Geschrieben von Alon Dorn, Freitag, 11. Dezember, 2015

Social Media ist wichtig für die Hotellerie

(PREGAS/Alon Dorn) Der Ertrag im Verhältnis zum Aufwand beim Einsatz von Social Media steht in einem absolut positiven Verhältnis. Vorausgesetzt, ein Hotelier macht es richtig. Denn „ein bisschen Facebook“ ist genauso wenig möglich wie „ein bisschen schwanger“.

Wenn in der Hotellerie die Rede auf Facebook und Co. fällt, ist oft noch Schulterzucken angesagt. Offensichtlich sind die Sozialen Medien für die allermeisten Hoteliers noch ein Buch mit Sieben Siegeln – sei es, weil einfach das Interesse dafür fehlt, sei es, weil im Unternehmen keine Kompetenzen und/oder Ressourcen für Strategie und Umsetzung vorhanden sind, sei es aufgrund des Arguments, dass die Gäste das sowieso nicht nutzen würden. Gleichzeitig findet man aber auch schon regelmäßiger sehr schlecht gemachte Social Media-Profile. Diese sind entweder wenig gepflegt (alle halbe Jahre mal ein Posting) oder einfach nur peinlich, Katzenbilder und Reklametexte voller Rechtschreibfehler lassen grüßen.

Dabei steht der Ertrag im Verhältnis zum Aufwand beim Einsatz von Social Media in einem absolut positiven Verhältnis. Vorausgesetzt, ein Hotelier macht es richtig. Denn „ein bisschen Facebook“ ist genauso wenig möglich wie „ein bisschen schwanger“. Der Wille, die Sozialen Medien langfristig und strategisch einsetzen, muss da sein. Denn der Erfolg gibt dieser Vorgehensweise Recht. Wer alle Kanäle sinnvoll, strukturiert und ordentlich bedient, schafft eine extrem hohe Reichweite für seine Inhalte, sowohl für bestehende Gäste als auch für potenzielle neue Zielgruppen.

Ein Beispiel ist Google+, die Social Media-Plattform des Suchmaschinen-Giganten. Zwar gibt es dort recht wenig direkte Interaktion mit Nutzern – aber die Zahlen sind erstaunlich gut. Denn aufgrund der Anbindung an die Suchmaschine ist es unter Ausnutzung sinnvoller Schlagwörter möglich, sehr viele Klicks zu generieren. Mehrere hunderttausend Besucher sind kein Problem, und wenn dann die optische und inhaltliche Darstellung sauber ist, ist der Weg bis zur Buchung nicht mehr weit. Ganz ohne Online-Reiseplattform. Oder Facebook: Je besser die Inhalte, desto höher ist die Aktivität der Nutzer, desto höher die Feedback-Quote, desto größer die Wahrscheinlichkeit, echte Aufmerksamkeit auf das Unternehmen zu lenken und davon zu profitieren.

Wer attraktive Inhalte bereitstellt, bekommt Likes, wird geteilt und re-tweetet, so dass immer mehr Menschen auf das Unternehmen aufmerksam werden. Die Fans eines Unternehmens übernehmen auf diese Weise die weitere Kommunikation und tragen zur Steigerung von Wahrnehmung und Reputation bei. Die Sozialen Medien richten sich in erster Linie natürlich an die Follower als direkte Kontakte, aber das dahinter liegende Potenzial der mittelbaren Kontakte ist um ein Vielfaches höher. Ein gutes, durchdachtes Posting kann Massen von Social Media-Nutzern erreichen, darunter wichtige Multiplikatoren wie Journalisten, Blogger etc.

Doch was bedeutet das jetzt für die Individual-Hotellerie? Was sind die notwendigen Schritte für ein Hotel, um sich in den Sozialen Medien zu positionieren? Es kommt es auf die richtige Mischung aus Entertainment und Information an. Es spricht nichts dagegen, den Geschäftsführer mit Bild und einem Gruß zum neuen Jahr zu zeigen. Und ebenso ist es völlig in Ordnung, beispielsweise in Karnevalshochburgen das jecke Treiben einmal markig zu kommentieren. Aber dabei darf es nicht bleiben. Die Follower wollen wissen, was im Unternehmen passiert, welche Innovationen, Ideen und Konzepte entwickelt werden und was die Macher antreibt.

Wer so vorgeht und den richtigen Mix findet (der er zu leisten bereit und fähig ist), kann wirkliche Erfolge feiern und mit seinem Hotel den Platz in den Sozialen Medien einnehmen, der ihm angemessen ist. Wer sich peinlich benimmt, wird das entsprechende Feedback erhalten. Im besten Fallen nimmt ihn niemand wahr, im schlechteren spricht sich herum, wie albern sich ein Hotel im Netz präsentiert. Funktioniert die Social Media-Kommunikation jedoch, wird sich das strategisch lohnen: durch mehr Aufmerksamkeit, durch mehr Wertschätzung, durch mehr Auffindbarkeit. Und damit durch bessere Geschäfte.

Über den Gastautor:

Alan Dorn

Alon Dorn führt gemeinsam mit seiner Frau Berit das Drei-Sterne-Boutique-Hotel Berial (www.hotelberial.de) in Düsseldorf direkt am Hofgarten. Social Media ist für ihn ein Kernthema in der Vermarktung, weshalb er Facebook (www.facebook.com/Hotel-Berial-Boutiquehotel-120733311270789/?fref=ts) und Google+ (https://plus.google.com/117950079351455334271/about) eine hohe Bedeutung zumisst.





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