Geschrieben von Michael Jendges, Dienstag, 10. Februar, 2015

Betriebsunterbrechung als „Vermögens-Killer“

(PREGAS/M.J.) Muss ein Hotel oder eine Gaststätte aufgrund von Schäden längere Zeit geschlossen bleiben, greift das Liquidität und Substanz an – schließlich verdient der Unternehmer in dieser Zeit nichts, muss aber dennoch alle Kosten tragen. Eine Betriebsunterbrechungsversicherung schützt vor diesem Szenario.

Wie schnell kann das im Eifer des Gefechts passieren? Der Beikoch schaltet ein Gerät nicht richtig aus, die Küche steht in Flammen; oder in der Nacht kommt es zu einem Wasserschaden, Gast- und Veranstaltungsräume stehen unter Wasser. Das kann teuer werden, und der Ärger ist groß. Aber Kosten kommen auf einen Hotelier oder Gastronomen nicht nur zu, um die Schäden zu beseitigen; und in den allermeisten Fällen kommt ja ohnehin die Versicherung für die Kosten auf.

Aber eben nur für die Kosten, die unmittelbar am Gebäude durch das Ereignis passiert sind. Muss der Unternehmer sein Geschäft in der Folge der Renovierungsarbeiten schließen, ist dies mit einem substanziellen Umsatzverlust verbunden – während die Kosten für Mitarbeiter, Pacht etc. einfach weiterlaufen. Diesen kann er kaum ausgleichen, denn sein Hotel, seine Gaststätte ist ja in der Regel das zentrale beziehungsweise einzige wirtschaftliche Betätigungsgfeld. Und wenn drei Wochen keine Gäste bekocht werden können, reißt das ein Loch in die Kasse, das aus eigenen Mitteln im Jahresverlauf kaum zu stopfen ist. Die Folge: Liquiditätsprobleme, die Notwendigkeit einer Finanzierung, sinkendes Unternehmergehalt.

Das muss aber gar nicht sein. Mit der richtigen Versicherung lassen sich diese Risiken absichern und Schäden für das Vermögen verhindern. Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt den entgangenen Betriebsgewinn und den Aufwand an fortlaufenden Kosten, also beispielsweise Personalkosten und Provisionen, Aufwendungen für Betriebs- und Hilfsstoffe zur Betriebserhaltung, Mieten, Pachten und einiges mehr. Durch die Versicherung bleibt nicht nur Liquidität des Betriebes bleibt erhalten. Es wird auch sichergestellt, dass eventuelle Zinsverpflichtungen aus betrieblichen Krediten erfüllt werden können. Denn einen Kredit nicht bedienen zu können oder über einen neuen Kredit weiterfinanzieren zu müssen, ist nichts, auf das Unternehmer unbedingt aus sind. Zudem gilt: Die Betriebsunterbrechungsversicherung überbrückt die Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Betriebs- und Umsatzleistung, ohne dass Unternehmer die eigene Substanz (Eigenkapital) angreifen müssen. Eine Betriebsunterbrechungsversicherung ist also immer auch echter Vermögensschutz.

Kaufmännisch lässt sich die Versicherung gut planen und in die Struktur einbringen. Der Beitrag zur Betriebsunterbrechungsversicherung lässt sich steuerlich als Betriebsausgaben absetzen, und er sollte als feststehende Größe in die Kalkulation eingehen. Dadurch entfallen mögliche Rückstellungen für die Folgekosten eines Betriebsstillstandes.

Bildquelle: Pixabay

 

Über den Gastautor:

Michael_JendgesMichael Jendges ist Leiter der Provinzial Rheinland-Geschäftsstelle in Mönchengladbach-Rheindalen und berät in der Region und darüber hinaus Unternehmer bei allen Versicherungsfragen, sowohl gewerblich als auch privat. Hotellerie und Gastronomie sind eine seiner Kernbranchen, in der er langjährige Beratungserfahrung besitzt.

Weitere Informationen: http://www.provinzial.com/michael.jendges





Beiträge von Gastautoren


Rechtliche Risiken durch gute Beratung reduzieren

Artikel lesen

Interne PR – oftmals unterschätzt, jedoch wichtiger als man denkt

Artikel lesen

Auch in Seitwärtsmarkten Renditechancen wahren

Artikel lesen