Geschrieben von Uli Beineke, Donnerstag, 23. Juli, 2015

Auch Druckprodukte können nachhaltig sein

(PREGAS/Uli Beineke) Hotels und Restaurants stellen sich immer häufiger nachhaltig auf, um ihrer Verantwortung für die Umwelt gerecht zu werden. Dabei müssen sie aber darauf achten, in wirklich allen Bereichen ökologisch einwandfrei unterwegs zu sein – auch ihre Drucksachen müssen dann umweltfreundlich sein. Dabei unterstützen auf Nachhaltigkeit konzentrierte Druckereien.

In Hotellerie und Gastronomie wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Regionale und Fair Trade-Produkte sind im Trend, Häuser stellen auf ökologische Stromerzeugung um und vieles mehr. Da darf das Marketing nicht nachstehen: Lebensmittelabfälle dauerhaft in großem Stil vermeiden, aber Werbematerialien verwenden, die alles sind, aber nicht umweltfreundlich? Das passt nicht zusammen und wird auch dem Anspruch, etwas für die Umwelt zu tun, nicht gerecht. Vielmehr betreibt ein gastgewerblicher Unternehmer auf diese Weise sogenanntes „Green Washing“, tut also nur so, als sei er nachhaltig, ist es aber eigentlich gar nicht. Und das wiederum fällt den Gästen, die sich mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz auseinandersetzen, negativ auf.

Dabei lässt sich auch das Marketing wirklich nachhaltig gestalten, etwa, indem Hoteliers und Gastronomen bei ihren Drucksachen auf eine umweltfreundliche Herstellung achten. Gemeinsam mit auf Ökologie und Nachhaltigkeit konzentrierte Druckereien können Unternehmer sich diesem Thema voll und ganz widmen: Angefangen bei der ausschließlichen Nutzung von Ökostrom reicht die Bandbreite der Möglichkeiten über ressourcensparende Produktionsabläufe und die Verwendung zertifizierter Papiere bis zum klimaneutralen Druck. Vor allem die beiden letztgenannten Punkte stehen bei der nachhaltigen Produktion von Werbemateralien wie Mailings, Flyer etc. im Vordergrund.

Doch was ist das eigentlich genau, klimaneutraler Druck? Als „klimaneutral“ bezeichnet man Unternehmen, Prozesse oder Produkte, deren Treibhausgasemissionen berechnet und durch den Ankauf von Emissionszertifikaten ausgeglichen wurden. Klimaneutralität bedeutet also, dass beispielsweise ein Produkt wie eine Kundenzeitschrift das CO2-Gleichgewicht der Atmosphäre nicht verändert. Weil komplett emissionsfreie Produktions- und Arbeitsprozesse aber selten möglich sind, müssen die entstandenen Treibhausgas-Emissionen an anderer Stelle eingespart werden. Dadurch wird der negative Effekt der Produktion auf das klimatische Gleichgewicht neutralisiert. Das gilt auch für die Produktion von Druckerzeugnissen, denn natürlich werden dabei ebenso CO2-Emissionen verursacht wie bei anderen industriellen Vorgängen auch. Beim klimaneutralen Drucken jedoch wird die Menge an Emissionen, die beim Druckprozess entsteht, durch die Förderung von beispielsweise einem Windpark oder Wasserkraftwerk irgendwo auf der Welt eingespart.Dass Druckereien auch bei der Papierverwendung nachhaltig sind, erkennen Hoteliers und Gastronomen an den zahlreichen Siegel und Zertifikaten, die internationale Organisationen vergeben. Wer sie nutzen darf, ist in Sachen Nachhaltigkeit gut aufgestellt und ein verlässlicher Partner für werbetreibende Unternehmen. Ein Beispiel: das FSC-Siegel des Forest Steward Ship Council, einer internationalen gemeinnützigen Organisation, die das erste System zur Zertifizierung verantwortungsvoller Forstwirtschaft aufgestellt hat, betreibt und weiterentwickelt. Das FSC-System übernimmt die Kontrollfunktion vom Rohstoffanbau bis hin zur Verarbeitung des hergestellten Papieres beim Drucker. Damit ein Papier mit dem FSC-Label gekennzeichnet werden darf, muss die Rückverfolgung bis zum Ursprung des eingesetzten Holzes gewährleistet sein. Jedes Unternehmen in der Handels- und Verarbeitungskette muss FSC-zertifiziert sein, jedoch nicht der Endkunde.

Weitere renommierte Siegel und Zertifikate sind PEFC (Program for the Endorsement of Forest Certification Schemes), Blauer Engel, die EU-Blume, Nordic Swan, ECF (Elementary Chlorine Free) und TCF (Totally Chlorine Free). Zudem zeichnen sich Druckereien dadurch aus, dass sie keine optischen Aufheller benutzen und sich der EU-Holzverordnung verschrieben haben.

Bildquelle: Coloures-pic/fotolia

Über den Gastautor:

Uli Beineke Uli Beineke ist geschäftsführender Gesellschafter von Das Druckhaus Beineke Dickmanns in Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. Die inhabergeführte und auf nachhaltige und umweltfreundliche Produktion spezialisierte Druckerei ist für Unternehmen professioneller Ansprechpartner bei allen Fragestellungen rund um Gestaltung, Druck und Verarbeitung und Partner der Hospitality Sales and Marketing Association (HSMA), einem Fach- und Führungskräfteverband der Hotellerie. Weitere Informationen: www.das-druckhaus.de





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