Geschrieben von Thomas Sablotny, Montag, 12. Juni, 2017

Stress reduzieren: Vom Selbstständigen zum Unternehmer

(PREGAS/Thomas Sablotny) 80-Stunden-Wochen, die Wochenenden werden durchgearbeitet, Urlaub ist auf Jahre hinweg gestrichen, und der letzte Gedanke vor dem Einschlafen ist die Agenda des kommenden Tages: Das ist ein Hamsterrad, aber Gastronomen und Hoteliers können dem entfliehen.

Selbstständige Gastronomen und Hoteliers würden kaum daran zweifeln, dass sie Unternehmer sind. Schließlich führen sie nicht nur ein Unternehmen, sondern arbeiten auch wie Unternehmer: rund um die Uhr mit voller Verantwortung für alle Vorgänge und Abläufe. Ohne sie geht nichts, wie es sich für einen guten Unternehmer gehört. 80-Stunden-Wochen, die Wochenenden werden durchgearbeitet, Urlaub ist auf Jahre hinweg gestrichen, und der letzte Gedanke vor dem Einschlafen ist die Agenda des kommenden Tages sind die Folge – mit der Konsequenz, dass sich ein Gastronom oder Hotelier in einem Hamsterrad befindet, aus dem er sich kaum befreien kann. Es bleibt keine Zeit für strategische Überlegungen, die Familie und die dringend notwendige physische und psychische Erholung – und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der „große Knall“ kommt und der Unternehmer eine Zwangspause einlegen muss…

Der Hintergrund: Viele Selbstständige sind aus dem Angestelltenverhältnis in die unternehmerische Tätigkeit hineingewachsen und deshalb sowohl Fachkraft als auch Unternehmer – und übernehmen alle möglichen Aufgaben, und das zu jeder Zeit. Das führt dazu, dass viele Selbstständige sprichwörtlich in Arbeit ertrinken. Das ist ein Muster, das sich besonders im ohnehin arbeitsintensiven feststellen lässt.

Wollen Gastronomen und Hoteliers aber diesen Stress reduzieren und neue Erfolgspotenziale heben, müssen sie den Weg beschreiten, um sich vom Selbstständigen zum Unternehmer weiterzuentwickeln. Ein solches Coaching-Konzept liefert neue Handlungsmodelle zur praktischen Umsetzung dieses Vorhabens, ermittelt das individuelle Stärken-/Schwächenprofil des Unternehmers und arbeitet heraus, wie dieser sich konzentrieren und fokussieren kann. Unter anderem geht es dabei um die Fragen: Wo bin ich stark, wo brauche ich Unterstützung? Was sind meine Arbeitssituationen und wie bewältige ich sie? Durch was gerate ich unter Stress und was sind die Gegenmaßnahmen? Wie löse ich Problem und was übersehe ich dabei? Wie kommuniziere ich und was vergesse ich dabei? Wie gehe ich an Entscheidungen heran und was übersehe ich dabei?

Werden diese Fragen professionell und offen beantwortet, führt das einen Gastronomen oder Hotelier ein ganzes Stück vorwärts auf ihrem Weg. Sie erkennen, was wirklich wichtig ist, was sie selbst erledigen müssen – und was durchaus auch andere abarbeiten können. Delegieren und führen lernen, das ist eine Aufgabe, die viele Unternehmer erfüllen müssen. Auf diese Weise lernen sie auch Veränderungen anzunehmen, mit Selbstreflektion umzugehen, zwischen dem Ich und dem Wir zu unterscheiden und zu erkennen, welche Veränderungen man selbst anpacken kann und für welche es externer Hilfe bedarf.

Die Folge: Der Unternehmer ist kein selbstständiger Facharbeiter mehr, der zu jeder Zeit jede Aufgabe erledigt. Sondern ein selbstständiger, verantwortlicher Betriebsinhaber, der sich seiner Rolle bewusst ist und dadurch immer das Beste aus seinem Unternehmen herausholen kann. Ohne im Stress unterzugehen.

Bildrechte: alphaspirit/Fotolia

 

Über den Gastautor:

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Thomas Sablotny ist Inhaber von hoch3 – Klassenfahrten und Gruppenprogramme und Kobon – Team –Training – Incentive und entwickelt für Unternehmen ganz gleich welcher Branche und Größe individuelle Programme mit einem Fokus auf Indoor- und Outdoor-Trainingsprogramme, die dem Motto folgen: „Wir schaffen Erlebnisse mit Ergebnissen.“ Diese Programme führen hoch3 und Kobon sowohl an den eigenen Standorten als auch bei den Auftraggebern sowie an deren Wunschstandorten durch. Thomas Sablotny kooperiert mit Hotels in ganz Deutschland und entwickelt passgenaue Programme für Teambuilding, Teamentwicklung und Stressabbau. Weitere Informationen: www.hochdrei.de und www.kobon.de





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