Geschrieben von Dirk Rottmüller, Donnerstag, 10. Dezember, 2015

Fünf Trends für Ihr erfolgreiches Gastronomiejahr 2016

(PREGAS/Dirk Rottmüller) Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Nicht nur wieder einmal der gastronomische Höhepunkt des Jahres. Auch der Zeitpunkt, sein Geschäftsjahr einmal kritisch Revue passieren zu lassen. Meist nutzt man diese Jahreszeit aber auch, sich Gedanken über das anstehende neue Jahr zu machen. Viele gesamtwirtschaftliche Fragezeichen prägen die Stimmung zurzeit. Faktoren, die sicherlich auch die Gastronomiebranche durchaus beeinflussen werden.

Wird es für uns Deutsche – bei dem immer schwächer werdenden Euro – nächstes Jahr noch attraktiv sein, seinen Urlaub im außereuropäischen Ausland zu machen? Was für Otto Normal von Nachteil, ist für andere vielleicht der Vorteil. Deutschland wird gewiss noch attraktiver für Touristen. Und als Gewinner könnte dabei die Hotellerie und Gastronomie heraus kommen. Auch unser gesellschaftliches Zusammenleben wird sich weiter vernetzen und schnelllebiger werden. Ebenso wird sich unsere Branche rasant weiterentwickeln. In einem Tempo, welches vermutlich nicht jeder von uns mit Schritt halten kann.

Und selbstverständlich kristallisieren sich jedes Jahr aufs Neue spannende Trends heraus. Was wird wohl passieren? Auf welches Pferd sollte man aufspringen? Lassen Sie uns doch einmal gemeinsam ins neue Jahr blicken. Auf all die gastronomischen Trends, welche das „Gesamterlebnis Gastronomie“ noch steigern könnten:

Trend No.1: „Pop-Down ”

Viele von Ihnen haben sicherlich schon von der Konzeptidee eines Pop-Up-Restaurants gehört. Oder möglicherweise gar schon selbst erlebt? Diese Alternative zu den üblichen Restauranttempeln, die nur für kurze Zeit an meist ungewöhnlichen Orten ihre gastronomischen Zelte aufschlagen. Dieses Undergroundflair war es auch, der diese Konzeptidee erfolgreich werden ließ. Bedauerlicherweise aber nur für wenige gastronomische Szenekenner. Der Trend geht nun jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Weg vom Geheimnis umwogenden Szenetreff, hin zur Öffnung einer breiteren Masse. „Pop-Down“ ist das Zauberwort. Man versucht, seinen gastronomischen Szenebetrieb einer breiteren Masse als üblich anzubieten. Erste Erfolge dieser Konzeptstrategie lassen sich z.B. bei den immer beliebteren „Streetfood-Festivals“ erkennen. Hier nutzen größtenteils lokal ansässige Foodtrucks mit geringem Bekanntheitsgrad dieses Angebot, um sich einer breiten Gästeschicht anzubieten. Oftmals mit nachhaltigem Erfolg!

Trend No.2: Self-Ordering-Systeme

In Deutschland nicht mehr ganz unbekannt. Doch die flächenweite Umsetzung steckt noch in den Kinderschuhen. Die Möglichkeit der Restaurantgäste, am Tisch seine Speisekarte digital zu durchforsten und zum Beispiel einen Kellnerruf oder gar Bestellung gleich per Knopfdruck abzugeben. Schon im vergangenen Jahr wurde in einer Befragung festgestellt, dass knapp 70% der Gäste unter 35 Jahren, diese sogenannten „Self-Orderung-Systeme“ gerne verwenden würden. Und die Zahl der Befürworter wächst ungebrochen. In den USA zum Beispiel sind Self-Ordering Systeme zurzeit der absoluter Renner. Große Systembetriebe, wie z.B. Applebee’s, haben allein für ihre Kette in über 100.000 Tablets investiert. So werden in Zukunft keine langweiligen Papier-Speisekarten mehr auf dem Tisch anzufinden sein, sondern multimedial animierte „Verführungstablets“.

Trend No.3: Smarte Gästegewinnung

Klassisches Online-Marketing ist für den geschäftstüchtigsten Gastronom von heute kein Fremdwort mehr. Es wird und muss zukünftig vermehrt benutzt werden. Nicht nur, um seine Stammgäste stärker an sich zu binden. Vielmehr auch, um die schwierige Neugästegewinnung erfolgreich zu meistern. Doch so mobil und schnelllebig unsere Gesellschaft auch wird. Die Werbung und das Marketing müssen mit auf diese Überholspur. Bei der Vielzahl an diversen sozialen Portalen scheint es aber oft ein schwieriges Unterfangen zu werden. Und ganz ehrlich: Wie oft ist es auch Ihnen schon passiert, dass die eine oder andere Onlinewerbung von Ihrem Follower schlichtweg nicht wahrgenommen wurde? Ich sehe für das kommende Jahr eine weitere Konzentration dieser Mediennutzung voraus. Facebook wird zwar weiterhin das soziale Onlinenetzwerk bleiben, aber die Attraktivität schwindet. Für den smarten Gastronom kann das Zauberwort im nächsten Jahr aber „WhatsApp“ heißen. Was bisher als mehr oder weniger Chatnetzwerk genutzt wurde, mausert sich von Tag zu Tag mehr zu einem innovativen Marketing- und Kundenbindungsportal für Unternehmen. Es gilt also auch hier, rechtzeitig auf den schnellen Zug aufzusteigen!

