Geschrieben von Michael Jendges, Donnerstag, 8. Oktober, 2015

Wichtige Versicherungen mit absoluter Priorität

(PREGAS/Michael Jendges) Hoteliers und Gastronomen können sich ruinieren, verzichten sie auf den grundlegenden Versicherungsschutz. Dabei haben professionelle Berater zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um gute Performance zu machbaren Preisen herzustellen.

Es gibt einen Spruch, der lautet: Ein brennendes Haus kann man nicht gegen Feuer versichern. Ein brennendes Hotel oder Restaurant dementsprechend auch nicht. Was heißt das? Es ist nie zu früh, sich um einen wirklich passenden Versicherungsschutz zu bemühen – denn ist der Schadenfall einmal eingetreten, ist natürlich keine Versicherung mehr möglich.

Das bedeutet für gastgewerbliche Unternehmer folgendes: Ein umfassender Versicherungsschutz ist die Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsmodell und muss in jedem Business-Plan absolute Priorität besitzen. Die wirklich wichtigen Versicherungen sind wesentlicher wichtiger als der Firmenwagen oder der schicke Schreibtisch und sollten deshalb immer ganz oben auf der Liste stehen – sowohl bei Existenzgründern als auch bei Unternehmern, die vielleicht schon seit Jahren am Markt sind. Denn in der Praxis stellt man eines immer wieder fest: Selbst gut laufende Unternehmen sind teilweise katastrophal unterversichert, und die Eigentümer bewegen sich durch diese Unterversicherung dauerhaft am Rande des Ruins. Ein Schadenfall, der nicht von der Versicherung gedeckt ist, und schon das aufgebaute Betriebs- und Privatvermögen auf sehr wackeligen Beinen – selbst wenn die Bilanzen einwandfrei sind, alle drei Jahre Geld genug für die Oberklasse-Limousine übrig ist und man sich über den Mindestlohn keine Gedanken macht, weil man ohnehin schon lange freiwillig wesentlich mehr bezahlt.

Bleiben wir beim eingangs zitierten Satz „Ein brennendes Haus kann man nicht gegen Feuer versichern“ und schauen auf einen Schadenfall durch Feuer. In der Nacht gewittert es, und der Blitz schlägt in die Halle im Garten des Hotels ein, in dem sich der gerade frisch errichtete Wellness-Bereich befindet, und brennt sie bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden beläuft sich für die Immobilie und das Inventar auf mehrere 100.000 Euro, dazu kommen die Folgekosten durch Stornierungen – denn der neue Wellness-Bereich ist (beziehungsweise war) fester Bestandsteil der erst kürzlich mit Fachleuten für viel Geld neu strukturierten Marketing- und Vertriebsstrategie. Selbst wenn ein Hotel auf gesunden Füßen steht: Einen solchen Schlag steckt kaum ein Unternehmer einfach so weg, er kann sogar den (privaten) Ruin bedeuten.

Wer jedoch immer wieder seinen Versicherungsschutz auf den Prüfstand stellt, die strategischen Weichen mit seinem Berater stellt und regelmäßig Veränderungen im Betrieb mit diesem bespricht, ist auf der sicheren Seite und kann mit einem guten Gefühl jeden Tag aufs Neue voll durchstarten. Weiß der Versicherungsberater über den beispielshaft angeführten Neubau des Wellness-Bereichs Bescheid, kann er eine individuelle Lösung für die Versicherung gegen alle möglichen Risiken entwickeln; und diese Lösung muss gar nicht viel kosten, denn es existieren immer wieder besondere Gestaltungsmöglichkeiten auch in bestehenden Verträgen, um die Performance zu steigern und die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Damit diese Prinzipien aber funktionieren, ist der Austausch mit dem Experten zwingend erforderlich. Denn ist das Kind erst in den Brunnen gefallen, ist das Wehklagen groß – und der Aufwand umso größer, die Schäden zu regulieren.

Über den Gastautor:

Michael_JendgesMichael Jendges ist Leiter der Provinzial Rheinland-Geschäftsstelle in Mönchengladbach-Rheindalen und berät in der Region und darüber hinaus Unternehmer bei allen Versicherungsfragen, sowohl gewerblich als auch privat. Hotellerie und Gastronomie sind eine seiner Kernbranchen, in der er langjährige Beratungserfahrung besitzt.

Weitere Informationen: http://www.provinzial.com/michael.jendges





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