Geschrieben von PREGAS Presseportal, Donnerstag, 19. Oktober, 2017

Traditionhotel Weinberg Schlösschen am Mittelrhein muss sich neu erfinden

Personalmangel, Arbeitszeitgesetz und Mindestlohn

(PREGAS) Oberheimbach, 19. Oktober 2017. Personalmangel, Arbeitszeitgesetz und Mindestlohn: Gerade kleinere Privathotels stehen hier vor einer kaum lösbaren Herausforderung. Das Weinberg Schlösschen setzt nun auf Spezialisierung.

Der alteingesessene Familienbetrieb lockt bereits seit 1957 zahlreiche Besucher in die Region des oberen Mittelrheintals. Mit seiner idyllischen Lage, einer exklusiven Ausstattung und einer anspruchsvollen Küche avancierte das Familienhotel zum Geheimtipp des UNESCO-Weltkulturerbes. Doch die Gebrüder Lambrich, die das Hotel bereits vor einigen Jahren von ihren Eltern übernommen haben, können ihre umfangreichen Dienstleistungen nicht länger in gewohnter Quantität anbieten: „Trotz intensivster Anstrengungen gelingt es uns einfach nicht, qualifiziertes Personal zu finden. Es ist vollkommen normal und wichtig in unserer Branche, dass die Mitarbeiter von Zeit zu Zeit die Betriebe wechseln. Nur gibt es keinen Nachwuchs. Das stellt auch für die meisten anderen Hotels ein großes Problem dar. Schließlich ist die wirtschaftliche Lage derzeit recht gut. Wir brauchen somit Fachkräfte. Dazu kommen die neuen Arbeitsgesetze und weitere Regularien hinzu, die es uns sehr schwer machen, die verschiedenen Arbeitsschichten entsprechend abzudecken, um unseren Gästen weiterhin einen sehr guten Service bieten zu können“, so Florian Lambrich, Inhaber des Hotel Weinberg Schlösschen.

Die Inhaberfamilie will auch in Zukunft seinen Gästen weiterhin eine sehr gute Qualität bieten. Daher haben sie sich entschieden, ihr Dienstleistungsangebot grundlegend zu ändern und vorrangig auf Spezialisierung zu setzen. Dazu gehört auch die Einführung eines weiteren Ruhetages am Sonntag; ausgenommen sind Feiertage oder an Sonntagen organisierte Events. „Das Wochenende ist heute für viele Mitarbeiter in der Hotellerie wichtiger als früher. Wir wollen motivierende Anreize schaffen“, ergänzt der Hotelier.

Unter der Woche wird es keine Speisekarte mehr geben, sondern ein festes Menü mit zwei Hauptgängen zur Auswahl. In vielen Restaurants eine durchaus gängige Praxis. Darüber hinaus setzt das Weinberg Schlösschen mehr auf Veranstaltungen und die damit verbundenen Geschäftsreisenden. Für Privatreisende ist nur dann eine Anreise unter der Woche möglich, wenn bereits eine Veranstaltung im Hotel stattfindet. Ausnahmen bilden Feiertags- bzw. Ferienwochen. Der Fokus im Privatreisebereich wird somit auf Wochenendaufenthalte von Freitag bis Sonntag gelegt. Inklusive einem hochkarätigen Menü am Samstagabend. Dadurch ist es dem Hotel weiterhin möglich, eine frische Küche mit einem kleineren Team anzubieten. Das Brot wird zum Beispiel selbst gebacken oder die Marmelade selbst hergestellt. Außerdem setzen die Gebrüder Lambrich auf eine vollständige Digitalisierung von Prozessen in der Buchhaltung sowie im gesamten operativen Geschäft. Für das bestehende Team wird ein nachhaltiger Fortbildungsplan entwickelt.





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