Geschrieben von Michael Jendges, Donnerstag, 9. April, 2015

Unfälle können schwerwiegende Konsequenzen haben

(PREGAS/M.J.) „Mir passiert schon nichts“, ist ein häufig vorgebrachtes Argument, wenn es um die private Unfallversicherung geht. Natürlich, es ist keine Pflichtversicherung, aber ist das Kind erst in den Brunnen gefallen, ist das Wehklagen groß.

In Hotellerie und Gastronomie ist nur ein überschaubarer Anteil an Unternehmern in der Lage, hohe Budgets für eine ganze Reihe an Versicherungen bereit zu stellen. Denn Versicherungspolicen sollen zwar existenzielle Risiken absichern, aber nicht unbedingt die Erträge aufzehren. Deshalb sollten gastgewerbliche Unternehmer gemeinsam mit ihrem Berater genau überlegen, welche Risiken tatsächlich vorhanden sind und ob sich eine entsprechende Absicherung lohnt.

Eine solche Versicherung ist die private Unfallversicherung. Sie gehört nicht zu den Pflichtversicherungen, sondern ist Kür im Absicherungsportfolio eines Unternehmers. Aber: Deshalb sollten Hoteliers und Gastronomen die Bedeutung der privaten Unfallversicherung nicht unterschätzen. Denn gastgewerbliche Unternehmer sind zum einen nicht über die gesetzliche Unfallversicherung im Falle eines Falles abgesichert. Und zum anderen passieren laut Zahlen eines deutschen Versicherers drei Viertel aller Unfälle in der Freizeit, so dass die gesetzliche Unfallversicherung ohnehin nicht greifen würde.

Nun kann ein Hotelier oder Gastronomen natürlich erwidern: „Ich habe keine privaten Risiken, da ich immer sehr vorsichtig bin. Und was soll mir beruflich schon passieren?“ Das ist leicht gesagt – aber im Falle des Falles kann der Unfall schnell die finanziellen Rücklagen aufzehren, und dann ist das Wehklagen groß. Zwei Beispiele: Der Küchenchef des Gastronomen ist erkrankt, der Unternehmer selbst steht einen Abend lang in der Küche. Beim Parieren des Filets rutscht das scharfe Messer unglücklich ab – eine bösartige Verletzung der Hand ist die Folge. Oder im eigenen Haus: Die Regenrinne muss gesäubert werden, doch die Leiter wackelt, der Sturz hat schwere Konsequenzen, die Rehabilitation dauert mehrere Monate. Wer das und den Verdienstausfall aus eigener Tasche finanzieren muss, wird in den allermeisten Fällen große wirtschaftliche Probleme bekommen.

Deshalb kann es für Unternehmer wichtig sein, solche Risiken professionell abzusichern – und zwar weltweit und in allen Lebenslagen. Zu den Leistungen einer guten, individuellen Versicherung gehört beispielsweise auch das Krankenhaustagegeld. Wer aufgrund eines Unfalls – etwa des Sturzes von der Leiter im heimischen Garten – mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen muss, wird dankbar sein, einen finanziellen Ausgleich dafür von seinem Versicherer zu erhalten. Schließlich stehen auch dann laufende Kosten im Raum, wenn der Unternehmer nicht aktiv sein kann.

Und was ist, wenn der Unfall so schwerwiegend ist, dass der Betroffene dauerhaft körperlich und/oder geistig dadurch eingeschränkt ist, also eine Behinderung davon trägt? Die Unfallversicherung zahlt dann, je nach Schwere des Einschränkung, eine festgelegte größere Summe und eine monatliche Rente, um die finanziellen Konsequenzen abzumildern. Unternehmer sollten deshalb das Gespräch mit ihrem Versicherungsberater suchen und sich verschiedene Lösungen zeigen lassen.

Bildquelle: Fehltritt © Jan Schumann – Fotolia

Über den Gastautor:

Michael_JendgesMichael Jendges ist Leiter der Provinzial Rheinland-Geschäftsstelle in Mönchengladbach-Rheindalen und berät in der Region und darüber hinaus Unternehmer bei allen Versicherungsfragen, sowohl gewerblich als auch privat. Hotellerie und Gastronomie sind eine seiner Kernbranchen, in der er langjährige Beratungserfahrung besitzt.

Weitere Informationen: http://www.provinzial.com/michael.jendges





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