Geschrieben von Michael Jendges, Montag, 14. Dezember, 2015

Am Jahresende einen Überblick verschaffen

(PREGAS/Michael Jendges) Auch wenn es lästig erscheint: Der Jahreswechsel ist gut dazu geeignet, die Versicherungen gemeinsam mit dem Berater durchzugehen und diese auch anzupassen, wenn es notwendig erscheint. Dann kann das neue Jahr starten.

Weihnachten naht mit großen Schritten, und damit auch das Jahresende – 2016 steht vor der Tür. Für viele Menschen ist das eine Zeit, in der sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse Revue passieren lassen, sich neu justieren und über das nachdenken, was im neuen Jahr so alles kommen mag. Das gilt auch für Unternehmer im Gastgewerbe. Trotz der (ökonomisch meist erfreulichen) Arbeit mit Feiertagsgästen treibt Hoteliers und Gastronomen ebenso um, was in den kommenden zwölf Monaten geschäftlich und strukturell alles passieren soll.

Dazu sollte auch – selbst wenn es lästig erscheint – das Thema Versicherungen gehören. Denn zumindest einmal im Jahr gehören die Verträge auf den Prüfstand: Sind alle Daten noch aktuell? Haben sich die Bezugsberechtigten bei Lebensversicherungs-Policen geändert? Sind die Versicherungssummen noch zeitgemäß? Sind vielleicht neue Geschäftsbereiche beziehungsweise Fragestellungen dazugekommen, die eine Erweiterung des Versicherungs-Portfolios mit sich führen? Die Fragestellungen sind letztlich unendlich erweiterbar, schließlich tun sich im unternehmerischen und privaten Umfeld immer wieder neue Themen und Anforderungen auf – und außerdem schadet es nichts, auch die Kostenstrukturen und Leistungsfähigkeit aller Verträge jährlich einmal unter die Lupe zu nehmen.

Im Mittelpunkt sollte stehen, dass die Verträge hinsichtlich Versicherungsschutz und Gebühren optimal ausbalanciert sind. Doch die Praxis zeigt, dass auch Unternehmer bisweilen viel Geld für ältere Verträge ausgeben, die nicht so viel Leistung bieten wie möglich wäre. Das hat gar nichts mit bösem Willen seitens der Versicherungsgesellschaften zu tun, sondern ist meist schlicht und ergreifend den zeitlichen Weiterentwicklungen geschuldet. So wie sich die Anforderungen der Märkte ändern, ändern sich auch die Versicherungsprodukte. Dies sollten Hoteliers und Gastronomen im Auge behalten, um sich, die Familie und den Betrieb bestmöglich abzusichern.

Was ist also zu tun? Zum einen sollten gastgewerbliche Unternehmer sich den wirklich wichtigen Fragen offen und ehrlich stellen und nicht versuchen, durch Tricksereien am falschen Ende zu sparen. Der Anbau kann sicherlich auch so bei den Versicherungen mitlaufen? Der Firmenwagen, der für 20.000 Kilometer im Jahr versichert ist, aber locker 25.000 Kilometer läuft? Passiert etwas, ist das Wehklagen groß, aber dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, eine Lösung wird schwierig.

Zum anderen sollten sich Hoteliers und Gastronomen nicht scheuen, mit ihrem Versicherungsberater ein Jahresgespräch zu führen, in dem das zurückliegende Jahr analysiert wird und Schlüsse für das neue gezogen werden. So bleibt das Versicherungs-Portfolio auf dem neuesten Stand, die Gefahr, im Schadensfall ohne ausreichende Deckung dazustehen, wird (so gut wie) gebannt.

Dabei zeigt sich auch, ob der Versicherungsberater wirkliches Interesse an einer partnerschaftlichen Beratung hat oder sich nur als Verkäufer und Policen-Verwalter sieht. Sollte letzteres zutreffen, können Unternehmer auch dies als ein positives Ergebnis sehen – und den Berater suchen, der sich wirklich strategisch mit ihren Themen auseinandersetzt, sich für ihre Bedürfnisse interessiert und die Verträge aufsetzt, die wirklich langfristig passen und dennoch Veränderungen zulassen. Das beruhigt zum Beginn des neuen Jahres.

Bildrechte: momius/Fotolia

Über den Gastautor:

jendges 300

Michael Jendges ist Leiter der Provinzial Rheinland-Geschäftsstelle in Mönchengladbach-Rheindalen und berät in der Region und darüber hinaus Unternehmer bei allen Versicherungsfragen, sowohl gewerblich als auch privat. Hotellerie und Gastronomie sind eine seiner Kernbranchen, in der er langjährige Beratungserfahrung besitzt.

Weitere Informationen: http://www.provinzial.com/michael.jendges





Beiträge von Gastautoren


Rückstellungen: Die GmbH finanziert den Ruhestand

Artikel lesen

Erbschaftsteuer: Aufatmen in Hotellerie und Gastronomie

Artikel lesen

Druckprodukte für Weihnachten nicht allzu lange liegen lassen

Artikel lesen