Geschrieben von Michael Jendges, Freitag, 23. Januar, 2015

Nicht am falschen Ende sparen

(PREGAS/M.J.) Eine Betriebshaftpflicht ist für Hoteliers und Gastronomen ein absolutes Muss im Versicherungsportfolio. Es ist ein wichtiger Baustein im Vermögensschutz, muss aber individuell passen. Deshalb sollte eine umfassende Bedarfsanalyse am Anfang einer jeden Beratung stehen.

Hotels und Gaststätten stehen für besonderen Genuss, für eine schöne Zeit mit der Familie oder Freunden. Ein romantisches Abendessen, ein Erlebniswochenende oder der Sommerurlaub: Hoteliers und Gastronomen sind als persönliche und herzliche Gastgeber immer um das Wohl ihrer Gäste bemüht. Doch wo gearbeitet wird, da passieren auch Fehler. Eine Treppe ist aufgrund einer defekten Glühbirne schlecht ausgeleuchtet, bei einem Sturz verletzt sich ein Urlauber schwer; Lebensmittel sind unbemerkt verdorben, nach dem Essen klagen Gäste über Bauchschmerzen und Übelkeit; oder ein Küchengerät wird versehentlich nicht ausgeschaltet, der Pachtbetrieb steht in Flammen.

Das kann für den Unternehmer teuer und sogar existenzbedrohend werden, wenn er für einen solchen Personen-, Sach- oder auch Vermögensschäden selbst mit dem Privatvermögen aufkommen muss. Im Ernstfall geht um Beträge in Millionenhöhe, die Gästen und Lieferanten, Nachbarn und Vermietern in Schadensfällen zustehen können.

Um solche Gefahren für das eigene Vermögen zu vermeiden, ist eine Betriebshaftpflicht für Hoteliers und Gastronomen ein absolutes Muss im Versicherungsportfolio, an dem nicht gespart werden sollte. Durch eine solche Betriebshaftpflicht sind Unternehmer im Schadenfall gegen Schadenersatzansprüche von Seiten Dritter gewappnet – die Betriebshaftpflicht ist eine Säule für den Vermögensschutz des Unternehmers. Ein auf das Gastgewerbe spezialisierter Versicherer wird in einem solchen Fall nicht nur für die Zahlung der zu leistenden Entschädigungen sorgen, und zwar mit wirklich zeitgemäßen Summen – er wird sich vor allem auch darum kümmern, ob überhaupt Schadenersatzpflicht besteht, ungerechtfertigte Ansprüche abwehren und generell die Kosten für die Schadenabwicklung und einen möglichen Rechtbeistand übernehmen. Die Betriebshaftpflicht sollte, um einen umfassenden Schutz zu gewähren, natürlich nicht nur Hotelzimmer und Gasträume abdecken, sondern sämtliche Bereiche, die zum Angebot eines Betriebs gehören: vom Veranstaltungssaal über die Kegelbahn bis zur Sauna und dem Kinderspielplatz im Garten.

Wichtig ist, dass der Versicherungsberater das Unternehmen und die Anforderungen in Hotellerie und Gastronomie gut kennt. Das Gastgewerbe ist durch die Vielzahl der potenziellen Risiken keine Branche wie jede andere – es kommt auf Verständnis, Erfahrung und Fingerspitzengefühl bei der Entwicklung des passenden Versicherungsschutzes an. Nur so kann ein individuelles Paket entstehen, das dem Unternehmer wirklich nutzt und als hilfreicher Baustein in der gesamten strategischen Ausrichtung fungiert.

Deshalb steht eine umfangreiche Bedarfsanalyse am Anfang einer jeden Beratung. Gemeinsam müssen Versicherungsfachmann und Betriebsinhaber ermitteln, welche Bereiche vorhanden sind und abgesichert werden müssen, wie die allgemeine Versicherungssituation aussieht und welche Ziele und Pläne es für die Zukunft gibt. Soll beispielsweise das Hotel erweitert werden, sollte dies frühzeitig in die Versicherungsplanung einbezogen werden – dann kann man später beruhigt alle Projekte angehen.

Über den Gastautor:

Michael_Jendges
Michael Jendges ist Leiter der Provinzial Rheinland-Geschäftsstelle in Mönchengladbach-Rheindalen und berät in der Region und darüber hinaus Unternehmer bei allen Versicherungsfragen, sowohl gewerblich als auch privat. Hotellerie und Gastronomie sind eine seiner Kernbranchen, in der er langjährige Beratungserfahrung besitzt.

Weitere Informationen: http://www.provinzial.com/michael.jendges





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