Geschrieben von PREGAS Presseportal, Samstag, 13. Mai, 2017

VDR befürchtet bei Laptop-Verbot auf USA-Flügen massiven Produktivitätsausfall für die deutsche Wirtschaft

Potenzieller jährlicher Schaden bei über 160 Millionen Euro / VDR-Vizepräsident Rettig: „US-Pläne besorgniserregend“

(PREGAS) Mit großer Sorge verfolgt der Verband Deutsches Reisemanagement e. V. (VDR) die aktuellen Pläne des US-Heimatschutzministeriums, das Verbot der Mitnahme von Laptops und Tablet-PCs in der Passagierkabine auf Flüge aus Europa in die USA auszuweiten. Nach ersten Schätzungen des Verbandes beläuft sich der daraus resultierende potenzielle finanzielle Schaden für die deutsche Wirtschaft auf über 160 Millionen Euro.

„Für die Produktivität der deutschen Unternehmen ist es immens wichtig, dass ihre Geschäftsreisenden mobil arbeiten können, insbesondere auf Langstreckenflügen. Das drohende Verbot schränkt dienstlich Reisende nicht nur in ihrer digitalen Arbeitsmobilität ein. Es führt zudem zu einem massiven Produktivitätsausfall, da die mehrstündigen Transatlantik-Flüge nicht mehr als Arbeitszeit genutzt werden können. Die US-Pläne sind aus unserer Sicht reiner Aktionismus und greifen in besorgniserregendem Ausmaß in Geschäftsprozesse und Arbeitsproduktivität der Unternehmen ein. Wir fordern die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, gemeinsam mit den deutschen und europäischen Luftfahrtbehörden alle verfügbaren Mittel einzusetzen, das Vorhaben zu stoppen“, sagte VDR-Vizepräsident Ralph Rettig während der Frühjahrstagung des Verbandes in Berlin.

Nach Berechnungen des VDR fliegen jährlich rund 720.000 Geschäftsreisende aus Deutschland in die USA. Legt man bei einem zehnstündigen Flug eine Netto-Arbeitszeit von drei Stunden und Arbeitskosten in Höhe von 75 Euro zugrunde, beläuft sich der zu erwartende Produktivitätsausfall auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

„Selbstverständlich ist uns größtmögliche Sicherheit an Bord sehr wichtig. Aber: Elektronische Geräte im aufgegebenen Koffer stellen im Zweifel ein ebenso großes Risiko dar wie im Handgepäck. Der Fokus der Anstrengungen für mehr Sicherheit an Bord sollte daher auf die – in Deutschland bereits vorbildlichen – Kontrollen am Boden gerichtet sein. Wir appellieren daher, intelligente Sicherheitssysteme weiterzuentwicklen, um mögliche Gefahrenquellen bereits bei der Kontrolle des Handgepäcks zu identifizieren“, ergänzte Rettig.

Laut der neuen Sicherheitsregel, die seit März bereits für zehn Strecken aus dem arabischen Raum und Nordafrika gilt, dürfen Laptops und Tablet-Computer nicht mehr im Handgepäck mitgeführt werden, sondern müssen mit dem Koffer aufgegeben werden. Der VDR weist zudem darauf hin, dass viele Unternehmen ihren Reisenden untersagen, Unterlagen und technische Geräte mit Firmendaten aufgrund erhöhter Diebstahlgefahr mit dem Gepäck aufzugeben.

 

Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR)

Der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) vertritt die Interessen deutscher Wirtschaftsunternehmen hinsichtlich der Rahmen- und Wettbewerbsbedingungen für Geschäftsreisen und Mobilität. Er setzt sich ein für effiziente, wirtschaftliche, sichere, ungehinderte, weltweite Reisemöglichkeiten für Unternehmen. Mit seinen mehr als 550 Mitgliedsunternehmen steht er für einen Gesamtumsatz im Geschäftsreisebereich von jährlich mehr als zehn Milliarden Euro.

Bildrechte: fifeflyingfife/Fotolia

 

 

Ansprechpartner:
René Vorspohl
PR und Kommunikation
Verband Deutsches Reisemanagement e. V.
Darmstädter Landstraße 125
60598 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 695229 33
E-Mail: vorspohl@vdr-service.de
Internet: www.vdr-service.de





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