Geschrieben von Markus Berger, Montag, 23. Februar, 2015

Tourismuskonzepte: Erfolg ist Kommunikation x Konzept

(PREGAS/M.B.) Gerade in Zeiten des demografischen Wandels wird es für Hoteliers, Gastronomen und die Verantwortlichen von Tourismusregionen immer wichtiger, neue Akzente zu setzen und den Gästen etwas Besonderes zu bieten. Wer nicht über echte Alleinstellungsmerkmale verfügt, ist gut beraten sich an Megatrends wie dem wachsenden Interesse an Wellness und Gesundheit zu orientieren und ein schlüssiges Gesamtkonzept zu entwickeln. Zum Erfolg führt nicht nur ein gelungenes Konzept, sondern auch die adäquate Kommunikation. Nur wer in beiden Bereichen Maßstäbe setzt, kann sich auf den Erfolg bei den Gästen verlassen.

Einst lebten viele Regionen von klassischen Kurgästen. Diese wurden einfach untergebracht und bekamen vom Kurarzt Anwendungen verschrieben. Doch längst sind diese Zeiten vorbei und neue Konzepte entwickelt. Wo einst im Charme einer altertümlichen Jugendherberge gekurt wurde, steht heute Wellness auf dem Programm. Alternde Sanatorien wurden durch moderne Thermen und SPA-Bereiche ersetzt, um die Wünsche der Gäste von heute zu erfüllen. Auch die Gastronomie ist gerade durch ihren Wandel erfolgreich. Nicht nur geänderte Rahmenbedingungen wie die von der EU geregelte Kennzeichnung der Allergene sorgen für Handlungsdruck. Auch die Wünsche der Gäste machen Veränderung nötig. Dabei gilt es nicht nur mit wenig Fett und regionalen Zutaten zu kochen, sondern auch für ein besonderes Erlebnis zu sorgen. So wurde in der Heimat der Brüder Grimm ein Netzwerk von sogenannten Märchenköchen aufgebaut. Diese arbeiten nach einheitlichen Qualitätsstandards und bieten ihren Gästen im Restaurant und auch bei Kochkursen ein besonderes Erlebnis.

Für das sorgt auch Fernsehkoch Nelson Müller. Er engagierte sich gemeinsam mit den Kliniken Essen-Mitte bei einem Charity-Event und wurde dafür für den Health Media Award 2014 nominiert. Gemeinsam haben beide Aktivitäten die gelungene Kommunikation. Diese richtet sich an drei Zielgruppen. Über eine professionelle Pressearbeit und den direkten Dialog mit Journalisten werden die Medien erreicht und verbreiten die Nachricht von der Aktion. Über Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen auf klassischen Wegen werden potentielle Kunden angesprochen. Über Social Media Kanäle werden Beziehungen aufgebaut und Dialoge geführt. Dass das auch ohne Promi Erfolg verspricht, zeigen die nordhessischen Märchenköche. Aber natürlich schadet es in der öffentlichen Wahrnehmung nicht, wenn prominente Namen dabei sind. So wurde TV-Koch Tim Mälzer für sein Engagement im Rahmen der Aktion „Küchen für Deutschlands Schulen“ 2010 mit dem Health:Angel ausgezeichnet.

Der Preis für erfolgreiche Gesundheitskommunikation zeichnet seit acht Jahren gelungene Kommunikationsmaßnahmen aus. So wurden schon 2011 der Gesundheitsbereich der TUI und der Beitrag „Die Kur“ vom Deutschen Heilbäderverband zur Auszeichnung vorgeschlagen. Auch AROSA Flusskreuzfahrten kam mit professionellen Kommunikationsmaßnahmen auf die Shortlist. Chancen auf die begehrte Auszeichnung, die eine unabhängige Jury in einer öffentlich tagenden Sitzung um Grand Jurypräsidenten Dr. Helmut B. Engels vergibt, haben nicht nur große Unternehmen. Die Liste der Preisträger der letzten Jahre zeigt, dass auch die Kommunikationsmaßnahmen von kleinen Unternehmen durch einen Health Media Award geadelt wurden. Die Auszeichnung bestätigt nicht nur die Kommunikationsverantwortlichen; sie sorgt auch für zusätzliche Bekanntheit und steigert damit die Wirkung der ausgezeichneten Maßnahmen. So sind kreative Anbieter aus Gastronomie und Hotellerie eingeladen, beim Health Media Award 2015 dabei zu sein.

