmen. Die derzeitige Situation vieler Gastronomen und Hoteliers ist schon jetzt als angespannt zu bezeichnen, da bedingt durch stetig steigende Energie- und Warenpreise die Gewinnspanne immer geringer wird oder  teilweise gar nicht mehr vorhanden ist. Dies stellt unseren jetzigen IST-Zustand dar, wobei in der Tat keine Spitzenlöhne gezahlt werden. Was geschieht nun, wenn sich die Personalkosten in kürzester Zeit um 35 % erhöhen?

Die Gastronomie und Hotellerie gehört neben der Baubranche zu den auffälligsten Branchen im Bereich Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit. Der Zoll geht seit einiger Zeit immer stärker gegen die Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit vor. Aber warum kommt es überhaupt zu einer so hohen Beschäftigung von Schwarzarbeitern und Scheinselbständigen? Der Grund liegt nicht selten an den gestiegenen Lohnnebenkosten, welche viele Unternehmen einfach nicht mehr tragen können um weiterhin rentabel zu wirtschaften. Oft werden Vollzeitmitarbeiter in der Gleitzone angemeldet und bekommen noch einen bestimmten Betrag als Schwarzlohn ausgezahlt. Viele Unternehmen gehen somit ein hohes Risiko ein und machen sich natürlich mit den genannten Verfahrensweisen strafbar.

Es bleibt abzuwarten wie sich die Einführung eines Mindestlohns in der Gastronomie und Hotellerie auswirken wird. Fest steht jedoch, dass schon jetzt viele Unternehmen mit Ihren Personalkosten am Limit wirtschaften und jede Erhöhung in diesem Bereich an den Gast weitergegeben werden muss um weiterhin rentabel zu wirtschaften. Ob eine angemessene Preiserhöhung in der Gastronomie von den Gästen angenommen wird, bleibt abzuwarten.

Wir sind gespannt auf eurer Meinung.

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