Geschrieben von Michael Jendges, Dienstag, 17. März, 2015

Versicherungen gehören zur Existenzgründung dazu

(PREGAS/M.J.) Sicher, es mag für junge Unternehmer spannendere Themen geben als die betriebliche und private Absicherung. Aber sie ist dringend notwendig, soll der Erfolg nicht gefährdet werden.

Wer einen Betrieb gründet, ist immer voller Vorfreude, aber auch voll Aufregung. Denn der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein sehr wichtiger im Leben und entscheidet über die Zukunft. Passt der Standort zu meinem Konzept? Erreiche ich die gewünschten Zielgruppen? Erwirtschafte ich kontinuierlich genügend Umsätze? Kann ich mich als Unternehmer überhaupt um alles kümmern? Sind meine Mitarbeiter dauerhaft motiviert genug, damit wir gemeinsam unser Hotel/unsere Gaststätte entwickeln können?

Fragen über Fragen stehen vor dem frisch gebackenen Wirt. Fragen, die er nach und nach beantworten muss, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Aber eine Fragestellung spielt häufig keine Rolle, obwohl sie entscheidend ist und noch vor Aufnahme der operativen Tätigkeit nach einer Antwort ruft: die private und betriebliche Absicherung.

Immer wieder ist folgender Satz zu hören: „Versicherungen sind doch langweilig und viel zu teuer, darum kümmern wir uns irgendwann einmal!“ Wer jedoch so denkt, setzt sein noch so junges Unternehmen aufs Spiel. Denn dem Wasserrohrbruch, dem Feuer, dem Einbrecher und dem regennassen Eingangsbereich ist es gleichgültig, wie jung oder alt ein Betrieb ist, ob die Umsätze stimmen oder der Eigentümer erst einmal an den Policen sparen wollte. Der Unfall passiert, wenn er passiert – und dann ist das Wehklagen groß.

Denn wohl kaum ein Gründer kann aus der eigenen Kasse den Schaden eines Wasserrohrbruchs ersetzen, der den Gastraum unter Wasser gesetzt, die Einrichtung ruiniert und für eine zweiwöchige Betriebsschließung gesorgt hat. Oder ein Personenschaden: Gleich am ersten Abend nach der Eröffnung rutscht ein Gast vor der Tür aus, stürzt und erleidet mehrere schwere Knochenbrüche. Muss der Inhaber für die Kosten selbst aufkommen, kann das zum Ruin führen, auch am Privatvermögen.

Aber das muss natürlich alles nicht sein, kein gastgewerblicher Unternehmer muss seine Existenz aufs Spiel setzen, weil er keinen Versicherungsschutz besitzt. Denn eine gute Absicherung privater und unternehmerischer Risiken muss nicht teuer sein. Vielmehr kommt es darauf an, ein Paket zu schnüren, das wirklich zum Existenzgründer passt – sowohl finanziell als auch konzeptionell. Deshalb muss der Versicherungsberater die Branche und die Anforderungen von Hoteliers und Gastronomen genau kennen und wissen, worauf es ankommt. Individualität und persönliche Beratung ist Trumpf, denn der Versicherungsberater ist dauerhafter Partner des Unternehmers und begleitet ihn über die Jahre hinweg bei allen seinen Anliegen.

Wichtiger als eine große Anzahl verschiedener Policen ist es, die Kernrisiken so abzusichern, dass im Schadenfall wirklich alles ordentlich reguliert wird. Es ist zwar schön und gut, jeden noch so kleinen Bereich abzudecken. Aber deshalb bei den Grundlagen zu sparen, ist wirklich die falsche Idee. Besser ist es, wichtige Versicherungen wie Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflicht, Betriebsunterbrechungsversicherung und private Altersvorsorge auf sichere Füße zu stellen. Den bei der Reinigung zu Bruch gegangenen Glastisch kann der Unternehmen auch ohne Glasversicherung ersetzen. Die teure Haftung für den durch Unachtsamkeit verschuldeten körperlichen Schaden eines Gastes wohl kaum.

Bildquelle: Pixabay

 

Über den Gastautor:

Michael_Jendges
Michael Jendges ist Leiter der Provinzial Rheinland-Geschäftsstelle in Mönchengladbach-Rheindalen und berät in der Region und darüber hinaus Unternehmer bei allen Versicherungsfragen, sowohl gewerblich als auch privat. Hotellerie und Gastronomie sind eine seiner Kernbranchen, in der er langjährige Beratungserfahrung besitzt.

Weitere Informationen: http://www.provinzial.com/michael.jendges





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