Trend No.4: Restaurant 4.0

Erfolgreich in der Gastronomie zu sein bedeutet im Jahr 2016 mehr denn je, intensive betriebswirtschaftliche und innovationsfreudige Führungsstärke zu zeigen. Viele Faktoren erlauben es heutzutage leider nicht mehr, dass man von der einfachen Gewinnmaximierung für sein Konzept ab dem Öffnungstag ausgehen kann. Man muss den Betrieb noch intensiver auf mögliche Gefahren vorbereiten. Insbesondere bei den Abläufen. Digitale Tablets z.B. ermöglichen einen deutlich schnelleren und systematischeren Bestellabwicklungsprozess. Und alles, was schneller und aufwandsfreier funktioniert, erspart dem Gastronom letztlich bares Geld. Mit Eatsa hat ein erstes, fast vollautomatisches Restaurant dieses Jahr in San Francisco, Kalifornien eröffnet. Mit dem klaren Ziel: Stetig beste Qualität, mit schnellstem Service, bei geringsten Lohn-und Herstellungskosten. Sicherlich wird und darf der Mensch nie ganz aus der Gastronomie verschwinden. Der Gastronom im kommenden Jahr sollte aber darüber nachdenken, bei welchen Prozessen er vielleicht doch heute schon auf ihn verzichten könnte.

Trend No.5: Essen wird mobiler

Früher war es die Herausforderung für jeden Gastronom: Wie kann er Gäste gewinnen, die sein Restaurant vielleicht noch gar nicht kennen oder einfach zu immobil sind, um bei ihm einzukehren? Was damals viel Anstrengung bedarf – auch in finanzieller Hinsicht – ist heute durch die zahlreichen Onlineportale, wie Tischreservierungen, Delivery oder Bewertungs-Apps, um Weiten einfacherer geworden. Insbesondere das Delivery-Geschäft wird auch im kommenden Jahr noch weiter wachsen. Das Essen wird mobiler und sucht sich viel intensiver seine Gäste außerhalb der Restaurantmauern. Es wird für Ihren Gast so einfach wie noch nie zuvor sein, in seinen geliebten vier Wänden zu bleiben und dort das Essen seines favorisierten Sushilandens oder des angesagtesten Fine Dine Restaurants der Stadt gemütlich und ungestört zu genießen. Diverse Delivery-Dienste und Order-and-Pay-Apps wachsen unaufhaltsam. Alltägliche Gastrogenüsse versus Sternekreationen, oder Pizzalieferdienst gegen Fine-Dine-Restaurant. Dies wird zukünftig die Auseinandersetzung auf den zahlreichen Online-Bestellportalen, um die besten und obersten Plätze sein.

Bildrechte: dizain/Fotolia

Über den Gastautor:

dirk2Geboren 1978 in Ludwigshafen, ist Dirk Rottmüller seit 2009 Geschäftsführer der GastRo Consulting Betreibungsgesellschaft mbH in Ludwigshafen. Gegründet 2009, wurde sie als Basis eines Partnernetzwerkes geschaffen, welches vor allem eines verspricht: Kompetenz in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung.

Dennoch versteht sich GastRo Consulting nicht als klassische Gastronomieberatung. Denn die Mischung aus gastronomischer Erfahrung, betriebswirtschaftlichem Knowhow, konzeptioneller Denkweise und frischen Marketing-Ideen, – insbesondere auch online und hier mittlerweile unverzichtbar in den Sozialen Medien – stellt ein perfektes Full-Service Gesamtpaket für jeden gastronomischen Betrieb dar.

Die  Klienten profitieren dabei von kontinuierlicher globaler Recherche nach innovativen, trendigen Konzepten und Produkten sowie den dazu passenden Marketingstrategien. Aus diesen Impulsen wiederum entstehen nachhaltige Wettbewerbsvorteile, die ein Unternehmen bestens für die Zukunft wappnen und den Erfolg langfristig sicherstellen.

Dirk Rottmüller und sein Team verstehen sich als betriebswirtschaftlicher Partner. Nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen kann ein modernes und zukunftsweisendes Konzept erfolgreich realisieren und betreiben. So werden Kunden dabei unterstützt, Organisation und sämtliche Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten und somit das gesamte Unternehmen profitabel zu führen.

Zudem versteht sich GastRo Consulting als Full-Service Unternehmensberater. Dabei gehört der Begriff Kooperation zu der obersten Maxime von Dirk Rottmüller, denn nur gemeinsam, also unter Einbezug des individuellen Charakters und der speziellen Werte und Bedürfnisse des Kunden, kann man jeden Betrieb in die Lage versetzen, so aufgestellt zu sein, wie es heutzutage sein muss: ideenreich, zukunftsweisend und vor allem profitabel!

Weitere Infos sind abrufbar unter www.gastro-consulting.net





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