Geschrieben von PREGAS Presseportal, Dienstag, 16. Februar, 2016

Hotelzimmer für Menschen mit besonderer Fürsorge

Hotelbetreiber müssen flexibel sein, um Zimmer optimal auszulasten. Dabei gilt es vor allem auf die Bedürfnisse der Gäste gezielt einzugehen – gerade wenn diese besondere Fürsorge benötigen. Das Hotelkompetenzzentrum entwickelt gemeinsam mit Partnerunternehmen das Projekt „Hotel & Care“, um genau diese Lücke im Hotelmarkt zu schließen.

(PREGAS) Stellen Sie sich vor, Sie haben sich kurz vor Ihrem Urlaub das Bein gebrochen, können Ihre Ferien aber nicht absagen, weil Sie vergessen haben, eine Reiserücktrittversicherung abzuschließen. Was tun? Finanzielle Verluste hinnehmen oder trotzdem fahren? Verfügt Ihr Hotelbetreiber über Zimmer, die speziell auf die Bedürfnisse beeinträchtigter oder pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet sind, haben Sie Glück gehabt. Doch das sind die Wenigsten. Es sei denn, Sie haben sich von vornherein für ein barrierefreies Hotel entschieden.

Das Hotelkompetenzzentrum hat diese Lücke im Hotelmarkt ausgemacht und in Zusammenarbeit mit Prof. Rudolf Schricker von der Hochschule Coburg, Fakultät für Design, das Projekt „Hotel & Care“ ins Leben gerufen – von der Idee bis zur Realisierung. Das Deutsche Institut Innenarchitektur + Design – did – hat mit Prof. Schricker Grundlagen und ein Konzept für die Symbiose Hotelcomfort und Care-Qualität entwickelt.

Gemeinsam mit 24 Partnerunternehmen wird das Projekt sukzessive umgesetzt. Dazu haben Projektpartner (Verlinkung), Finian Carey, Projektleiter des Hotelkompetenzzentrums, sowie, der von der WIBU-Gruppe beauftragte Dipl. Ing. Architekt Heiko Glumm vom Innenarchitekturbüro FND-QUADRAT aus Zwickau ein Konzept für zwei Hotelzimmer, je ein Einzel- und Doppelzimmer, entwickelt. Damit können Hoteliers künftig auch pflegebedürftigen Gästen ein Ambiente und den Komfort bieten, den sie sich wünschen, aber trotzdem den designtechnischen Ansprüchen eines gehobenen Hotelstandards entsprechen. Die Hotelzimmer sind so ausgelegt, dass die Klientel beispielsweise auch SPA und Behandlungsangebote/REHA-Angebote wahrnehmen können, ohne dabei ihr Zimmer verlassen zu müssen.

Bei der Planung flossen Erkenntnisse aus dem Pflegebereich, unter Berücksichtigung humanwissenschaftlicher Erkenntnisse, ein. Ein Beispiel: Architekt Heiko Glumm plante mehr Platz ein, etwa für Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer. Gerade im Bereich der Nasszelle ist dies deutlich sichtbar. Oberstes Ziel jedoch war, die Hotel & Care-Zimmer nicht wie Pflegeräume erscheinen zu lassen, sondern wie Hotelzimmer (klassisch und modern), die ihren Gästen alle Annehmlichkeiten bieten.

Planung
In den kommenden Wochen entstehen im zweiten Obergeschoss des Hotelkompetenzzentrums zwei Hotelzimmer. Das Einzelzimmer hat das Büro FND-QUADRAT als modernes, organisches, puristisch anmutendes Zimmer konzipiert. „Hier steht die moderne Formgebung im Zusammenspiel mit technischer Ausstattung und Bedienung über interaktive Screens“, im Vordergrund, erklärt Heiko Glumm. Im Gegensatz dazu ist das Doppelzimmer etwas verspielter, wodurch der Wohlfühlcharakter unterstrichen werden soll. Beide Zimmer zeichnet aber der hohe Komfort aus – nicht der Gast soll sich an das Zimmer anpassen, sondern das Zimmer den Wünschen des Gasts gerecht werden. Erreicht wird dies beispielsweise durch höhenverstellbare, neigbare Schreibtische, ausziehbare Schränke, Regale, ergonomisch anpassbare Betten sowie unterfahrbare Möbel. Auch die Nasszelle ist vielfältig nutzbar. Nicht nur, dass sie mehr Platz bietet, sondern hier können beispielsweise auch Massagen durchgeführt werden. Dazu lässt sich die Badewanne durch eine bequeme Abdeckung in eine Liege-und Wellnessfläche verwandeln. Design und Farbgebung stehen in der momentanen Planungsphase noch nicht fest, sind aber je nach Wunsch der künftigen Zimmerbetreiber individuell anpassbar.

Neue Zielgruppe für Hoteliers
Mit dem Projekt „Hotel & Care“ schließt das Hotelkompetenzzentrum eine Lücke im Hotelmarkt, da bisher das Zimmerangebot für Menschen mit besonderer Fürsorge vor allem auf barrierefreie Hotels beschränkt war. Für Hoteliers, die Hotel & Care-Zimmer in Zukunft betreiben werden, bieten sich gleich mehrere Vorteile: Sie eröffnen sich eine neue Zielgruppe, zum einen, die der Menschen mit Beeinträchtigung, zum anderen aber auch, die der zahlungskräftigen Senioren, die mobil sind und besonderen Komfort schätzen. Dazu gehört eben auch, das Wellness-Angebot des Hotels im eigenen Hotelzimmer anzubieten.

Hotel & Care-Zimmer können von Hoteliers auch als Marketing-Tool und Alleinstellungsmerkmal im hart umkämpften Hotelmarkt eingesetzt werden. Sie bieten dem Gast einen besonderen Komfort und lassen sich auch hochpreisig vermarkten. Zudem können Hoteliers auf spezielle Nachfragen nach individuellen Angeboten gezielt reagieren – ein dickes Plus für Reputation und Image eines Hotels.

„Mit „Hotel & Care“ schließen wir eine Lücke im Hotelmarkt, die schon seit Langem besteht. Wir zeigen Hoteliers, wie mit einer cleveren Planung neue Zielgruppen erschlossen werden können, ohne dass der Hotelier Gefahr läuft, dass Zimmer leer stehen, denn es kann von Jedermann gebucht werden“, resümiert Christian Peter, Geschäftsführer des Hotelkompetenzzentrums.

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Über das Hotelkompetenzzentrum: Als Informations- und Veranstaltungsplattform bietet das Hotelkompetenzzentrum auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 5.500 Quadratmetern eine vollfunktionsfähige Hoteletage sowie einen Gastrobereich für Profis. Hier können Hoteliers, Gastronomen aber auch Architekten, Planer oder Investoren testen, wie technische Lösungen für Hotellerie und Gastronomie funktionieren. Das Angebot reicht von Software-Programmen, Schließanlagen über Schank- und Kühlanlagen bis hin zu einer voll funktionsfähigen Hotel-Etage. Es wird im Echtzeitbetrieb gezeigt, wie Design und Technik harmonieren – ein wichtiger Bestandteil bei der Planung von Hotelbau-Projekten. Folgen Sie uns auf Facebook: www.facebook.com/Hotelkompetenzzentrum





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