Geschrieben von Thomas Sablotny, Dienstag, 28. November, 2017

Weiche Faktoren für den Unternehmenserfolg entwickeln

Hotellerie- und MICE-Unternehmer sollten ihre Strukturen auch an den Soft Skills ausrichten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Gerade die Führung muss dies beherzigen, wie Studien zeigen.

(PREGAS/Thomas Sablotny) Weiche Faktoren innerhalb der Unternehmenskultur sind gerade in handfesten Branchen wie Hotellerie oder auch MICE oftmals eher zweitrangig. Es kommt den Managern auf Performance, auf Durchhaltevermögen an, und daran entscheiden sich auch in der Regel die Aufstiegschancen. Aber fürs Betriebsklima, für die Weiterentwicklung der Mitarbeiter, fürs Employer Branding und die Verweildauer von dringend benötigten Fachkräften spielen die weichen Faktoren eine herausragende Rolle.

Unternehmenskultur ist keine Nettigkeit: So vermeintlich butterweiche Faktoren wie der menschliche Umgang, Haltungen und Werte entscheiden schnell knallhart darüber, ob Unternehmen im internationalen Wettbewerb den Anschluss halten können oder verlieren“, heißt es dementsprechend im Kontext einer Studie Comteam. Der Beratungs- und Weiterbildungsanbieter befragte dafür 548 Fach- und Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Studie zufolge liegt „Führung“ auf Platz eins der Faktoren, die für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens verantwortlich sind. Auf Rang zwei und drei folgen weitere weiche Faktoren: „Anerkennung und Kritik“ und „Umgang mit den Mitarbeitern“. Aber: In der Praxis ist der Umgang mit diesen Soft Skills den Studienergebnissen zufolge allerdings verbesserungswürdig, kommentiert ein Artikel die Ergebnisse: „Weniger als 40 Prozent der Studienteilnehmer geben an, mit Führung, Anerkennung und Kritik in ihrem Unternehmen zufrieden oder sehr zufrieden zu sein.“

Das bestätigt die Praxis die Einschätzung von Comteam schon lange: Ohne weiche Faktoren lässt sich unternehmerischer Erfolg nicht herstellen. Misserfolge liegen zumeist darin begründet, dass die Teams nicht funktionieren, sei es auf Arbeit- oder auf Führungsebene oder sogar auf beiden. Fehlende oder falsche Kommunikation, mangelnde Akzeptanz für unpopuläre Entscheidungen, Vertrauensverluste und Kompetenzschwierigkeiten sind nur einige der Aspekte, die in Teams für Unfrieden sorgen und damit wirtschaftliche Erfolge gefährden beziehungsweise dauerhaft verhindern können.

Dementsprechend bedeutet Führung nicht, Befehle von oben nach unten einfach fallen zu lassen. Arbeitgeber stehen demnach vor der Aufgabe, Mitarbeiter und Führungskräfte für die Arbeit im Team zu motivieren, die Dynamik zu fördern und die Kommunikation und Kooperation zu verbessern. Ist das der Fall, steigen die Ergebnisse nachhaltig: Jeder Mitarbeiter kennt seinen Platz und seine Aufgabe, ist sich seiner Rolle gewiss und kann sich mehr oder weniger „blind“ auf das Team und die Führung verlassen. Dadurch entstehen Höchstleistungen bei gleichzeitig sinkenden Krankenständen und Wechselquoten.

Das heißt konkret: Hotellerie- und MICE-Unternehmer sollten ihre Strukturen auch an den Soft Skills ausrichten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.


Image (adapted) by Pixabay


 

Über den Gastautor:

thomas-sablotny2

 

Thomas Sablotny ist Inhaber von hoch3 – Klassenfahrten und Gruppenprogramme und Kobon – Team –Training – Incentive und entwickelt für Unternehmen ganz gleich welcher Branche und Größe individuelle Programme mit einem Fokus auf Indoor- und Outdoor-Trainingsprogramme, die dem Motto folgen: „Wir schaffen Erlebnisse mit Ergebnissen.“ Diese Programme führen hoch3 und Kobon sowohl an den eigenen Standorten als auch bei den Auftraggebern sowie an deren Wunschstandorten durch. Thomas Sablotny kooperiert mit Hotels in ganz Deutschland und entwickelt passgenaue Programme für Teambuilding, Teamentwicklung und Stressabbau. Weitere Informationen: www.hochdrei.de und www.kobon.de





Beiträge von Gastautoren


Am Jahresende einen Überblick verschaffen

Artikel lesen

Unfälle können schwerwiegende Konsequenzen haben

Artikel lesen

Alle reden vom Essen – doch keiner spült ab!

Artikel lesen