Geschrieben von Thomas Sablotny, Freitag, 17. November, 2017

Nett zu Mitarbeitern sein? Auf jeden Fall!

Die Feldherren unter den Hoteliers und Gastronomen werden in Zukunft immer weniger Mitarbeiter haben, die sie herumscheuchen können. Wer hingegen auf Kooperation und Kommunikation setzt, wird Erfolg bei den Mitarbeitern und den Gästen haben.

(PREGAS/Thomas Sablotny) Wer sich mit dem Gastgewerbe intensiv beschäftigt, lernt im Laufe der Zeit auch viele Hoteliers und Gastronomen kennen. Überzeugte Unternehmer, gewiss, mit Ideen, Leidenschaft und einem Händchen als Gastgeber; aber auch zugleich regelmäßig eher „traditionell“ in ihrer Mitarbeiterführung unter dem Motto „Mir hat ein ruppiger Umgang in der Lehre nicht geschadet, warum soll das heute jungen Leute schaden?“. Ja, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, ob eine eher kurze Leine einem Lehrling Und/oder jungen Mitarbeiter schadet oder nicht, sei ebenso dahingestellt. Aber festzuhalten ist eines: Wer als gastgewerblicher Unternehmer heute seine (jungen) Angestellten knechtet und vom Feldherrenhügel herab mit der Peitsche kommandiert, wird selbst ein Problem bekommen und in der Zukunft niemanden mehr haben, den er „nach alter Väter Sitte“ herumscheuchen kann.

Warum? Weil es immer weniger junge Menschen gibt, von dieser kleiner werdenden Gruppe sich immer weniger für eine Lehre im Gastgewerbe entscheiden – und die, die es tun, können sich die Betriebe aussuchen. Die Transparenz der modernen Informationsgesellschaft und Kommunikationsgesellschaft lässt grüßen: Was wird wohl passieren, wenn Auszubildende bei Facebook, in der Berufsschule, im Freundeskreis über die Methoden eines Betriebs berichten? „Big dislike“! Und schon werden die Bewerbungen weniger und weniger, solange, bis der Unternehmer gar nicht mehr alle notwendigen Stellen besetzen kann. Und dann kostet seine Haltung ihn Geld, nicht zu wenig, wohlgemerkt. Zumal Studien beweisen, dass sich schlechte Stimmung im Team immer auf die Arbeitsergebnisse niederschlägt. Wenn die Mitarbeiter verschreckt durchs Hotel schleichen, merken das die Gäste und werden ihre eigenen Schlüsse ziehen.

Hoteliers und Gastronomen sind dringend beraten, daher eine moderne, zukunftsorientierte Art der Führung zu wählen. Die Stichworte heißen Kooperation und Kommunikation. Kommunikation schafft Offenheit, Transparenz für Entscheidungsprozesse und Vertrauen in die Führung: Mitarbeiter fühlen sich viel stärker abgeholt, wenn sie alle wichtigen Informationen erhalten, sich ein eigenes Bild machen können und nicht dauerhaft nur vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Kommunikation bedeutet, ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitarbeiter zu haben, bedeutet, den verbalen und non-verbalen Austausch niemals abreißen zu lassen.

Und Kooperation zeigt Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber und zahlt in deren Wunsch ein, Mit-Unternehmer, Mit-Denker, Mit-Gestalter zu sein. Kooperative Führung trägt den Team-Gedanken nach vorne, sodass die Führungskraft/der Unternehmer immer Mitglied des Teams ist und die anderen Team-Mitglieder sich an ihm orientieren können. Ein kooperativer Chef steigt von seinem Feldherrenhügel herab und achtet seine Mitarbeiter auf Augenhöhe, um sie damit zu besseren Leistungen zu bewegen.

Am Ende des Tages bringen Kooperation und Kommunikation dem Hotelier oder Gastronomen vor allem eine höhere Reputation und mehr Umsatz. Er wird mehr und bessere Bewerbungen erhalten und glücklichere Gäste haben. Und damit das, das dem Feldherrn versagt bleiben wird.


Image by Pixabay


 

Über den Gastautor:

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Thomas Sablotny ist Inhaber von hoch3 – Klassenfahrten und Gruppenprogramme und Kobon – Team –Training – Incentive und entwickelt für Unternehmen ganz gleich welcher Branche und Größe individuelle Programme mit einem Fokus auf Indoor- und Outdoor-Trainingsprogramme, die dem Motto folgen: „Wir schaffen Erlebnisse mit Ergebnissen.“ Diese Programme führen hoch3 und Kobon sowohl an den eigenen Standorten als auch bei den Auftraggebern sowie an deren Wunschstandorten durch. Thomas Sablotny kooperiert mit Hotels in ganz Deutschland und entwickelt passgenaue Programme für Teambuilding, Teamentwicklung und Stressabbau. Weitere Informationen: www.hochdrei.de und www.kobon.de





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