Geschrieben von PREGAS Presseportal, Montag, 16. Januar, 2017

Tarifrunde Thüringer Gastgewerbe – „Thüringer Gastgewerbe produziert Altersarmut“

(PREGAS) Heute fand in Erfurt die erste Runde für die ca. 30.000 Beschäftigten im Thüringer Gastgewerbe statt.

Die Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten (NGG) fordert eine Entgelthöhung von 6 Prozent  für ein Jahr und die Herstellung eines differenzierten Relationsgefüges im Entgelttarifvertrag.

Die NGG möchte mit der Forderung erreichen, dass das Gastgewerbe endlich Schluss macht mit Niedriglöhnen, die unweigerlich in die Altersarmut führen.

Die Arbeitgeber haben nach ausführlicher Begründung durch die NGG Tarifkommission eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen von 3,8 bis 5,8 Prozent angeboten. Die anderen Entgelte sollen erst ab dem 01.03.2017 um 2,4 Prozent und ab dem 01.03.2018 um weitere 2,0 Prozent erhöht werden. Die Beschäftigten im Küchenhilfebereich, die unter die Bewertungsgruppen 1 – 4.1 fallen, sollen keine Erhöhung erhalten. Für die Monate Januar und Februar sollen alle anderen Beschäftigten ebenfalls keine Erhöhung erhalten.  So ergibt sich für das Jahr 2017 lediglich eine Erhöhung im Volumen von 2 Prozent.

„Wir halten das Angebot für unzureichend.“ so Petra Schwalbe, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft NGG. „Das Gastgewerbe muss etwas tun, damit die Attraktivität der Branche gesichert wir. Mit dem Angebot  wird weiterhin nur Altersarmut produziert.“ Die NGG erwartet von den Arbeitgebern, dass sie endlich etwas gegen den Niedriglohnsektor tun. „Es muss Schluss sein mit einer Bezahlung, die letztendlich so mies ist, dass die Menschen kein vernünftiges Leben führen können.“ unterstreicht Petra Schwalbe die Forderung nach einer Entgelterhöhung.

Die Tarifvertragsparteien haben sich auf den 24.02.2017 als zweiten Verhandlungstermin geeinigt.

Für den zum 31.12.2016 gekündigten Entgelttarifvertrag haben 2015 erstmals hunderte Beschäftigte aus dem Thüringer Gastgewerbe gestreikt. „Uns scheint, dass die Arbeitgeber aus der letzten Tarifrunde nichts gelernt haben.“ so Schwalbe abschließend.

Die Gewerkschaft NGG wird in den nächsten Tagen das Angebot mit ihren Mitgliedern in den Betrieben diskutieren.

Quelle: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Landesbezirk Ost





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