Geschrieben von Michael Jendges, Donnerstag, 7. Januar, 2016

Auch ohne Garantiezins gut fürs Alter vorsorgen

(PREGAS/Michael Jendges) Lange wurde diskutiert, jetzt bleibt der Garantiezins bei Lebensversicherungen doch bestehen. Hoteliers und Gastronomen sollten sich aber einmal die alternativen Fonds-Lösungen anschauen, Kapitalerhalt und die Renditechancen der internationalen Märkte kombinieren.

Es war ein großes Hin und Her, aber jetzt scheint eine Regelung gefunden zu sein – und zwar die bisherige, an die sich alle – Versicherungsgesellschaften und Versicherungsnehmer – gewöhnt haben. Der Garantiezins bei Lebensversicherungen (ein Produkt, das in Deutschland weit verbreitet ist und das auch Hoteliers und Gastronomen regelmäßig in Anspruch genommen haben für die Altersvorsorge) wird nun doch nicht abgeschafft.

Das Ende des Garantiezinses hätte nach dem Willen der Bundesregierung bis ca. Ende November aber durchaus der Fall sein sollen. Denn das neue EU-Regelwerk „Solvency II“ schreibt vor, unter anderem den Wert des Garantiezinses explizit zu bestimmen und ihn den versicherungstechnischen Rückstellungen in der Marktwertbilanz zuzuweisen. Das heißt: Lebenslange Garantien müssen künftig stärker mit Eigenkapital unterlegt werden – sie sind für Versicherer also teurer.

Deshalb können die Gesellschaften weiterhin mit Zinsgarantien für ihre Produkte werben, dürfen dabei aber nicht über die gesetzlich errechnete Höchstgrenze hinausgehen. Wobei: Kein gastgewerblicher Unternehmer sollte sich von dem wohlklingenden Begriff „Garantiezins“ in die Irre führen lassen, denn in Zeiten des um sich greifenden Niedrigzinses sind keine hohen Ausschüttungen zu erwarten. Zwischen 1942 und 2003 lag der Garantiezins immer zwischen drei und vier Prozent, nun hat sich die Höhe seit Anfang 2007 stark reduziert, und zwar von 2,25 auf 1,25 Prozent. Das heißt also, dass der aktuell Garantiezins, der für alle Verträge seit dem 1. Januar 2015 gilt, 2,75 Prozent niedriger ist als zwischen 1994 und 2000.

Was also können Hoteliers und Gastronomen tun, um ihr Ruhestandseinkommen aufzubauen? Die typisch deutsche Lebensversicherung dennoch abschließen und sich mit einem garantiert niedrigen Zins zufrieden geben? Das muss nicht sein, denn es gibt zahlreiche Kapitalanlagelösungen, die langfristig höhere Renditechancen versprechen und den Kapitalerhalt garantieren, dabei aber dennoch eine für den Anleger vorteilhafte Gebührenstruktur besitzen.

Dies lässt sich durch professionelle Fonds-Lösungen realisieren, wie sie beispielsweise von Versicherungen angeboten werden. In diesen finden sich dann Papiere wieder, die dem Rendite-Risiko-Profil des Sparers entsprechen und davon ausgehend die bestmögliche Verzinsung versprechen – von Aktien über Anleihen bis hin zu passiven Indexpapieren (ETF). Gleichzeitig sorgt der Zinses-Zins-Effekt für zusätzliche Gewinne über die Jahre hinweg.

Dazu kommen weitere Besonderheiten: In der sogenannten Ansparphase sind Erträge abgeltungsteuerfrei, beim späteren Rentenbezug profitieren Sparer von einer günstigen Besteuerung. Und in Kombination mit einer Auszahlungsgarantie – für die in der laufenden Anlage ein kleiner Teil der Rendite fällig wird – entwickelt ein solcher Fonds durch diese drei Vorteile seine besondere Wirksamkeit.

Das zeigt: Ein niedriger Garantiezins bei den Lebensversicherung – oder vielleicht sogar ein späterer Wegfall – muss bei den Anlegern nicht für Unmut sorgen – dank einiger Alternativen auf dem Kapitalmarkt, die Rendite und Sicherheit des Kapitals verbinden.

Bildrechte: Marco2811/Fotolia

Über den Gastautor:

Michael_Jendges

Michael Jendges ist Leiter der Provinzial Rheinland-Geschäftsstelle in Mönchengladbach-Rheindalen und berät in der Region und darüber hinaus Unternehmer bei allen Versicherungsfragen, sowohl gewerblich als auch privat. Hotellerie und Gastronomie sind eine seiner Kernbranchen, in der er langjährige Beratungserfahrung besitzt.

Weitere Informationen: http://www.provinzial.com/michael.jendges

 





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