Auf Interesse der Jury gestoßen ist in diesem Jahr zum Beispiel das Gesundheits-Eck in Garmisch-Patenkirchen. Mit der Implementierung des Gesundheits-Ecks verfolgte man dort das Ziel, die Qualität der Durchführung einer heilklimatischen Kur und anderer medizinisch geprägter Aufenthalte, wie Präventionswochen, zu verbessern. Den veränderten Anforderungen und Erwartungen entsprechend bietet das Gesundheits-Eck eine Umgebung, in der in Ruhe Beratungsgespräche mit Kurgästen geführt werden können. Des Weiteren bietet das Gesundheits-Eck ortsansässigen Ärzten, Gesundheitsdienstleistern und Therapeuten die Möglichkeit, Vorträge, Präsentationen oder Workshops durchzuführen. Dadurch kommt es zu einer besseren Vernetzung der Anbieter. Mit dem Projekt und der entsprechenden Kommunikation wurde ein großer Imagegewinn für die Region erreicht.

Aus dem Tourismusbüro heißt es: „Viele Gäste, aber auch Journalisten und Verantwortliche anderer Regionen sprechen uns auf das Gesundheits-Eck an. Die Presserezensionen waren bzw. sind durchweg positiv.“ Zum Erfolg hat neben dem für die Region neuen Konzept die Kommunikation geführt. Es gibt regelmäßige Pressemitteilungen zu den Angeboten des Gesundheits-Ecks. Dazu erscheint eine sechs bis achtwöchige Veranstaltungsvorschau in einer lokalen Zeitung. Ein entsprechender Flyer erscheint im gleichen Intervall. Das wöchentliche Programm mit aktuellen Tipps und Veranstaltungen liegt in der Tourist Information und im Gesundheits-Eck aus und wird über einen Newsletter-Verteiler an über 200 Adressen versandt. Auf einer Facebook-Seite können alle aktuellen Termine noch einmal nachgelesen werden. Halbjährlich erscheint das „Gesundheits-Magazin – Von Natur aus g’sund“. Weiterhin werden regelmäßig Anzeigen in verschiedenen Publikationen geschaltet.

Damit setzt die Region auf ein individuelles und passendes Konzept und spielt auf der gesamten Klaviatur der Kommunikationsmaßnahmen. Deren gelungene Umsetzung sorgt letztlich für den Erfolg des neuen Konzepts für die Tourismusregion. Genauso bewährt hat sich die kommunikative Umsetzung des Märchenthemas zum Beispiel im Parkhotel Emstaler Höhe oder das gemeinsame Engagement von Tim Mälzer mit Nolte Küchen. Denn Erfolg ist eine Multiplikation aus Konzept und Kommunikation. Nur wer beides hat, kann seine Gäste erreichen.

Bis zum 30. April 2015 besteht noch die Möglichkeit, sich mit gelungenen Kommunikationsmaßnahmen um den Health:Angel 2015 zu bewerben.

Bildunterschrift:
v.l.n.r. Prof. Dr. Holzgreve, Universitätsklinikum Bonn, Bianca Torrado, Künstlerin; Dr. Helmut Engels, Grand Jurypräsident, Dr. Eckart von Hirschhausen, Preisträger, Markus Berger, HMA-Initiator; Melanie Künzl, Veganerin

Über den Gastautor:

Markus_BergerMarkus Berger ist geschäftsführender Gesellschafter und Gründer der Health Media Award International Ltd. Das Unternehmen veranstaltet den Health Media Award. Seit 2008 werden mit dem „Health:Angel“ Trends in der Gesundheitskommunikation adäquat gewürdigt.

Weitere Informationen unter www.healthmediaaward.com oder https://www.facebook.com/hma201X





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