Geschrieben von Thomas Sablotny, Montag, 7. November, 2016

Den Teufelskreis von Konflikten auflösen

(PREGAS/Thomas Sablotny) Wenn Konflikte unter den Mitarbeitern nicht gelöst werden, kann das ein Unternehmen gefährden – ein Gastronom kann sich durchaus ausrechnen, was es heißt, wenn zwischen Küche und Service Krieg herrscht. Durch gezielte Team-Building-Maßnahmen kann dies verhindert werden.

Lange Arbeitstage, heftige Stoßzeiten, manchmal ein ruppiger Ton und vielleicht auch nörgelnde Gäste: Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie sehen sich oft stressigen Situationen ausgesetzt. Und, das zeigt die Praxis immer wieder, Stress wiederum kann verstärkt zu Konflikten führen. Dies kann den gastgewerblichen Unternehmer viel Geld kosten: Steigende Krankenstände, höhere Fluktuation und schlechte Stimmung wirken sich negativ auf die Gästezufriedenheit und damit den Ertrag aus. Und daraus entsteht ein Teufelskreis, der im schlimmsten Fall in den Abgrund führt. Mehr Ärger gleich weniger Umsätze, weniger Umsätze gleich mehr Ärger und so weiter und so weiter.

Man stelle sich vor: Die Stimmung zwischen Küche und Service aufgrund ungeklärter Konflikte ist miserabel, die Team boykottieren sich gegenseitig. Die Gäste warten lange, die Kellner sind unfreundlich oder fahrig, weil sie in der Küche angebrüllt werden – dadurch sinkt die Frequenz, das Restaurant verliert Geld, regelmäßig melden sich Mitarbeiter kurzfristig ab oder schmeißen komplett hin. Das verschärft die Situation nochmals, und findet sich dann keine Feuerwehrlösung (beispielsweise kompletter Teamwechsel), sperrt der Gastronom ein paar Monate später die Tür zu.

Viel besser ist es, Konflikte durch vorausschauende Planung und gezielte Maßnahmen zu verhindern und die Mitarbeiter dahingehend zu qualifizieren, dass sie durch Kooperation, Kommunikation und Empathie sich anbahnende Probleme auflösen, bevor sie eskalieren, und als Team gemeinsam arbeiten – nicht gegeneinander.

Doch was sind das für Maßnahmen? Wie kann das funktionieren? Die Erfahrung zeigt, dass Teams immer wieder gestärkt und weiterentwickelt werden müssen. Denn nur wenn Mitarbeiter ihre Teams regelmäßig neu wahrnehmen und erleben, sind echte und langfristige Erfolge möglich. Dann erleben sie das Team als tragfähiges Modell, für das es sich einzusetzen lohnt, in dem man seine eigenen Kompetenzen und auch seine Individualität ausleben kann. Dies lässt sich durch handlungsorientierte Programme das Team-Building zu fördern. Es reicht in aller Regel nicht aus, dass vordergründig die Performance der Teams den Vorstellungen entspricht. Denn die Basis der Teams muss stark sein, und das gelingt durch Kooperation, Vertrauen und Motivation sowie die Fähigkeit, Konflikte systematisch und dauerhaft zu lösen. Durch die Aufdeckung „weicher“ Potenziale entstehen hochkarätige wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Im Mittelpunkt stehen dabei Outdoor-Erlebnisse. Spezielle Aktivitäten in der Natur gemeinsam mit Kollegen durchzuführen führt zu einem neuen, bewussten Erleben des Teams und dessen Dynamik. Bestehende Strukturen werden aufgespürt, können gelockert und optimiert werden. In der Natur nehmen Menschen sich und die Gruppe anders wahr, sind viel stärker als sonst auf andere angewiesen und müssen ihnen Vertrauen entgegenbringen; sei es auf Kanu- und Kletter-Touren, beim Trekking und auf Wanderungen mit GPS oder auch beim Bogenschießen, beim Segeln oder anderen Formaten.

Ein Beispiel: An Bord eines Segelbootes sind Kommunikation und Kooperation zwingend notwendig, ein „Ausstieg“ aus der Gruppenstruktur ist nicht möglich. Diese Erfahrung wird dann mit Aufgaben kombiniert, die Herausforderungen des Berufsalltags angelehnt sind – aber eben in einer völlig anderen, ungewohnten Umgebung, in der bestehende Strukturen wenn nötig aufgebrochen und optimiert werden. Die Unvoreingenommenheit aufgrund der neuen und nicht-beruflichen Umgebung hilft den Teilnehmern dabei, das Team bewusster zu erleben und sich der eigenen Rolle ebenso bewusst zu werden und positive Dynamiken zu verinnerlichen. Selbstverständlich funktioniert dies auch durch Indoor-Programme.

Dadurch werden Handlungsoptionen für das Konfliktmanagement vermittelt. Entsteht eine konfliktträchtige Situation, besitzen die Mitarbeiter die Kompetenz, diese zu lösen, bevor sie eskalieren und das Team und die allgemeine Struktur nachhaltig schädigen kann. Wer sich dem Team bewusst ist und die Kollegen nicht Fremdkörper, sondern als Partner wahrnimmt, findet mit den Partnern zusammen eine Lösung, Sondersituationen zu entschärfen – eben weil die Kompetenz dazu besitzt und weil er es tun möchte, um mit dem Team gemeinsam zu bestehen.

Bildrechte: kues1/Fotolia

 

Über den Gastautor:

thomas-sablotny2

Thomas Sablotny ist Inhaber von hoch3 – Team-Trainings und Incentives entwickelt für Unternehmen ganz gleich welcher Branche und Größe individuelle Programme mit einem Fokus auf Indoor- und Outdoor-Trainingsprogramme, die dem Motto folgen: „Wir schaffen Erlebnisse mit Ergebnissen.“ Diese Programme führt hoch3 – Team-Trainings und Incentives sowohl an den eigenen Standorten als auch bei den Auftraggebern sowie an deren Wunschstandorten durch. Thomas Sablotny kooperiert mit Hotels in ganz Deutschland und entwickelt passgenaue Zusatzprogramme für deren Tagungsangebote. Weitere Informationen: www.hochdrei.de

 





Beiträge von Gastautoren


Cross Media: Kampagnen mit Mehrwert

Artikel lesen

Veredelung: Drucksachen das gewisse Etwas geben

Artikel lesen

Unternehmensverkauf: Keinem Trugschluss aufsitzen

Artikel lesen