Geschrieben von Peter Fischer, Mittwoch, 18. März, 2015

GEMA, GEZ , IHK, Berufsgenossenschaft und andere Totengräber !

(PREGAS/P.F.) Was waren das noch Zeiten im Mittelalter wo arbeitsame Bauern, Bürger und Gastwirte ihren Herren den Zehnten entrichten durften. Vor allen Dingen wusste man wer „sein Herr“ ist und wieviel man von seiner Hände Arbeit jeweils abgeben musste bzw. übrig hatte.

Waren Raubritter unterwegs die sich zusätzlich bedienen wollten, kam einem der Lehnsherr zu Hilfe und beendete diesen Spuk in kürzester Zeit.
Heutzutage im Zeitalter der modernen Medien vom Telefon zum Internet, über Gema, GEZ, IHK, Berufsgenossenschaften und anderer Totengräber muss man vielen Herren dienen, die man in der Regel gar nicht kennt und froh sein kann, wenn sich nicht noch mehr hinzugesellen.

Hier muss der Anschein erweckt werden, dass für jeden entrichteten Gastro-Obolus, der in den Taschen dieser “ Selbstversorger“ landet, selbstverständlich eine entsprechende Gegenleistung erbracht wird. Und genau hier beginnt das moderne Raubrittertum!

Da es eine große Anzahl von Parteigängern sämtlicher Parteien gibt, die es mangels Intelligenz oder Willens nicht mögen einer geregelten Arbeit nachzugehen und dieser Personenkreis sich ständig rasch vermehrt, müssen hier Möglichkeiten geschaffen werden diesen Leuten mit möglichst wenig Arbeitsaufwand ein überdurchschnittliches Einkommen zu sichern.

Bei über 250 Krankenkassen, die mit 250 Top entlohnten Vorstandsvorsitzenden und Vorständen gesegnet sind, wurden nicht wenige Dauerpositionen geschaffen. Auch muss es noch  zusätzliche Berufsgenossenschaften, die nur für die Folgen von Arbeitsunfällen usw. mit  ebenfalls gut dotierten Vorständen und Mitarbeitern bestückt sind, geben. Es wäre doch ein leichtes diese Aufgaben von den “ normalen Krankenkassen“ mit übernehmen zu lassen.

So ist es doch am Rande des Schwachsinnes, wenn ein Arbeitnehmer sich in seinen eigenen vier Wänden bei einem Sturz den kleinen Finger bricht, hierfür seine AOK zuständig ist und wenn ihm dieses Malheur zwei Schritte weiter vor seiner Haustüre auf dem Weg zur Arbeit ereilt, sich die Berufsgenossenschaft mit all ihren umfangreichen Fragebögen und Mitarbeitern mit dieser Sachlage beschäftigen muss.

Das gleiche gilt für die IHK, Gema, GEZ ja sogar für die Bereichsleiter der staatlichen Lotto-Unternehmen. Aber wehe dem ein kleiner Gastwirt erwirtschaftet mit einem Geldspielautomaten einen bitter notwendigen Zugewinn, der auch noch hilft einen Teil seiner Pachtzinsen zu begleichen. Da sind sofort die staatlichen Moralwächter, die ohne Skrupel in jeder Lottoannahmestelle jugendliche mit Rubbellosen anfüttern auf der Matte und predigen wie verwerflich Glückspiele jeglicher Art sind.

Eine rigorose Gesetzesänderung mit atemberaubenden Besteuerungsquoten ist hier schnell aus dem Hut gezaubert. Unglaublich, aber doch belegbar ist die Tatsache, dass ein Gastwirt bei dem eingebrochen wurde, die Geldspielautomaten aufgebrochen und das gesamte Geld entwendet, für das entwendete Geld auch noch Steuern (Umsatzsteuer, Vergnügungssteuer usw.) an das Finanzamt entrichten musste.

Begründung: Das Geld in der Automatenkasse sind vereinnahmte Beträge, die ordnungsgemäß versteuert werden müssen und selbst bei einem Diebstahl die Steuerpflicht nicht entfällt !

Übrigens die überschwänglichen Pressemeldungen der letzten Tage über Rekordumsätze des Hotel & Gastronomiegewerbes ist ausschließlich der Tatsache geschuldet, dass viele Unternehmen ihre Betriebe aufgeben mussten. Ob dies ein positiver Gesundschrumpfungsprozess oder der Beginn nur strukturell vorhandener Angebotsformen ist, wird sich mittelfristig herausstellen.

Bildquelle: Pixabay

 

Über den Gastautor:

Als Firmengründer u.a. der Fischer GmbH & Co KG und Fimpex Fischer GmbH, hat Peter Fischer zunächst Konsumgüter des täglichen Bedarfs importiert und vermarktet. Des Weiteren betreibt die Firma vier Gaststätten , ein Hotel und ein Motel. Sowohl in Eigenregie als auch verpachtet. Zudem ist Peter Fischer Mitglied des Gemeindeparlamentes in Biblis.

Weitere Informationen unter: http://www.hape-fischer.de/





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