Geschrieben von Heidi Müller, Montag, 2. Februar, 2015

Indiana Jones in Valencia

(PREGAS/H.M.) Was haben Paul Geoffrey alias Parzival in „Excalibur, Robert Langdon alias Tom Hanks  in „The Da Vinci Code“, Benjamin Franklin Gates alias Nicolas Cage in „Das Vermächtnis der Tempelritter“ und selbstverständlich die furchtlosen Jungs aus Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“ gemeinsam?

Sie alle wollten ihn haben. Das Objekt der (auch cineastischen) Begierde: der Heilige Gral. Ob Kelch, Schale oder Bundeslade: Der Heilsbringer in jedweder Form bringt Geld, Ruhm, Ehre und soll vor allem Kräfte besitzen, die den Weg zur ewigen Jugend ebnen. Und wer möchte bitte schön unter den Umständen das Ding nicht besitzen?

Der bekannteste Kino-Held in Sachen Heiliger Gral ist und bleibt Indiana Jones alias Harrison Ford. Im dritten Film der Blockbuster-Reihe um den abenteuerlustigen Archäologen, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, begibt sich auch Indy auf die Suche nach dem begehrten Pott. Sie erinnern sich? Indiana Jones-Regisseur Stephen Spielberg soll ja am 5. Teil der beliebten Filmreihe arbeiten. Bei der Suche nach den passenden Drehorten können wir behilflich sein, denn schließlich steht der Heilige Gral wohlbehütet und für jedermann sichtbar in der Kathedrale von Valencia. Tut mir leid, Indy, hast Du das etwa nicht gewusst?

Falls auch Sie zu den Nichtsahnenden gehören, kurz mal eine historische Auffrischung: Die sagenumwobene Reliquie wurde 1399 dem König von Aragonien, Martin „El Humano” überreicht, der ihn bis zu seinem Tod (wieso Tod?, sorgt das Ding nicht für ewiges Leben?) in seinem königlichen Schloss “La Aljafería” in Zaragoza unter Verschluss hielt. Einer seiner Nachfolger, König Alphons V., brachte den Kelch samt Reliquienschrein mit in sein königliches Schloss in Valencia. Als er einmal nach Neapel musste, übergab er das Schmuckstück vertrauensvoll der Kathedrale von Valencia. Zwar ging der Kelch noch ein paar Mal auf Tournee. Letztendlich steht er jedoch wieder wohlbehalten in der Kathedrale, in einer Seitenkapelle.

Als dokumentarisches Drehbuch für Steven Spielberg schlagen wir also in Valencia folgende Szenarien vor: Das Headquarter der Bösen ist in der avantgardistisches City of Arts and Science, dem größten Wissenschafts- und Kulturkomplex Europas mit eindrucksvollen Bauten wie dem IMAX-Kino Hemisfèric und der Oper Palau de les Arts Reina Sofía untergebracht. Im Naturpark Albufeira, eine Everglades-anmutende Location und nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, können wilde Verfolgungsjagden auf dem Boot gedreht werden. Und das El Oceanogràfic de la Ciudad de las Artes y las Ciencias, Europas größtes Aquarium mit über 45.000 Tieren und 24 Millionen Litern Wasser über zehn Meter unter der Erde ist Drehort für atemberaubende Unterwasserszenen mit hungrigen Haien und Beluga-Walen. Und im luxuriösen Yachthafen Juan Carlos I., der anlässlich der 32. American‘s Cup Segelregatta erbaut wurde und alle zwei Jahre Formel 1-Austragungsort für den Großen Preis von Europa ist, dreht Indiana Jones wilde PS-Ritter-Jagden. Die rein spanische Besetzung der Hauptdarsteller haben wir auch parat: Antonio Banderas als Gralshüter, Penelope Cruz als weibliche Unterstützung auf der rasanten Schnitzeljagd nach dem Gral und ihr wahrhaftiger Gatte Javier Ángel Encinas Bardem als böser Gegenspieler (diese Rolle hat er ja in „Skyfall“ schon überzeugend geübt).

Und das Beste: Indiana Jones‘ Markenzeichen ist ja bekanntlich sein Fedora, jener weiche Filzhut, der dafür gesorgt hat, dass er bisher in allen vier Filmen einen kühlen Kopf bewahrt hat. Seinen Fedora kann er sich auch gleich in Valencia in der 1820 gegründeten Hutfabrik Sombreros Albero arbeiten lassen. Gemäß der Philosophie des Hauses: “Tú tienes tu estilo, nosotros tu sombrero“ – „Du hast deinen Stil, wir haben den passenden Hut dazu“. Vamos, Indy.

Bild: © Pablo Casino

Weitere Informationen: www.toursvalencia.de

Über die Gastautorin:

Heidi_MüllerHeidi Müller, freie Journalistin aus Berlin, ist Chefredakteurin der Berliner Zeitung Boulevard, schreibt Artikel für DIE WELT und Newsletter für Berliner Unternehmen.

Sie hat einen Lifestyle-Blog auf dem Nachrichtenportal www.ad-hoc-news.de.
Ihre Themen: All die schönen Dinge, die das Leben liebenswert machen.

Die Diplom-Journalistin arbeitete u. a. für den Tagesspiegel, die WELT AM SONNTAG, die Thomas Gottschalk Late Night Show und produziert Magazine.

Weitere Informationen unter: http://blog.ad-hoc-news.de/lebenswerte und
www.hm-berlin.de

 

 





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