Geschrieben von PREGAS Presseportal, Freitag, 29. November, 2013

Schramm: Saarländischer Tourismus kommt unter die Windräder

(PREGAS) Vor dem Hintergrund eines Berichts der Landesregierung in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit, Energie, Verkehr und Grubensicherheit zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf den Tourismus, erklärt Astrid Schramm, tourismuspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Insbesondere die heutigen Ausführungen von Frau Grauvogel von der Tourismuszentrale Saarland haben uns in unserer ablehnenden Haltung gegenüber der Aufgabe der Lenkungsfunktion des Landes mittels Ausweisung von Vorranggebieten bestärkt. Nunmehr haben wir mit einem zunehmenden Wildwuchs von Windkraftanlagen zu kämpfen, der auch einschlägigen Studien zufolge negative Auswirkungen auf den Tourismus hat.“

Schramm bemängelt, dass die Tourismuszentrale Saarland bei Planungen von Windkraftanlagen nicht einbezogen ist. Umweltministerin Rehlinger hatte jüngst die Forderung von dem Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion Oskar Lafontaine, mittels eines Bürgerentscheids die Menschen vor Ort abstimmen zu lassen, als Populismus abgetan. In gleichem Atemzug verwies Rehlinger auf bundesgesetzliche Regelungen, mit denen über Beteiligungsverpflichtungen angeblich alle Belange ermittelt und bewertet würden. „Belange des Tourismus spielen für die Landesregierung offensichtlich keine Rolle“, so Schramm.

„Medienberichten zufolge hat sich erst vor wenigen Wochen beispielsweise der rheinland-pfälzische Dehoga-Präsident Gereon Haumann gegen einen rasanten Ausbau von Windenergieanlagen ausgesprochen. Er sieht bereits bei einem Wegbleiben von fünf Prozent der potentiellen Urlaubsgäste infolge von Windkraftanlagen eine Existenzbedrohung für einzelne Betriebe. Es existieren auf das Saarland übertragbare Studien, wonach sogar für mehr als ein Viertel aller Befragten Windenergieanlagen an Aussichtspunkten oder Rad- und Wanderwegen ein Grund wären, in einer Region keinen Urlaub zu machen. Hier lägen wir dann im Saarland deutlich über den von Herrn Haumann angesprochenen fünf Prozent. Dann wird mit der Massierung von Windkraftanlagen auch ein vermehrtes Sterben von saarländischen Betrieben, die vom Tourismus profitieren, einhergehen“, gibt Schramm zu bedenken. „Im August dieses Jahres wurde eine Forsa-Umfrage im touristisch geprägten Bad Orb im Spessart durchgeführt. Bezeichnenderweise würde eine absolute Mehrheit von 55 Prozent der Bürgerinnen und Bürger bei einem Bürgerentscheid gegen den Bau von Windkraftanlagen stimmen, eine große Mehrheit von 74 Prozent befürchtet sogar einen Schaden für den Tourismus durch Windkraftanlagen. Es besteht also keinerlei Veranlassung, die Wirkung von Windkraftanlagen auf den Tourismus schön zu reden.“

Claudia Kohde-Kilsch                                       
Pressesprecherin                                            
Fraktion DIE LINKE.                                        
Landtag des Saarlandes                                 
Franz-Josef-Röder-Str. 7
66119 Saarbrücken
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