Geschrieben von Sascha Wortmann, Donnerstag, 23. Februar, 2017

Verantwortung fürs Vermögen übernehmen

(PREGAS/Sascha Wortmann) Hoteliers oder Gastronomen sollten auf mehrere Punkte bei ihrer privaten Vermögensverwaltung achten. Flexibilität, ein passendes Rendite-Risiko-Profil und niedrige Gebühren machen den Erfolg aus.

Geschäftsführer-Gesellschafter in Hotellerie und Gastronomie haben Verantwortung für Betrieb, Mitarbeiter – und sich selbst sowie die Familie. Deshalb muss es ihr Ansatz sein, nicht nur täglich als professioneller und persönlicher Gastgeber für seine Gäste da sein. Sondern auch immer aufs eigene Vermögen zu achten, besonders hinsichtlich der Altersabsicherung. Gesetzliche Rentenzahlungen für Unternehmer existieren nicht, und das traditionelle Instrument der Lebensversicherung funktioniert nicht mehr. Die Zinssituation macht den Versicherern zu schaffen, sodass den Anlegern immer niedrigere Höchstrechnungszinsen zur Verfügung stehen: Die Höhe des Garantiezinses hat sich seit Anfang 2007 weit mehr als halbiert, und zwar von 2,25 auf seit dem 1. Januar 0,9 Prozent. Zudem steigt die Kritik an hohen Gebühren, die in Zeiten fallender Erträge dafür sorgen, dass zumindest für einige Sparer die Lebensversicherung-Police nicht nur Vorteile über die Jahre hinweg bringt. Deshalb stehen andere Gestaltungen für Hoteliers und Gastronomen im Fokus, durch die sie ihr Vermögen über die Jahre und Jahrzehnte hinweg sichern und entwickeln können. Dabei sind mehrere Punkte wichtig.

Zum einen die geringe Kostenstruktur: Kostet ein Produkt beispielsweise fünf Prozent Ausgabeaufschlag und jedes Jahr eine Managementgebühr in Höhe von 1,5 Prozent (was je nach Struktur durchaus üblich ist), kann jeder schnell errechnen, was dies für das Vermögen bedeutet. Wer 100.000 Euro anlegen möchte, muss bei diesem Produkt viele Jahre warten, um nach Inflation und Steuern allein die Gebühren auszugleichen und damit wieder auf den Ausgangspunkt der 100.000 Euro zurückzukommen.

Zum anderen ist die Flexibilität entscheidend. Die Geldanlage muss so strukturiert sein, dass sie immer auch Anpassungen zulässt – ohne jedes Mal ein neues Produkt zu erwerben und dadurch wieder Vertriebs- und Managementkosten aufzuwerfen. Die Lebenssituation des Anlegers kann sich immer ändern, sodass sich auch die Geldanlage mit ihm gemeinsam entwickeln muss. Vielleicht muss das Vermögen aufgrund einer planbaren Zukunftsinvestition relativ schnell gesichert werden? Oder nach der Aufbauphase steht nach einer längeren Zeit die Sicherungsphase im Fokus? Oder die Renditewünsche verändern sich, und das Depot muss Performance-orientierter ausgerichtet werden? Dann muss der Vermögensmanager spontan reagieren und die Struktur verändern können – sei es von einem Aktienschwerpunkt hin zu festverzinslichen Papieren oder eben andersherum.

Zum Dritten ist natürlich die Renditeorientierung der Anlage wichtig. Wer Geld anlegt, will es mehren beziehungsweise zumindest nach allen Abzügen und der jährlichen Teuerung seine Kaufkraft dauerhaft erhalten – Netto-Vermögenserhalt ist das Stichwort. Dafür sind Erträge notwendig, um sich keinem zinslosem Risiko auszusetzen. Was das bedeutet? Wer heute eine neue zehnjährige Bundesanleihe für 100.000 Euro erwirbt, erhält aktuell jährliche Ausschüttungen in Höhe von 250 Euro – der Zins liegt bei 0,25 Prozent. Das ist für alles reicht, aber nicht annähernd für den realen Vermögenserhalt geschweigen denn für ein reales Wachstum, wie man wohl nicht besonders betonen muss. Das ausgeglichene Verhältnis von Rendite und Sicherheit sollte im Fokus stehen. Gemeinsam mit dem Vermögensmanager kann der Hotelier oder Gastronom sein Risikoprofil erarbeiten und dies mit den daraus resultierenden Renditemöglichkeiten abgleichen.

Bildrechte: contrastwerkstatt/Fotolia

 

Über den Gastautor:

Sascha Wortmann

Sascha Wortmann ist Inhaber der Wortmann Finanzen & Beratung (www.wortmann-fin.de) in Mönchengladbach und berät private und institutionelle Anleger bei allen Fragen rund um Finanzen und Versicherung. Dabei konzentriert er sich mittels individueller Lösungen besonders auf Aufbau und Absicherung von Vermögen und berät Anleger bei der langfristigen Strukturierung ihres Kapitals. Sascha Wortmann begleitet seine Kunden eng und sucht regelmäßig das Gespräch – auch um das Bauchgefühl bei allen Entscheidungen zu verbessern.





Beiträge von Gastautoren


Die Bank als strategischen Partner sehen

Artikel lesen

(Alb-)traum Franchise

Artikel lesen

Der sexy Fast-Food-Arbeitgeber

Artikel lesen