Geschrieben von Thomas Sablotny, Dienstag, 13. Dezember, 2016

Mitarbeiter belohnen, Stress dauerhaft reduzieren

(PREGAS/Thomas Sablotny) Durch gezielte, handlungsorientierte Incentives zur Belohnung können Hoteliers und Gastronomen Stress bei ihren Mitarbeitern abbauen. Sie übertragen die Erlebnisse auf den Alltag und entwickeln sich weiter.

Diese Zahlen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: „Psychische Störungen verursachten im Jahr 2008 Behandlungskosten von knapp 29 Milliarden Euro. Die indirekten Kosten betrugen sogar 45 Milliarden Euro. Dieser Wert ergibt sich aus der Zahl der ausgefallenen Arbeitstage multipliziert mit dem Betrag, den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer pro Tag erwirtschaftet“, teilt die Hans Böckler Stiftung mit – und das 2008 wohlgemerkt. Man kann davon ausgehen, dass diese Werte höher noch einmal höher liegen, denn in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung, der härter werdenden Regulierung und des immer stärkeren Wettbewerbs steigen die Anforderungen eher, als dass sie sinken.

Das gilt auch für Hotellerie und Gastronomie. Das Gastgewerbe ist ohnehin bekannt für anspruchsvolle Arbeitszeiten, hin und wieder unfreundliche Gäste, einen ruppigen Umgangston und ein Gehalt, dass im Vergleich zu anderen Branchen oft eher unterdurchschnittlich ist. Da ist Stress vorprogrammiert – drückt sich dieser in gestiegenen Fehltagen aus, kann das zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Denn nur die wenigsten Hoteliers und Gastronomen haben ihre Küchenbrigaden, Serviceteams etc. so besetzt, dass sie Krankheitsausfälle einfach so kompensieren könnten. Damit hat ein Ausfall zur Folge, dass entweder Mitarbeiter Doppelschichten fahren, Aushilfen eingesetzt oder einfach die verbliebenen Kräfte mehr arbeiten müssen. Dass das nicht auf Dauer funktionieren kann, steht wohl außer Frage.

Hoteliers und Gastronomen können auch nicht einfach stressfreies Arbeiten verordnen oder ein Schild an die Tür heften, dass Stress draußen bleiben muss. Und vor allem muss man eines auch immer wieder sagen: Stress ist, in geregelten Maßen, auch gar nicht schädlich, sondern eine gute Motivation, um zu Höchstleistungen zu gelangen. Er darf nur nicht Überhand nehmen – dann ist er der Hemmer schlechthin.

Doch was tun? Wie gehen Hoteliers und Gastronomen vor, um negativen Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon: regelmäßig Belohnungen außerhalb des betrieblichen Alltags anbieten – Incentives sind das Stichwort. Sie sind ein beliebtes Instrument, um die Mitarbeiter zu belohnen. Unternehmen zeigen ihnen dadurch, dass sie sie wertschätzen und ihre Leistung anerkennen. Und sie ermöglichen ihnen, in der Gruppe außerhalb des Hotels oder Restaurants sich durch Erlebnisse weiterzuentwickeln und Techniken herauszubilden, mit Stress sinnvoll umzugehen und ihn nicht dauerhaft negativ werden zu lassen. Es ist für ein Unternehmen besonders förderlich, Incentives mit einem spürbaren Mehrwert für den beruflichen Alltag zu kombinieren. Nichts wirkt sich nachhaltig motivierender auf den Arbeitsalltag aus, als Erinnerungen an gemeinsame Herausforderungen, die mit Begeisterung erlebt wurden.

Die Erfahrung zeigt: Was der Mensch erlebt, behält er zu 80 Prozent. Und so dienen handlungsorientierte Incentives, die vorhandenen Leistungspotenziale zu wecken und Mitarbeiter zu neuen Erkenntnissen zu führen – während sie Spaß und Freude dabei haben und die Aktivitäten als Belohnung empfinden. So entsteht aus der Mitarbeiter-Belohnung eine langfristige Unternehmens-Belohnung, die sich wirtschaftlich bemerkbar macht.

Jetzt stellt sich die Frage, mit welchen Aktivitäten man dies erreichen kann? Was reduziert Stress, wirkt sich langfristig aus und bringt auch noch Spaß? Ein Beispiel ist das Segeln. Auf hoher See kann man nicht einfach rechts anfahren und das Boot verlassen, sondern man trägt in der Gruppe Verantwortung und lernt, mit Stress und Druck umzugehen. Dies klappt dann auch im Alltag – das nächste Bankett ist nichts anderes als der Segeltörn an Land, die Erlebnisse und Erfahrungen lassen sich gut nutzen, um den Stress zu bewältigen.

Bildrechte: : 3d_generator/Fotolia

 

Über den Gastautor:

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Thomas Sablotny ist Inhaber von hoch3 und Kobon entwickelt für Unternehmen ganz gleich welcher Branche und Größe individuelle Programme mit einem Fokus auf Indoor- und Outdoor-Trainingsprogramme, die dem Motto folgen: „Wir schaffen Erlebnisse mit Ergebnissen.“ Diese Programme führen hoch3 und Kobon sowohl an den eigenen Standorten als auch bei den Auftraggebern sowie an deren Wunschstandorten durch. Thomas Sablotny kooperiert mit Hotels in ganz Deutschland und entwickelt passgenaue Programme für Teambuilding, Teamentwicklung und Stressabbau.

Weitere Informationen: www.hochdrei.de und www.kobon.de

 





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