Geschrieben von Burkhard Küpper, Donnerstag, 8. Dezember, 2016

Einen spürbaren Mehrertrag erwirtschaften

(PREGAS/Burkhard Küpper) Nur stabile Gewinne sichern die Zukunft eines Hotels oder einer Gaststätte – und es existieren genügend Möglichkeiten, dies durch schlanke Strukturen und ein gutes Kostenmanagement zu erreichen.

Ständig neue Regulierungen, ein höherer Mindestlohn, höhere Energiepreise, mehr Konkurrenz und, und, und: Es ist nicht so, als fiele Hoteliers und Gastronomen nichts leichter, als Geld zu verdienen. Vielmehr herrscht in vielen Betrieben ein nicht unerheblicher Druck: Laut der letzten Konjunkturumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes sind zwar im Großen und Ganzen die Umsätze der Branche gestiegen, aber bei 41 Prozent der Unternehmen sind gleichzeitig die Erträge gesunden. Dass sich die Situation im kommenden Jahr nicht bessern werde, davon gehen rund 57 Prozent der Befragten aus.

Nun bedeuten diese Zahlen nicht, dass eine Vielzahl von Hoteliers und Gastronomen in der Krise steckt. Davon kann nicht die Rede sein, und deshalb besteht auch kein akuter Sanierungs- oder Restrukturierungsbedarf in den allermeisten Betrieben. Sehr wohl aber die Notwendigkeit, einmal alle Kostenstrukturen zu überprüfen, genaue betriebswirtschaftliche Planungen zu erarbeiten und den Betrieb so aufzustellen, dass er wirklich effizient arbeitet. Die Losung lautet deshalb, das Unternehmen in die Gewinnzone zu führen und dort zu halten. Nur stabile Gewinne sichern die Zukunft eines Hotels oder einer Gaststätte – und es existieren genügend Möglichkeiten, dies durch schlanke Strukturen und ein gutes Kostenmanagement zu erreichen.

Ist es zum Beispiel möglich, Versicherungen so anzupassen, dass sie bei gleicher Leistung niedrigere Kosten aufweisen? Die Erfahrung zeigt, dass dies oftmals möglich ist. Gemeinsam mit einem Versicherungsexperten, der zudem noch die Branche kennt, lassen sich optimale Strukturen in dem Bereich aufstellen. Vermögensschadenhaftpflicht, Betriebsunterbrechungsversicherung, Feuerversicherung und vieles mehr: Oftmals laufen diese Policen bereits sehr lange, ohne jemals wirklich überprüft worden zu sein. Das kostet häufig unnötiges Geld – an Versicherungen lässt sich jährlich bei geschickten Anpassungen eine vierstellige Summe sparen.

Dieses Konzept der Kostenreduktion lässt sich anhand vieler weiterer Bereiche durchexerzieren. Wer dies geschickt gemeinsam mit seinem betriebswirtschaftlich erfahrenen Steuerberater umsetzt, kann schnell einen spürbaren Mehrertrag bewirtschaften. Wer bei einem Umsatz von 600.000 Euro nur zwei Prozent Kosten einspart, erhöht sein Jahresergebnis um 12.000 Euro – und damit auch sein Unternehmereinkommen (ob laufend oder über Ausschüttungen).

Doch warum der Steuerberater und kein Fachberater anderer Profession? Der Steuerberater kennt die Zahlen und Verträge, Rahmenbedingungen und Probleme und kann ausgehend von dieser Detailkenntnis gemeinsam mit dem Hotelier oder Gastronomen die richtigen Schritte besprechen. Der betriebswirtschaftlich erfahrene Steuerberater erkennt Strukturen und Zusammenhänge, kann Pläne und Entscheidungen in die Rechtsprechung einordnen und jede Veränderung gleich als Szenario für die Ertrags- und natürlich auch Steuerseite errechnen. So erkennt der gastgewerbliche Unternehmer zügig, welche Folgen die Veränderungen haben können und ob diese dementsprechend sinnvoll sind oder eben nicht.

Ebenfalls wichtig bei der betriebswirtschaftlichen Neuordnung sind Abschreibungen, Leasingraten, Bestandsveränderungen oder auch Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld. Auch diese Punkte müssen in die Betrachtungen des Steuerberaters und die betriebswirtschaftlichen Szenarien einfließen, damit alles stimmig ist. Sonst ist das Wehklagen irgendwann groß, und wenn das Kind einmal in den Brunnen gefallen ist, wird eine Umkehr sehr schwierig.

Bildrechte: adam121/Fotolia

 

Über den Gastautor:

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Burkhard Küpper ist geschäftsführender Gesellschafter der auf gewerbliche Mandate spezialisierten Steuerberatungsgesellschaft Albers & Küpper aus Hilden (www.steuerberatung-albers.de), der Faerber & Küpper Steuerberatungsgesellschaft aus Hilden (www.faerber-kuepper.de), der Lohmann & Küpper Steuerberatungsgesellschaft aus Bocholt (www.lohmann-kuepper.de) und der KD Steuerberatungsgesellschaft aus Dortmund (www.steuerberatung-kd.de). Die Gesellschaften begleiten mittelständische Unternehmen aus ganz Deutschland – unter anderem Hoteliers und Gastronomen – bei allen steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen und besitzen besondere Kompetenzen in der Restrukturierung von Unternehmen. Ebenso arbeiten die Kanzleien mit einer Volldigitalisierung der Belege.





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