Geschrieben von Burkhard Küpper, Donnerstag, 21. Januar, 2016

Die Bank als strategischen Partner sehen

(PREGAS/Burkhard Küpper) Zum neuen Jahr kann es für Unternehmer wichtig sein, mit dem Steuerberater Planungen und Handlungsoptionen durchzusprechen. Das gilt besonders, wenn Finanzierungen anstehen – das Verhältnis zur Bank muss stimmen, sonst werden die Planungen erheblich erschwert.

Ein neues Jahr bringt für Unternehmen regelmäßig auch neue Herausforderungen, seien sie strategischer, steuerlicher oder betriebswirtschaftlicher Natur. Diesen Herausforderungen sollten Unternehmer nicht ohne Planung entgegentreten – Neues einfach auf sich zukommen lassen, ist in den meisten Fällen eine weniger gute Idee und kann zu bösen Überraschungen führen. Unternehmer – auch aus Hotellerie und Gastronomie – sollten deshalb den Jahresanfang nutzen, mit ihrem Steuerberater die Neuentwicklungen zu diskutieren, mögliche Szenarien zu entwerfen und davon ausgehend Handlungsoptionen zu entwickeln, die übers Jahr hinweg bei Entscheidungen und Planungen dann wiederum hilfreich sein können.

Wichtig: Dabei muss es gar nicht immer um Verschärfungen in der Steuergesetzgebung gehen. Denn gerade 2016 scheint ein Jahr der Erleichterungen zu werden, wenn man einmal von der weiterhin unklaren Entwicklung bei der Erbschaftsteuer absieht. Der Gesetzgeber baut beispielsweise bürokratische Hürden ab und befreit eine größere Zahl von kleinen Unternehmen als bislang von der Buchführungspflicht. Hinzu kommen Verbesserungen gezielt für Familien durch Erhöhungen des Kindergeldes, des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende und des Kinderzuschlags für Geringverdiener.

Vielmehr steht bei den Gesprächen im Mittelpunkt, die Weichen für die Geschäftsentwicklung zu stellen. Dazu kann beispielsweise gehören, notwendige Finanzierungen zu diskutieren, ganz gleich, ob es um strategisches Wachstum geht oder die Überbrückung einer potenziellen Schwächephase aus vielfältigen Gründen. Das Finanzamt ist keineswegs der größte Feind der Unternehmer. Viel entscheidender ist, dass die Bank ein Partner ist, auf den sich die Unternehmer dauerhaft verlassen können.

Werden beispielsweise Kreditlinien nicht verlängert oder neue Kredite aufgrund bankinterner Bewertungen auf einmal teurer als bisher gewohnt, kann sich das sehr negativ auf die Geschäfte auswirken und sogar dazu führen, dass Hotel oder Gaststätte in Schieflage gerät. Deshalb ist es wichtig, professionell mit der Bank zu verhandeln und alle möglichen offenen Fragen von vorne herein auszuschließen. Das können schlicht fehlende Unterlagen oder auch fehlerhafte beziehungsweise überholte Bilanzen zu den Stichtagen sein.

Betriebswirtschaftlich versierte Steuerberater werden solche Aspekte immer in ihre Jahresgespräche mit Hoteliers und Gastronomen mit einbeziehen, um unterjährige Schwierigkeiten so gut es geht zu reduzieren. Es geht um eine konstante Kommunikation mit den Kreditinstituten, um für die Mandanten dauerhaft eine stabile Basis bei ihrer Bank und dementsprechend eine sichere Finanzierung zu gewährleisten, die dem Unternehmen zugute kommt. Der Steuerberater kennt die Anforderungen der Banken, alle Termine und weiß, welche Stellschrauben wie für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gestellt werden müssen.

Auf diese Art und Weise, durch professionell und transparent geführte Gespräche, können Unternehmer wesentlich entspannter ins neue Jahr gehen. Sie können sich dann darauf verlassen, dass die Bank als verlässlicher Partner an der Seite steht und die Liquidität auch kurzfristig sichergestellt werden kann. Das verhilft zu Ruhe und Gelassenheit und vereinfacht die Planung erheblich.

Bildquelle: pfpgroup/Fotolia

 

Über den Gastautor:

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Burkhard Küpper ist geschäftsführender Gesellschafter der auf gewerbliche Mandate spezialisierten Steuerberatungsgesellschaft Albers mbH aus Hilden (www.steuerberatung-albers.de). Die Gesellschaft begleitet mittelständische Unternehmen aus ganz Deutschland bei allen steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen und besitzt besondere Kompetenzen in der Restrukturierung von Unternehmen.





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